Sinnvoll prokrastinieren für Fortgeschrittene

Egal, wie gerne ich schreibe – manchmal erwische ich mich dabei, das Schreiben unter irgendwelchen Vorwänden vor mir herzuschieben. „Prokrastinieren“ nennt man das. Kommt euch bekannt vor?

Das Gute vorab – wir sind damit nicht allein. Und gleich eine zweite gute Nachricht – es gibt verschiedene Methoden, damit umzugehen.

Neil Gaiman beispielsweise nimmt sich Phasen, in denen er nur schreiben oder „nicht-schreiben“ darf, aber nicht stattdessen lesen oder putzen oder im Netz surfen oder twittern oder … – entweder er schreibt, oder er sitzt dort, wo er schreibt.

Zugegeben, das könnte ich eine Weile durchhalten. Wobei, eher nicht, ich bin ein hibbeliger Mensch. Aber wenn ich mal wieder dringend prokrastinieren muss, habe ich meine eigenen Regeln dafür, die Zeit sinnvoll zu verplempern.

  1. Werbung machen – dazu gehört die Pflege meiner SoMe-Kanäle (Facebook, Twitter, Instagram, Patreon, Tumblr) genau wie das Vorbereiten von Material oder die Korrespondenz mit Blogger*innen etc. Eine wunderbare Methode, am Rechner zu sitzen und fleißig auszusehen und kein Stück mit der eigentlichen Geschichte voranzukommen.
  2. Netzwerke pflegen. Hier gehört natürlich das Nornennetz hin oder PAN, oder einfach der Kontakt mit befreundeten Schreibenden, das Vorbereiten von (aktuell meistens digitalen) Zusammenkünften. Sieht auch superproduktiv aus.
  3. Recherche. Das ist der berüchtigte Kaninchenbau, aus dem man nie wieder herausfindet. Natürlich Schreibehrenwort, dass die Recherche zur aktuellen Geschichte gehört. Natürlich muss ich die Geschichte der Klabauter-Erscheinungen der letzten fünftausend Jahre wissen, wenn in einem Halbsatz vielleicht mal von einem Klabauterspuk die Rede ist. Man will ja kompetent wirken.
  4. Längere Posts vorbereiten. Ja, zum Beispiel diesen hier. Oder die Beiträge für das heidnische Magazin, in dem ich ab und zu rante.^^ Oder ich stürze mich in diverse Nornennetz-Projekte wie den Kalender.

Kurz gesagt – wenn ich mich vor dem eigentlichen Schreiben drücke, muss ich etwas tun, was mein Autorinnenleben in irgendeiner Form ergänzt. Irgendwann wird mir das auch zu öde, und schon flutscht die Geschichte wieder.

Es gibt übrigens einen wichtigen Unterschied zwischen Prokrastinationsphasen und echten, dringend benötigten Pausen – so wie die, die ich jetzt als nächstes machen werde. Kaffee ruft!

Was sind eure liebsten Prokrastinationsstrategien?

Los, gebt es mir!

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