Der schlechteste Schreibratschlag, den ich je bekommen habe

„Um Rechtschreibung und Zeichensetzung brauchst du dich nicht zu kümmern, dafür ist das Korrektorat da.“

Ja, so oder so ähnlich habe ich auch geguckt. Stellt euch vor, man würde einem angehenden Bäcker erklären, er brauche nichts von Mehlsorten oder Zusatzstoffen zu wissen, das würde heute eh alles automatisch gemischt!

Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung sind nun einmal das Handwerkszeug für Autorinnen. Wahrscheinlich ist man nicht perfekt, aber man sollte sich schon große Mühe geben, so gut zu sein wie eben möglich. Sicher wird trotz allem das Korrektorat noch einen Eimer voll Fehler zu Tage fördern, aber dennoch …

… oder stellt euch einmal vor, ihr wärt Verleger. Auf eurem Tisch landet ein Manuskript, das vielleicht genial ist -aber so genau weiß man das nicht, denn wegen der großen Anzahl an Fehlern ist das Ding einfach nicht deutlich lesbar. Würdet ihr euch die Mühe machen, in so etwas zu investieren?

Meine Rechtschreibung ist auch nicht immer tippitoppi – ich schludere beim Korrekturlesen, vertippe mich häufig und generell ist mein Wissen auf dem Stand der späten Neunziger, seitdem hat es gefühlt ein Dutzend Reformen gegeben. Im Großen und Ganzen, allerdings, hoffe ich schon, dass meine Texte lesbar und wenigstens fehlerarm sind. Und wenn ich ein Buch sehe, bei dem schon die ersten Seiten vor Fehlern nur so strotzen, lese ich, ehrlich gesagt, auch nicht weiter. Soviel Professionalität muss sein.

Los, gebt es mir!

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