Du sollst keine Idole neben mir haben

Wusstet ihr eigentlich, dass Berühmtheiten auch Menschen sind?

o.o

Echt! Manche bohren sogar in der Nase. (Eigentlich fast alle, möchte ich meinen, wenn ich an der Ampel so in die wartenden Autos reinschaue.)

Früher hat man das ja gar nicht so mitbekommen. Also, das In-der-Nase-Bohren vielleicht schon, Autos hatten ja immer schon Fenster. Ist beim Fahren auch praktisch, das Rausgucken. Aber das mit den Prominenten-Nasen?

Früher gab es Klatschblätter und gelegentliche „Home Stories“. Stars waren Stars und blieben geheimnisvoll, exotisch, glamourös.

Heute gibt es das Internet. Alle möglichen und unmöglichen Fotos sind jederzeit überall schnell zu finden. Aber nicht nur das – eure Idole haben alle nur erdenklichen Möglichkeiten, sich schnell und für die Nachwelt leicht nachvollziehbar zum Narren zu machen.

Bestes Beispiel: Twitter. Wieviel Schaden kann man in 280 Zeichen schon anrichten? Fragt Elon Musk. Oder Donald Trump. Immer wieder unterhaltsam. Und auch wenn man schnell zur Besinnung kommt und seine Dummheiten wieder löscht – so ganz weg sind die nie. Vertraut mir.

Instagram und Facebook funktionieren da ganz ähnlich. Und wie hieß noch gleich diese Mid-Prominente, die im Sportstudio Fotos einer fremden Frau machte und sie auf Snapchat postete? Ja, solche Geschichten sind für die Ewigkeit. Sogar bei Snapchat.

Ich bin persönlich ja schon froh, dass meine jugendlichen Dummheiten und Teenage-Dramen noch überwiegend offline stattfanden. Mein erstes (und zweites und drittes) Handy konnte gar kein Internet, und SMS kosteten 49 Pfennig, wenn ich mich richtig erinnere.

Und für den Fall, dass ich reich und berühmt werde, habe ich auch schon eine Strategie: Ich poste alle Peinlichkeiten einfach selbst und bleibe so immer eine „Frau des Volks“. Und falls ihr mich mal im Auto an der Ampel warten seht – ich bohre nicht in der Nase. Ich justiere mein Gehirn.

Los, gebt es mir!

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