Alte Orte, neue Chancen

Schwarzbrauner Stuhl vor weißer Wand mit zwei leeren Bilderrahmen.
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Wir verreisen ja immer noch nicht. Und es ranzt mich wirklich ein wenig an. Dazu muss ich natürlich sagen, das Reisen-zum-Vergnügen habe ich erst spät für mich entdeckt, da lebte ich mit dem Mann schon zusammen. Das heißt, ich habe viele Pläne und eine begrenzte Zahl Jahre (und Geld) vor mir. Da kommt mir 2020 echt mal so gar nicht gelegen.

Wir machen immer noch das Beste draus. War meine Beste letzten Monat bei mir für ein Eifel-Abenteuer, war ich jetzt bei ihr, um ihren Nicht-Geburtstag zu feiern. Wo sie wohnt, habe ich als Schülerin auch einige Jahre gewohnt. Völlig überraschend kann man da trotzdem noch spannende Sachen machen.

Zum einen, weil die tatsächlich alle Jubeljahre mal wieder in der Gegend etwas verändern – zum Beispiel stellen sie neue Kust auf oder so. Und zum anderen, weil man seine (erweiterte) Heimat nur selten wie ein Tourist bestaunt. Das haben wir diesmal anders gemacht. Also, Heimat im weiteren Sinne. Wir sind nach Norden und dann nach links gefahren, um eine kleine historische Festung in den Niederlanden anzuschauen. Alles unter freiem Himmel und höchstwahrscheinlich ungefährlich. Das Wetter war akzeptabel, der Kaffee gut, die Wespen zutraulich – und ich habe endlich meinen lang ersehnten gelben Hoodie.

Unter diesen Umständen ist Daheimbleiben vielleicht gar nicht so schlimm. (Sprach sie, während im Browser noch drei Seiten mit Angeboten für Ferienhäuschen offen waren – und nein, ich fahre natürlich nicht weg, ich möchte nur gern.)

Wir haben auch schon den nächsten gemeinsamen Plan für ein konspiratives Südfruchttreffen.

Es hilft, wenn die beste Freundin genau so bescheuert ist wie man selbst.

Ein Gedanke zu “Alte Orte, neue Chancen

Los, gebt es mir!

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