Urin und Fäkalien gehen ja immer

Hier ist sie also, die versprochene Kater-Geschichte.

Donnerstag beim Tierarzt bekam der Kater zwei Spritzen und ich einen Beutel mit einem weißen Plastik-Granulat. „Der sieht schon wieder ganz fit aus, aber um auf Nummer sicher zu gehen, hätte ich gerne am Montag eine Urinprobe.“ Jetzt sind Katzen ja wenig kooperativ, und in den Becher pinkeln sie erst recht nicht auf Kommando. Darum war der Plan: Katzenklo komplett säubern, ein wenig von dem Granulat rein, Kater dazu, abwarten. Das Granulat dient dazu, Katzenstreu nachzuahmen, denn die meisten Katzen sind Gewohnheitstiere und ein wenig eigen mit ihren Toilettengewohnheiten.

Sonntag Abend: Das eine Katzenklo schrubben, heiß ausspülen, zum Trocknen beiseite stellen. Die Katzen mit dem anderen Klo ins Wohnzimmer verfrachten, um Unfälle zu verhindern. Die sind das gewohnt, dass die Wohnzimmertür nachts zu ist. Kein Problem.

Montag Morgen: Das leere, saubere Klo an den üblichen Platz stellen, Granulat rein, den Kater aus dem Wohnzimmer lassen. Greebo ist das einfachste Haustier der Welt: Zunächst schläft er auf seinem Lieblingskarton in meinem Büro, dann frisst er, dann benutzt er ohne zu zögern das Granulat auf die vorgesehene Weise. Da das Zeug nicht absorbiert, kann ich danach das nasse Gold mit Hilfe einer Pipette aufnehmen und ordnungsgemäß verstöpseln für den Tierarzt.

Ihr erinnert euch, wir haben zwei Katzen. Und während Greebo ein Ausbund an „I AM THE CAT!“-Entspanntheit an den Tag legt, obwohl sich diverse Sachen geändert haben, dreht Ronja im Wohnzimmer (ihrer natürlichen Umgebung mit dem normalen Klo und den üblichen Futter- und Wassernäpfen) total auf. Zwei Stunden fast ununterbrochene Hektik. „Warum ist hier eine Tür? Wo bin ich? Wer bin ich? Was mache ich hier? Ach ja, das ist das Wohnzimmer. (Kurze Pause.) WARUM IST HIER EINE TÜR???“ Ich sag’s euch, die Miezi ist, wenn man sie von ihrem Bruder trennt, sogar zu dumm zum Fressen. Fast schon niedlich.

Jetzt warte ich nur noch auf die Laborergebnisse vom Tierarzt und die Rechnung. Die Katzen haben unterdessen ihren üblichen Tagesablauf wieder aufgenommen: Schlafen, Fressen, Nerven. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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2 Gedanken zu “Urin und Fäkalien gehen ja immer

  1. Wollja. Schlafen, fressen nerven. „Wir“ – Tigerkatzitatzi und ich- sind vor vier Wochen umgezogen, von 130 qm auf 60 qm. Zur Ehrenrettung der Mieze sei gesagt: Hat sie toll gemeistert. Kein Protestpinkeln, einfach gleich neugierig das neue Domizil erobert, was will man mehr. Aber seit ein paar Tagen merkt man dann doch, dass ihr langweilig ist, also riskierte ich es und ließ sie raus. Dummerweise geht das nur durch das Treppenhaus. Aber soweit so gut, Katze drehte eine Runde (Bäh, kalt) und kam wieder zurück. Nun aber beginnt wieder das altbekannte Spiel: Auf der falschen Seite. Egal auf welcher, diese Katze ist IMMER auf der falschen Seite der Tür. Und man ahnt, worin in den letzten Tagen meine Hauptbeschäftigung bestand……:-P Nervvieh!!

    • Das ist dann ja eine pflegeleichte Königin. ^^

      Mit Türen sind die Katzen glücklicherweise entspannter – zu ist zu. Aber wenn der Mann zuhause ist und die Katze meint, sie muss beachtet werden… „MAU! MIAU! RAWR! MEP! MAU?“ Gestern Abend, als ich schlafen wollte, bestimmt eine Viertelstunde. ^^

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