Tagesrituale

Berggipfel bis zum Horizont, Sonnenaufgang, im Vordergrund steht eine Person mit dem Rücken zum Fotograf in der Yoga-Pose "Baum" auf einem Gipel.
Bild von Eneko Uruñuela, gefunden auf Unsplash

Zu einem guten Leben gehört ein guter Alltag mit guten Gewohnheiten – sozusagen Ritualen. Und da ich mich bemühe, gut zu leben, neige ich dazu, mich mit alle den Dingen zu stressen, die man eigentlich für ein gutes Leben tun sollte: Genug schlafen, Wasser trinken, Sport treiben, entspannen, Selbstgekochtes essen, sich kreativ betätigen, … – und weil ich zur Übertreibung neige, arten diese Dinge immer wieder in Stress aus. Dabei ist es eigentlich ganz leicht: Ein gutes Leben ist es, wenn man einen weg findet, so zu leben, dass man sich körperlich und geistig gut fühlt.

Für mich gehört dazu, ausreichend zu schlafen. Meine Zu-Bett-geh-Zeit verteidige ich wie ein mittelfauler Löwe. Und es wirkt – wenn ich sie während der Woche einhalte, muss ich am Wochenende nicht „nachschlafen“ und habe mehr Zeit, die Dinge zu tun, die ich tun möchte. Für mich sind sieben bis acht Stunden ideal. Das heißt natürlich, dass ich an Wochentagen wenig außer der Reihe mache. Schließlich wollen Büro, Haushalt, Schreiben und eben Schlaf miteinander koordiniert werden. Da ist nicht viel Zeit für andere Hobbies, und wenn doch …

… kommen wir direkt zum nächsten Punkt: Sport. Fürs Laufen ist es momentan draußen meistens zu „bäh!“, und jetzt im Ernst: In der Siedlung macht es auch wirklich nur halb soviel Spaß. Trotzdem bemühe ich mich, jeden Tag ein wenig was für meinen Körper zu tun. Beispielsweise (ihr dürft lachen) probiere ich im Moment Yoga aus. Pilates war ja schon nicht mein Ding, und das hier ist fast das gleiche, nur mit Atmen. Aber es gibt Apps. Wenigstens muss ich also mit niemandem reden. Ansonsten gehe ich spazieren oder – jetzt, wo es wieder heller wird – auch laufen.

Und wenn das nicht hilft, meine Laune auszugleichen, bleibt immer noch Meditation. Die Zeit nehme ich mir seltener, als ich sollte, aber ich weiß: Wenn ich in Zeiten meditiere, in denen ich es nicht brauche, fällt es mir in Zeiten, in denen ich es brauche, leichter.

Weiter reicht mein persönlicher Ehrgeiz im Moment nicht. Wenn der Frühling kommt und wir mehr Sonnenlicht haben, lege ich mir vielleicht noch das eine oder andere wertvolle Hobby zu, aber für den Moment wird das reichen. Soll ja auch alles nicht in Stress ausarten, das wäre kein gutes Leben.

Los, gebt es mir!

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