Ein Tag „hinter den sieben Bergen“

Ein nicht ganz normaler Tag in Helenas Leben.

07:30h – Falk schläft noch. Irgendwie wirkt mein Kinderzimmer viel kleiner, wenn ein fremder Mann drin liegt. Leise in die Laufsachen schlüpfen.

07:45h – warum gibt es in dieser Küche keine Bananen? Wahrscheinlich ist meine Mutter wieder auf einem Kreuzzug gegen die Ausbeuter der Dritten Welt. Zu dumm. Ich mag Bananen.

07:50h – alles ist still, wie erwartet. Eine kleine Runde um den See, einmal die Felder hinauf und wieder hinunter, das sollte reichen. Schließlich wollen wir uns bald auf den Weg nach Hause machen. Keine Sekunde zu früh.

08:15h – WAS IST DAS? Im Unterholz liegt ein gehäuteter Kadaver. Ist das etwa…? Mir wird schlecht.

08:23h – Falk weiß, was zu tun ist. Natürlich, die Polizei rufen. 

08:35h – die Ordnungshüter sind auf dem Weg, und Aradia ist nicht glücklich mit mir. Das ist ja auch erst das tausendste Mal, seit die Pubertät eingesetzt hat. Da kommt sie auch drüber hinweg. Wir gehen dann lieber schonmal packen.

08:55h – Polizei auf dem Hexenhof, das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Die Beamten bestätigen meine Vermutung, worum es sich bei dem Fund handelt. Allerdings gibt es keine verwertbaren Spuren. Ich halte meinen Mund, aber ich hab da so einen Verdacht. 

09:20h – anstatt nach Bonn fahren wir also nach Berlin. Zu dritt, meine Mutter lässt sich nicht so einfach das Heft aus der Hand nehmen. Die Stimmung ist gedrückt. Der Botschafter hat uns informiert, dass Moire im Krankenhaus liegt. Was ist denn jetzt wieder passiert?

11:30h – Krankenhäuser deprimieren mich. Moire ist bewusstlos, die Ärzte wissen keinen Rat. Und die nächste Hiobsbotschaft lässt nicht lange auf sich warten: Die Kinder sind verschwunden.

12:00h – wie zum Henker hat Thomas es geschafft, einen Wagen zu stehlen und mit seiner Schwester zu verschwinden? Und das alles unter den Augen des Sicherheitsdienstes. Immerhin wissen wir jetzt, warum Moire krank ist – zwischen den Sofakissen steckt ein Stück Selkie-Haut. Das kann nicht gut gehen…

14:00h – Die Assistentin des Botschafters telefoniert alle Krankenhäuser ab auf der Suche nach den Kindern. Andreas und ein Vertreter des Druidenzirkels treffen ein. Jetzt kommt uns zugute, dass der Bann noch nicht aufgehoben wurde – mit seiner Hilfe haben wir eine Chance, die Selkie-Haut zu finden. Nur seltsam, dass es drei Spuren zu geben scheint. Am besten, wir machen uns direkt auf den Weg. Aradia bleibt in der Botschaft, für alle Fälle.

14:45h – unterwegs erreicht uns eine schlechte Nachricht. Moire geht es schlechter. 

15:30h – nach einer mittelschweren Geländetour finden wir ein Stück Selkie-Haut. Warum tut Thomas seiner Mutter so etwas an? 

16:45h – Aradia ist zurück im Krankenhaus und aufgebracht. Ein Seelsorger besteht darauf, Moire die letzte Ölung zu verpassen. Den Schlagabtausch würde ich gerne sehen!

17:20h – Erleichterung: Marlene ist wieder aufgetaucht. Thomas hat sie vor einem Jugendamt abgesetzt und ist wieder verschwunden, ehe jemand ihn aufhalten konnte. Zeugenaussagen zufolge wirkte er verstört. Die Polizei fahndet nach dem Wagen der Botschaft. Mir ist lieber, ich finde ihn, also lasse ich Falk mit dem Druiden alleine und miete einen Wagen.

18:10h – Anruf von Falk: Sie haben ein zweites Stück Haut gefunden. Allerdings ist es in schlechtem Zustand, die Rückseite ist vertrocknet und brüchig. Es sieht nicht gut aus für Moire.

21:00h – Anstatt den Bann aufzuheben, verstärkt der Druidenzirkel ihn aus der Entfernung. Wenn Moire von ihrer Haut getrennt ist, sind die Schäden vielleicht geringer. Kurz darauf der Anruf: Moire ist wieder bei Bewusstsein, aber ihr Zustand ist bedenklich.

21:10h – Thomas hat das Navi des Wagens eingeschaltet. Jetzt können wir ihn per GPS orten. Seine Route wirkt erratisch. Ich lasse mich von Falk am nächsten Flughafen abholen. Dem Druiden scheint die Schnitzeljagd zuzusetzen. Soviel Aufregung haben die bei sich auf dem Dorf sonst wohl nicht. 

21:40h – Gegen die Empfehlung der Ärzte verlässt Moire das Krankenhaus. Aradia und Andreas wollen sie an einen Ort bringen, an dem wir sie treffen können. Die Assistentin des Botschafters wird sie fahren. Es geht Richtung Norden.

23:45h – ich habe keine Ahnung, was Thomas vorhat, aber wenigstens weiß ich, wo er hin will. Hoffentlich kommen wir nicht zu spät…

 

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