Von Vorbildern und eigenen Ansprüchen

Foto eines Kindle-E-Readers. Anzeige: Cover von "We hav always lived in the Castle" von Shirley Jackson.
Ein wunderbares Vorbild

Ich sitze mit dem Oktoberbuch und freue mich, dass ich Urlaub zum Schreiben habe. Dann prokrastiniere ich hart. Denn ich habe eine Idee. Aber ich weiß nicht, ob ich die Fähigkeiten habe, diese Idee umzusetzen. Und das macht mir Angst. Also manipuliere ich meinen eigenen Schreibfortschritt, damit ich später sagen kann: „Tja, unter diesen Umständen ging das eben nicht besser.“ Eigentlich stelle ich mir selbst ein Bein, oder zwei.

Macht ihr das auch manchmal? Und findet ihr nicht auch, schon während ihr genau das tut, diese Strategie absolut lächerlich?

Ich meine, ich könnte mir ja auch richtig fest Mühe geben und mein Bestes tun. Ganz vorsichtig darauf achten, welche Stilmittel verwendet werden, um welchen Eindruck zu erwecken. Meine Figuren sehr sorgfältig aufstellen, damit sie im entsprechenden Moment die Lesenden überraschen (oder erschrecken) können. Alle sprachlichen Elemente mit Blick auf ihren Grusel-Gehalt wählen.

Ooooder ich sitze hier und grabe mir selbst eine Grube, in der ich mir dann ein Bein stelle.

Manchmal ist es schwierig, sich selbst gerecht zu werden. Vor allem, wenn man ahnt, dass man gerade etwas Unkluges tut. Oder wenn man befürchtet, dass man (noch) nicht so gut ist, wie man gerne wäre. Leider gibt es keinen Weg außenrum – da muss man durch.

Also mache ich mir jetzt noch fix einen Ingwertee, und dann werfe ich mich wieder auf das Manuskript. Nächsten Monat könnt ihr mir dann sagen, ob das so geklappt hat, wie ich hoffe.

Los, gebt es mir!

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