Klappentexte – die Nemesis des Autors

Und der Autorin.

Ein Klappentext soll nämlich alles können: Neugierde wecken, ohne den Leser zu frustrieren. Informieren, ohne zuviel zu verraten. Knackig sein und gleichzeitig den Stil des Buches vorwegnehmen. Und er darf nicht zu lang sein, sonst liest nämlich niemand bis zum Ende – aber zu wenig schreiben soll man bitte auch nicht!

Der Klappentext ist quasi die eierlegende Wollmilchsau unter den Texten.

Ich tue mich mit Klappentexten immer ein wenig schwer … vor allem, weil sämtliche Informationen zum Buch, das es zu bewerben gilt, in meinem Kopf natürlich präsent sind. Beim Schreiben kann ich also nur schwer einschätzen, was für einen Leser relevant ist und was nicht – oder ob er überhaupt versteht, worum es gehen könnte.

Zum Glück kennen alle Autoren dieses Leid, und wer andere Autoren kennt, kann sich oft Feedback holen. Da wird gemeinsam gefeilt und gelitten, debattiert und um jede Formulierung gefeilscht, bis alle verzweifeln und der Klappentext endlich das tut, was man sich von ihm erhofft: Die Leser ins Buch locken wie der gebogene Hexenfinger, der den verlorenen Kindern bedeutet, es sei ja viel wärmer und komplett harmlos im Lebkuchenhaus, also kommt nur herein …

Los, gebt es mir!

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