Die Sache mit dem Spaßhirn und dem Nörgelhirn

Neulich fragte jemand auf Twitter, wie Leute beim Schreiben überhaupt Musik hören könnten und ob das nicht ablenken würde?

Bei mir – ja. Und das ist auch der Plan. Nicht nur mit Musik, an schlimmen Tagen mache ich mir auch den Fernseher an.

Das lenkt mein Nörgelhirn ab.

Das Nörgelhirn ist der größte Feind dieser Autorin. Es nörgelt nämlich in einer Tour. Das ist aber ein hässlicher Satz. Fällt dir nichts Besseres ein? Komm, diese Wendung hat JEDER schon gesehen. Da ist eine Wortwiederholung. WORTWIEDERHOLUNG! Deine Charaktere haben nicht soviel Glück beim Denken, oder? Ich sag euch, es macht keinen Spaß.

Das Spaßhirn hingegen, das für so lustige Dinge wie Schreiben zuständig ist, lässt sich vom Nörgelhirn leicht einschüchtern. Es ist sehr sensibel. Und wenn das Nörgelhirn loslegt, kann es sein, dass das Spaßhirn mich spontan im Stich lässt. Da hilft dann auch keine Schokolade mehr.

Glücklicherweise hat mein Nörgelhirn keine besonders große Aufmerksamkeitsspanne. Also kann ich es ablenken. Ich habe ganze Bücher geschrieben, während im Hintergrund eine Serie in Endlosschleife lief. Einzige Bedingung: Sie darf nicht in der Sprache sein, in der ich gerade arbeite. Dann schleichen sich nämlich Wörter, Sätze und Namen ins Manuskript, die dort nicht hingehören. Aber ich kann ohne weiteres auf Englisch „Gilmore Girls“ sehen/hören und gleichzeitig Mord und Totschlag schreiben. Oder mir „Scrubs“ auf Deutsch reindrücken, während ich mich selbst ins Englische übersetze.

Man muss ja nur wissen, wie man’s macht.

Los, gebt es mir!

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