Das Rennschneckenphänomen

Ihr wisst ja, ich laufe. Also, für Sport. So richtig. Gut, eigentlich nicht richtig, aber schon regelmäßig, und auch seit mehreren Jahren.

Trotzdem lässt die Performance optisch wohl noch immer zu wünschen übrig. Elegant wie eine Gazelle? Eher nicht. Flink wie ein Reh? Würde ich nicht sagen.

Fakt ist allerdings, dass die regelmäßige Übung sich bemerkbar macht. Und besonders bemerkbar ist sie, wenn ich im Wald einen anderen Läufer überhole. Jetzt ist das vielleicht ein subjektiver Eindruck, aber dieses spezielle Problem habe ich in erster Linie mit Läufern, noch nie mit Läuferinnen. Ist vielleicht eine Testosteronfrage, oder …

Wovon ich rede?

Vom Läuferehrgeiz. Ich stelle mir das so vor: Der Mann federt durch den Wald, sportlich, kraftvoll, überschäumend vor Energie. Dann kommt von hinten so eine kleine, rundliche Frau mit zuppeliger Frisur und ausgelatschten Schuhen angescrollt. Und was macht die? Überholt den Mann einfach so! Sie atmet hörbar, Schweiß läuft ihr über das Gesicht und eigentlich sehen ihre Beine auch gar nicht aus, als würde sie gerade einen Hochleistungslauf hinlegen. Trotzdem ist sie, während der Mann das alles überlegt, schon einige Meter vorausgehüppelt.

Der Mann legt einen Zahn zu. Er hat sich heute Abend ein wenig gehen lassen. Liegt wahrscheinlich weit hinter seiner üblichen Geschwindigkeit. Er nähert sich dem Laufopfer, während ihm ein merkwürdiger Druck in den Kopf steigt.

Die kleine Frau hüppelt weiter. Obwohl sie sich garantiert anstrengen muss, um soviel schneller als normal zu laufen, wird sie weder lauter noch roter. Ihre Schuhe sehen ziemlich schlimm aus – voller Schlamm, mit rissigen Nähten und abgeknickter Ferse. Mehr kann der Mann nicht mehr erkennen, denn die Luft geht ihm aus, und er fällt zurück. Als er die Kontrolle über seinen Atem lockert, hört er ein Altmännerkeuchen. Irgendwas stimmt da doch nicht. Morgen geht er sicherheitshalber mal zum Arzt, sich gründlich durchchecken lassen.

Der Magische Mittwoch: Sandra Pulletz

Bis auf Weiteres stelle ich euch hier jeden Mittwoch einen neuen Autor vor, der für magische Geschichten verantwortlich zeichnet. Heute möchte ich euch Sandra Pulletz vorstellen, die mit mir in der Romanschmiede dazugelernt hat.

Vita

Sandra Pulletz wurde 1981 in Graz (Österreich) geboren und lebt mit ihrer Familie auch heute noch dort. Bereits als Kind entstand der Traum, irgendwann Autorin zu werden. Zurzeit schreibt sie hauptsächlich Jugendliteratur und Liebesgeschichten und arbeitet an verschiedenen Romanprojekten gleichzeitig. Auch so manche Kindergeschichte stammt aus ihrer Feder. Kurzgeschichten und Märchen schreibt die Autorin ebenfalls und veröffentlicht diese in Anthologien. Wenn Sandra nicht gerade am Schreiben ist, experimentiert sie mit Gewürzen und Kräutern in der Küche, malt oder zeichnet gerne.

Kontakt

Autorenseite auf FB: www.facebook.com/sandra.pulletz

Homepage/Blog: https://sasapull.wordpress.com/

 

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Und jetzt geht es ans Eingemachte! (Hmm, Rhabarberkompott … )

Liebe Sandra, in welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

Bisher habe ich in meinen Geschichten einige magische Wesen dabei. In „Highschool Halloween“ sind es ein Elf und eine Fee, die aufeinander treffen. Es gibt auch eine Party, auf der es nur so von magischen Wesen aller Art wimmelt.

In „Walpurgisnacht“ wimmelt es nur so von Hexen. Die magischen Kräfte sind eher natürlicher Art. Niemand hat einen Zauberstab oder so. Obwohl, ein Buch mit magischen Zaubersprüchen gibt es!

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Die magische Kraft wird von Generation zu Generation weitergegeben. Manche „einfache“ Zauber sind für jeden zugänglich. Zum Beispiel heilende oder anregende Kräuter.

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Sehr gerne war ich auf der Walpurgisfeier aus „Walpurgisnacht – Das magische Mal“. Ein stimmungsvolles Fleckchen mitten in der Natur. Lagerfeuer, Waldmeister-Bowle und ausgelassenes Tanzen mit anderen Hexen. Wenn nur nicht diese Störenfriede aufgetaucht wären …

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Ich glaube, das ist Ellie – eine Junghexe, die gerade darauf wartet, dass ihr Hexenmal erscheint. Erst dann darf sie mit den anderen die Walpurgisnacht feiern und auf ihrem Besen fliegen. Letzteres würde ich auch gerne ausprobieren, aber leider ist mein Hexenmal noch nicht aufgetaucht ;)

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

„Walpurgisnacht – Das magische Mal“ – eine süße Hexengeschichte für Jugendliche und Junggebliebene.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Ich würde gerne fliegen können! Dann könnte ich von Ort zu Ort reisen. Kostenlos und wann immer ich will.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Genaugenommen kann ich das wirklich bezahlen, denn bei mir wohnt ein irischer Kobold mit unbegrenztem Goldschatz!

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Der Magische Mittwoch: Eva-Maria Obermann

Bis auf Weiteres stelle ich euch hier jeden Mittwoch einen neuen Autor vor, der für magische Geschichten verantwortlich zeichnet. Heute habe ich die wunderbare Mit-Norne Eva-Maria Obermann zu Gast.

Vita

Am Rande der Pfalz 1987 geboren, waren Bücher für Eva-Maria Obermann von Kindesbeinen an wichtige Begleiter und Inspiration für eigene literarische Gehversuche. Über Umwege traute sie sich, diesem Schreibtrieb zu folgen. Nachdem sie ihr Studium in Literatur- und Medienwissenschaften mit Bestnote abgeschlossen hat, promoviert sie derzeit in der Literaturwissenschaft. Daneben führt sie einen Buchblog und schreibt weiterhin literarisch. Sie ist Mitbegründerin des Nornennetzes. Mit ihrer Familie lebt sie in einer kleinen Stadt in der Pfalz und liebt Lesen und Schreiben auch weiterhin.

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Und jetzt will ich euch nicht länger mit Details langweilen.

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

In Zeitlose gibt es eine magische Verbindung zwischen Zeitlinien. Meine Protagonistin Dora ist mit dem Leben des Waisenmädchen Nancea und deren Schicksal verknüpft. Nach und nach findet sie heraus, wie es dazu kam. Magie ist dabei zwar durchaus als Zauberei greifbar, aber in der Zeitebene, die in der Gegenwart spielt, eher mittelbar.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Eine genetische Prädisposition macht es zumindest einfacher. Aber die allein reicht nicht. Vielleicht ist es eher als Talent zu verstehen. Erlernt werden können die Grundzüge von vielen, wirklich meistern kann Magie aber nur, wer auch die Fähigkeit in sich trägt.

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Das darf ich an der Stelle noch nicht verraten, weil es im dritten Teil der Zeitlose-Reihe erst passiert, der nächstes Jahr erscheinen soll.

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Ganz generell? Ich hab es nicht so mit Einhörnern oder Drachen, Vampiren oder Meerjungfrauen. Viel lieber mag ich diese kleinen Effekte. Sprechende Tiere, magische Katzen, Hexen, Feen und Geister.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Da kann ich mich unmöglich festlegen, also nehme ich das erste Buch, bzw. die erste Reihe, die mich so richtig für Fantasy begeistert hat. Die Time-Master Trilogie von Louise Cooper, die es heute (leider) nur noch auf Englisch gibt.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Die Emotionen meiner Mitmenschen zu beeinflussen, um Tiefpunkte und Traurigkeit zu vertreiben.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Ich glaube, wer schlechte Emotionen in gute verwandeln kann, ist prädestiniert für eigene depressive Phasen. Da könnte ich nie ruhigen Gewissens sagen: „Kein Problem, das nehme ich gerne auf mich“. Es wäre aber die logische Konsequenz, so dass die Macht auch nicht zum Spaß, sondern eben sehr sorgfältig eingesetzt würde. Dieses Element des Bedenkens finde ich allerdings wieder sehr gut.

Vielen Dank!

 

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Kurzer Rückblick: Die RPC

Die Fotos hat alle der mich liebende und geduldig begleitende Mann gemacht. Dass man nur meine rechte Seite sieht, liegt daran, dass ich meine linke Gesichtshäfte – wie ungefähr alles – zu Hause vergessen habe. Um fünf war ich im Lesecafé auf der RPC eingeplant, da war vorher gerade noch Zeit für einen magischen Beruhigungstrank am Chaospony Stand.

Zur Lesung selbst waren tatsächlich einige Leute da, die ich noch nicht kannte, und die direkt, live und als Uraufführung erleben konnten, wie unorganisiert so eine Autorin sein kann. Requisiten? Liegen noch zu Hause. Länge der Lesung? Grob geschätzt. Headset? Zum Glück war ich dafür nicht verantwortlich und alles funktionierte deswegen genau so, wie es soll. Weggelaufen ist auch niemand, das werte ich als gutes Zeichen. Anschließend habe ich mir erst einmal eine Liste mit Dingen gemacht, an die ich schon dieses Mal hätte denken sollen, damit bei der Lesung auf der FeenCon alles ein wenig glatter läuft.

Viel haben wir aufgrund unseres knappen Zeitplans nicht gesehen, aber es war auf jeden Fall schön bunt. Ungefähr so:

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Abschalten

Zugegeben, meine Tage sind eigentlich immer voll mit tollen Dingen. Wenn ich nicht im Büro bin – und den Job liebe ich wirklich – treibe ich Sport oder sitze zu Hause an meinen Manuskripten. Wie heißt es so schön? Suche dir einen Job, den du liebst, und du wirst nicht einen Tag arbeiten.

Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Alles bringt Aufgaben mit sich, die nicht so lustig sind, und manchmal habe ich auch einfach mal keine Lust. Da braucht es dann Aufmunterung, Disziplin und Kaffee (und gelegentliche Bestechung), um mein Pensum trotzdem zu erfüllen.

Ein typischer Tagesablauf sieht so aus:

  • Aufstehen um 06:00 h; anziehen, Frühstück und Bürofutter vorbereiten, Katzen versorgen, Haushalt.
  • Um 08:15 h mache ich mich auf den Weg ins Büro
  • 09:00 – 16:00 h: Büro. Könnt ihr euch vorstellen: Nette Kollegen, Berge von Arbeit, mehr Kaffee. Eine halbe Stunde bezahlter Mittagspause muss auch sein. Später Heimweg, unterwegs oft ein kleiner Einkauf.
  • Zwischen 16:45 und 18:15, grob gerechnet, treibe ich meistens eine Art von Sport. Entweder im Fitnessstudio, oder ich gehe laufen. Natürlich nicht die ganzen neunzig Minuten, in diese Zeit fallen auch noch Umziehen und Duschen. Mal geht das etwas schneller, mal brauche ich zwanzig Minuten länger.
  • Danach bezwinge ich den restlichen Haushalt – gut, das Nötigste – und bereite das Abendessen zu, dass es meistens …
  • … so gegen 19:30 h gibt, inklusive einer kleinen Pause für Zeitschriften etc.
  • 20:00 – 22:00 h: Wieder nur so ein Näherungswert, aber in der Zeit sitze ich idealerweise am Schreibtisch und sauge mir hanebüchene Geschichten aus den Fingern. Eine muss es ja tun.

Tja, das sind dann also etwa sechzehn Stunden voll mit Action. Genug, um danach einfach nur tot ins Bett zu fallen. Aber das alleine reicht natürlich nicht. Ich brauche ein wenig Zeit, um abzuschalten und mich geistig auf den Feierabend einzustellen. Also haue ich mich noch einmal für mindestens eine halbe Stunde aufs Sofa, oft mit einer Katze auf dem Schoß, und starre an die Wand. Manchmal läuft eine Serie bei Netflix, manchmal schaue ich mir alte Forensik-Dokus an. Meistens kriege ich nicht viel dabei mit. Und, aber das ist eine geheime Schwäche – ich gönne mir so spät Abends gerne noch eine kulinarische Kleinigkeit: Eis, ein paar Nüsse oder Chips, ein alkoholfreies Bier oder einen Pudding. Quasi als Belohnung für einen weiteren langen Tag.

Also, dieses Nur-Sitzen-und-die-Wand-Anstarren kriege ich Abends richtig gut hin.  Für mehr ist zu der Zeit auch keine Energie mehr. Blöderweise ist das die Zeit, zu der der Mann allmählich immer aktiver wird. Dann möchte er sich unterhalten, zeigt mir Artikel oder erzählt, was er tagsüber Spannendes gelernt hat – wenn er beruflich unterwegs ist, ist das auch die Zeit, zu der wir noch einmal telefonieren. Und während er erzählt, bin ich ihm fast wehrlos ausgeliefert. Aber ich mag ihn. Also reiße ich mich noch einmal ein paar Minuten zusammen und posiere als aufnahmefähiges Individuum, bis es gegen 23:00 h Schlafenzeit wird. Das habe ich mir dann auch so richtig verdient. ^^

Und wie schaltet ihr so ab?

Der Magische Mittwoch: Gene Korn

Bis auf Weiteres stelle ich euch hier jeden Mittwoch einen neuen Autor vor, der für magische Geschichten verantwortlich zeichnet.  Bei der zweiten Ausgabe möchte ich euch die liebe Gene Korn vorstellen, die ich über unsere gemeinsame Schreiblehrerin Lea Korte und ihre Romanschmiede kennengelernt habe. Auf jeden Fall eine Autorin, auf die ich mindestens ein Auge haben werde!

Das trockene Gebein:

Vita

Gene Korn, geboren 1976, studierte Informatik und arbeitet als Softwareentwicklerin. Seit 2003 lebt sie mit Mann und zwei Kindern in Südhessen. Neben ihrer Arbeit widmet sie sich dem Schreiben von Gedichten und Geschichten.

Und jetzt kommen wir zum spannenden Teil des Magischen Mittwochs!

 

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

Menschen und Drachen sind magisch miteinander verbunden. Einige Menschen können Drachen werden, einige Drachen können Menschen verwandeln.

Ewigjunge Elfchen können durch ihren Jugendstaub alles verjüngen, was sie vor allem an sich selbst gerne anwenden.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Genetische Prädisposition.

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Ein Elfchen wirft mit Jugendstaub um sich, woraufhin sich das Blätterdach des Baumes in Knospen zurückzieht bzw. teilweise auflöst und das darauf ruhende plumpe Drachenbaby, plötzlich schwerelos, durchscheinend und filigran, davonschwebt.

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Drachen in allen Formen und Farben.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

„The Bakers Boy“ (J.V.Jones)

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Mich verwandeln zu können.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Am Liebsten natürlich nichts. Wenn nötig meine Sprachfähigkeit. Schließlich bleibt mir dann immer noch das Zehn-Krallen-Schreiben.

Erinnerung: Lesung auf der RPC!

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Nächstes Wochenende findet in Köln die RolePlay Convention statt – und Andrea, Bob und ich sind dabei! Andrea leider nur im Geiste, aber man kann nicht alles haben. Ab fünf lese ich eine halbe Stunde im Lesecafé aus „Andrea die Lüsterne und die lustigen Tentakel des Todes“, beantworte Fragen und stehe auch sonst für den einen oder anderen Schabernack zur Verfügung. Falls ihr die langweilige Person hinter diesem aufregenden Roman immer schon live erleben wolltet, ist das eure Chance!

Und für alle Unentschlossenen hier noch einmal der Klappentext:

Verdammt! Da freut sich Andrea eigentlich auf eine heiße Nacht mit dem Typen aus dem Supermarkt und dann findet sie stattdessen ein Alien im Keller. Dieser Oktopus für Arme spioniert doch tatsächlich die Erde aus, um eine interstellare Invasion vorzubereiten! Der hat sie doch nicht mehr alle! Das kann Andrea natürlich nicht erlauben. Glücklicherweise hält sich das Tentakelwesen selbst für einen begnadeten Komiker und träumt von einer Karriere im Fernsehen. Dafür würde er sogar seine Pläne zur Kolonialisierung der Erdenbewohner aufgeben. Andrea bleibt nur eine Wahl: Sie muss die lustigen Tentakel des Todes groß rausbringen und so die Welt retten.

Ein absurd-heiterer Roman.

Buch und/oder Leseprobe findet ihr auf der Seite des herausragenden, feinen Chaospony Verlags!

*** NEU *** Der magische Mittwoch: Lars Mielke

Bis auf Weiteres stelle ich euch hier jeden Mittwoch einen neuen Autor vor, der für magische Geschichten verantwortlich zeichnet. Den Auftakt macht, weil er so spontan und fix geantwortet hat, mein geschätzter Kollege beim Chaospony Verlag, Lars Mielke.

Lars Mielke

Zuerst die schnöden Fakten:

Vita

Lars Mielke, 1970 in Hessen geboren, studierte Betriebswirtschaftslehre und arbeitete mehr als fünfzehn Jahre bei einer großen Versicherung in der Unternehmenskommunikation. Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn lebte er fünf Jahre in Südkorea. Plötzlich ein »Ausländer« zu sein und 11,000 Kilometer von Deutschland entfernt in einer andersartigen Kultur zu leben, hat ihn nachhaltig geprägt. Fremdenhass ist ihm ein Gräuel, und die aktuelle politische Entwicklung in Deutschland empfindet er als äußerst bedenklich. Beruflich hat er viel über den Klimawandel und die damit einhergehenden Naturkatastrophen gelernt. Beide Themenfelder hinterlassen auch in der von ihm erschaffenen Fantasywelt deutliche Spuren.

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Uuuund … LOS GEHT’S!

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

In „Die Perlen der Bajar“ kommt Magie auf unterschiedlichste Weise vor. Die Bajar können mit Hilfe magischer Perlen neue Welten erschaffen. So ist zum Beispiel unsere Erde eine von den Bajar erschaffene Welt.

Innerhalb ihrer Welten hat jeder Bajar eine Art Superkraft. Vom Teleportieren bis hin zur Pflanzenbeeinflussung gibt es da nichts, was es nicht gibt.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Nur Bajar und Gnome können bislang in meinen Geschichten Magie wirken. Die Bajar sehen zwar aus wie Menschen, sind aber eine eigene Gattung. Wenn man es ganz genau nimmt, sind sie die Schöpfer der Menschen. Magie ist also in meinen Geschichten ein genetisches bedingtes Geschenk.

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Das Erschaffen von vielen unterschiedlichen Welten hat am meisten Spaß gemacht. Diese Welten zu ersinnen und sie dann zu Papier zu bringen war einfach nie langweilig. Und ich habe noch so viele Ideen für weitere Welten, dass ich damit noch jede Menge Bücher füllen kann.

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Ents oder Treants sind meine absoluten Favoriten. Sie sind gemächlich, behäbig, besonnen … aber wenn sie mal aus der Ruhe gebracht werden, sind sie eine unaufhaltsame Naturgewalt.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Ich bin ein alter Sack und mit dem Herrn der Ringe groß geworden. Ich kann nicht mal mehr zählen, wie oft ich diese Bücher gelesen habe. Keine leichte Kost und zeitweise wirklich zäh … aber dennoch ein wirklich epochales Werk.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Es gibt so viele tolle Fähigkeiten. Aber ich würde mich wohl für die Teleportation entscheiden. Mal flugs meine Familie besuchen, mit einem Augenaufschlag an einem Strand in Hawaii stehen, im nächsten Moment irgendwo im Himalaya … das könnte mir gefallen.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Sämtliche Einnahmen meines ersten Buches. *lachtränenwegwisch*

Brückentage und andere Unstimmigkeiten im Betriebsablauf

Seit ich regulär im Büro arbeite, habe ich Brückentage hassen gelernt. Oder generell verkürzte Wochen. Woanders mag das vielleicht ganz lustig sein, aber bei uns werden fast aus Prinzip keine einzelnen freien Tage gewährt. (Als ich anfing, musste man noch seinen kompletten Jahresurlaub am Stück nehmen – und kommt mir nicht mit Gesetzen und so, hier ticken die Uhren anders. ^^ ) Dafür sind in den verkürzten Wochen die Klienten extralästig, denn natürlich brauchen sie alle ihre Fälle trotzdem zeitnah bearbeitet und rufen einfach noch öfter an als sowieso schon. Die Anrufe selbst bekommen wir zum Glück als Übersetzer nicht mit, da haben wir uns erfolgreich zur Wehr gesetzt, aber nach jedem Anruf kommt pflichtschuldigst ein Kollege aus einem der Sekretariate zu uns herüber: „Klient XYZ braucht seine Übersetzung unbedingt bis Donnerstag, kriegt ihr das hin?“ Und eine halbe Stunde später: „Klient XYZ hat schon wieder angerufen, geht vielleicht auch Mittwoch?“

Während also der Mann sich wohlig erst im Bett, dann bei den Katzen auf dem Sofa räkelt, bin ich in aller Herrgottsfrühe ins Büro gepilgert, um gemeinsam mit den Kolleginnen die Berge an sinnbefreiter Arbeit zu bezwingen. Und das fällt mir heute noch ein wenig schwerer als sonst, denn mein rechtes Ohr tut weh, und ich höre da auch nicht so gut wie sonst.

Was macht eine verantwortungsbewusste Erwachsene also? Natürlich Tee trinken und hoffen, dass es wohl von selbst wieder besser wird. ^^

Zum Glück haben wir uns eine eigene kleine Kaffee-Ecke eingerichtet, mit Wasserkocher und einem halben Dutzend Teesorten, damit wir auch nicht dehydrieren. Aber ob Sport heute nach der Arbeit so eine gute Idee ist? Wohl eher nicht, ich würde eher auf Erholung setzen. Oder auf Überstunden, falls sich die Arbeit stapelt. Schreibtisch ist ja fast so bequem wie Bett, nicht wahr?

Nachdem ich jetzt also ausgiebig gejammert habe, lasst euch noch gesagt sein, dass hier in nächster Zeit einige Veränderungen anstehen. Zum einen muss ich alles mal DSGVO-dicht machen (irgendwas mit Datenschutz und so, sehr kompliziert und überhaupt nicht spannend) – und zum anderen gibt es ab übermorgen eine spannende Serie hier: Den MAGISCHEN MITTWOCH. Mal schauen, wie lange das wohl läuft. Bleibt gespannt!

Nornenbücher sind Wanderbücher!

Nicht alle, aber einige. Ich zitiere mal das „Wie“:

Wir schicken einige unserer Nornenbücher auf Wanderschaft. Ihr könnt euch hier einfach bewerben und mitlesen. Die Autorin selbst schickt das Buch los zur ersten Lesestation, ihr habt dann vier Wochen Zeit (wenn es mal länger dauern sollte, kein Problem, aber sagt dann bitte hier oder direkt bei der Autorin Bescheid). Danach schickt ihr das Buch an die nächste Adresse und am Ende wird es wieder zur Autorin geschickt. Beim Lesen dürft ihr anstreichen und kommentieren, kleine Skizzen an den Rand malen oder auch Fragen stellen. Macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem, zu einem gelesenen Buch, in dem jeder die Eindrücke des anderen nachvollziehen kann. Und ja, wir freuen uns auch über Kritik, denn direkte Lesermeinungen bekommen Autoren ja doch selten. Ganz genial ist, wenn ihr nach dem Lesen irgendwo noch eine Rezension verfasst. (Das ist ein Wunsch von uns Autorinnen, aber kein Muss, um mitzumachen.)

Ihr könnt euch für das Buch eurer Wahl hier bewerben, da sind auch alle Bücher kurz vorgestellt. Viel Vergnügen!