Was ist das Schlimmste, das passieren könnte?

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Zum Glück habe ich liebe nähende Bekannte.

Ich weiß, ich weiß, das Thema nervt. Und es geht jetzt schon eine ganze Weile so. Und man hört immer so viele widersprüchliche Dinge.

Helfen Masken?

Helfen sie nicht?

Schaden sie vielleicht sogar?

Ich bin da genau wie ihr – so richtig wissen tu ich es nicht. Natürlich habe ich diverse Artikel und Kommentare aus unterschiedlichen Quellen gelesen und mir meine Gedanken gemacht.

Dann habe ich angefangen, unseren Maskenvorrat zu erweitern. Inzwischen liegt etwa ein Dutzend griffbereit in der Schublade hinter der Wohnungstür, und wenn ich morgens aus dem Haus gehe, stecke ich eine frische ein. Außerdem haben wir eine Notfallmaske im Handschuhfach, falls ich das Einstecken mal vergesse oder so.

Und wozu die Mühe?

Ich habe mir zwei verschiedene „Worst case“-Szenarien angeschaut:

  1. Die Masken sind überflüssig, Covid-19 ist gar nicht so schlimm und/oder wir verschwenden alle nur Zeit und Geld, weil wir Masken tragen.
  2. Niemand trägt Masken, obwohl die eigentlich Leben retten könnten.

Was ist das schlimmste, das im ersten Fall passieren könnte? Genau, wir sehen alle ein paar Monate lang lächerlich aus, wenn wir in den Supermarkt gehen.

Im zweiten Fall sterben Leute. Vielleicht nicht du oder ich, wir sind relativ gesund (obwohl meine Schilddrüsenfehlfunktion mich auch schon zur Risikopatientin macht, die beeinträchtigt das Immunsystem). Aber ältere Leute, kranke Leute, Kinder mit Vorerkrankungen – und überhaupt: Vorerkrankungen. Dazu gehören so lustige Dinge wie Bluthochdruck und Diabetes, die lästigen Volkskrankheiten, unter denen ein Drittel (Bluthochdruck) beziehungsweise ein Zehntel (Diabetes) leiden. Vielleicht auch Verwandte oder die netten Nachbarn. Zu guter Letzt gibt es dann die Fälle, die schlimm verlaufen, ohne dass man eine Erklärung dafür findet.

Ich finde es nicht schlimm, lächerlich auszusehen. An manchen Tagen gelingt mir das sogar ohne Maske. Aber ich fände es schlimm, wenn massenweise Leute an einer gegenwärtig noch beherrschbaren Infektion sterben, weil die Mehrheit sich nicht zurücknehmen will.

(Disclaimer: Der Mann ist fast ausschließlich zuhause und arbeitet vom Sofa aus, während ich ins Büro und in den Supermarkt gehe. Ich habe unser Auto in die Werkstatt gebracht. Ab und zu bestellen wir Essen und holen es ab oder lassen liefern. Gelegentlich treffe ich Freundinnen für Spaziergänge. Und ja, ich gehe fast täglich in den Wald. Soweit ich das verstehe, gibt es keinen Grund, sich in der eigenen Wohnung zu verschanzen, solange man die Hygieneregeln einhält.)

Also reißen wir uns doch alle einfach noch eine Weile zusammen. Covid-19 ist nicht für immer. 2020 ist ein blödes Jahr, aber es hat auch nur 366 Tage. Vielleicht wird 2021 noch viel blöder, aber das wissen wir jetzt noch nicht. Aber egal, was noch kommt, wir kriegen das gebacken.

„Wie isst man einen Elefanten? – Einen Bissen nach dem anderen.“ (Quelle unbekannt)

 

Los, gebt es mir!

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