Kleiner Blick über den Tellerrand hinaus – nach Yrangir

Am liebsten schreibe ich in der realen Welt – also, mehr oder weniger. Wenn dann Zombies, Hexen, Gestaltwandler, Außerirdische oder Leuchtende zu Besuch kommen, kann ich da nichts für, nicht wahr?

Andere Autoren nehmen den genau entgegengesetzten weg und schicken ganz normale Menschen zu Besuch in andere Welten. So wie Jan Viebahn in Schwarzes Licht – ein Yrangir-Fantasy-Roman: Johann hat einen Unfall, verliert das Bewusstsein und kommt wieder zu sich – als Dämon in einer fremden Fantasy-Welt. Als wäre das nicht schlimm genug, stellt er bald fest, dass er auch nur ein Spielstein in einem lange währenden, gefährlichen Spiel ist.

Mir hat der Ausflug nach Yrangir gut unterhalten – die Geschichte nutzt bekannte Elemente, setzt sie allerdings auf neue Art zusammen und führt so zu überraschenden Ereignissen. Wir begegnen Menschen, Orks, Zauberern und anderen Dämonen, die alles dafür tun, ihre Ziele zu erreichen. Natürlich ist das nicht einfach, wenn diese Ziele einander komplett widersprechen. Meine einzige ernsthafte Beschwerde – und das auch aus Prinzip – ist die nebensächliche, wiederholte Erwähnung von Vergewaltigungen durch die Ork-Armee, um schnell und einfach klarzumachen, dass das die Bösen sind. Ich finde, das ist eine faule Lösung für ein an sich interessantes Schriftsteller-Problem, und ein Motiv, das inzwischen totgeritten wurde. Trotzdem freue ich mich darauf, mir als nächstes „Erkar Bodin“ zu lesen.

Wer Yrangir besuchen will, kann übrigens nicht nur die Bücher kaufen – als Taschenbuch oder eBook – sondern auch die Homepage des Autors besuchen, auf der es Informationen über seine weiteren Bücher, Lesungen und auch sonst allerlei Informatives gibt.

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