Das Selfcare-Dilemma

Foto von Roberto Nickson, gefunden auf Unsplash

Selfcare ist wichtig, das wissen wir inzwischen alle. Man braucht regelmäßig Zeit, um seine Batterien aufzuladen, und Energie, um die aufladerelevanten Dinge zu tun. Aber wie soll das, bitteschön, funktionieren?

Mit den Jahren bin ich ganz gut darin geworden, zu sehen, was mir gut tut. Das sind nicht immer Dinge, die auch Spaß machen (aufräumen!; Gemüse essen!!; früh schlafen gehen!!!) – aber wenn ich diese Dinge tue, fühle ich mich besser und habe auch mehr Energie für die Dinge, die ich wirklich tun will.

Es ist also gar keine Option, Selfcare auszulassen. Aber wie, fragt ihr euch vielleicht, findet man zwischen Bürojob, Schreibzeit, Haushalt und dem bisschen Sozialleben, das die Gegenwart zulässt, auch noch Zeit für Selfcare?

Puh, ich weiß es nicht.

Wie ich es mache?

Ich mogle.

Weil ich nämlich genau weiß, was ich für meine Batterien benötige, weiß ich auch, wieviel ich jeden Tag resp. jede Woche mindestens in diesem Bereich machen muss, damit ich mich gut fühle und nicht alle erwürge, nur weil ich es kann. (Glaubt mir, manchmal ist das eine verlockende Option!) Auf meiner List stehen unter anderem:

  • Kunst und Musik
  • Yoga
  • Spaziergänge
  • Meditation
  • Krafttraining
  • Laufen

Und aus diesen (und einigen anderen) Dingen suche ich mir jeden Tag mindestens zwei Dinge aus, die stattfinden MÜSSEN. Nicht unbedingt gut, nicht unbedingt lang, aber die ziehe ich durch. Und wenn mal Zeit ist oder ich finde, da sollte mehr gehen, dann auch drei oder fünf von diesen Punkten.

Andere Dinge sind nicht verhandelbar und werden nur im Notfall ausgesetzt: Mindestens sieben Stunden Schlaf beispielsweise, mit weniger geh ich zwar, aber ich gehe kaputt. Oder tägliche Rationen an Obst und Gemüse (siehe oben), damit mein Körper seine Leistungsfähigkeit behält. Der ist schließlich nicht aus Feenstaub gemacht.

Mir geht es also gar nicht darum, möglichst perfekte Selfcare hinzulegen, sondern möglichst realistische. Ich habe nunmal keine Zeit, jeden Tag zwei Stunden Sport zu treiben, mir neue Fähigkeiten anzueignen UND für Weltfrieden zu sorgen. Und manchmal ist es auch wichtiger, das Bad mal wieder zu putzen, anstatt Erleuchtung zu jagen. Für die meisten Dinge gibt es eine ideale Lösung – und eine, die für dich selbst im Alltag funktioniert. Und das ist auf jeden Fall die zweitbeste und sollte auf jeden Fall umgesetzt werden.

Oder, wie ich irgendwann mal las (grob paraphrasiert): „Alles, was wert ist, getan zu werden, ist auch wert, nur halbherzig getan zu werden.“

Falls ihr euch also jemals fragt: Wie macht diese verrückte Frau das alles? Die Antwort lautet: Halbherzig und nach Liste. ^^

Los, gebt es mir!

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