Alles hat ein Ende

Zwei Paar Füße am sandigen Rheinufer im Wasser
Urlaubsfeeling

Das war ein kurzer Kurzurlaub. Nach einem Abstecher in die Cocktailbar gestern Abend gab es heute noch zwei Pflichtveranstaltungen: Den Haribo-Werkverkauf und das Rheinufer. Wie immer haben wir beim Abschied mehr Pläne, als wir beim Wiedersehen hatten. Keine Zeit für Langeweile.

Glücklicherweise leben wir in einem vielfältigen Land mit tollen Urlaubszielen, sogar vor der eigenen Haustür, und mit spannenden Details, die man entdecken kann – sogar ohne Reiseführer. (Ja, das Internet macht alles leichter.)

Ein wenig kreativ ausgetobt haben wir uns auch noch. Jetzt liege ich in erster Linie in der Ecke und erhole mich von soviel Sonne, Spaß und Bewegung. Ich muss mich wirklich mehr um meine Fitness kümmern, sonst werde ich irgendwann zu alt für diesen Schabernack. ^^

PS: Natürlich wird das eine oder andere in meinen Geschichten auftauchen. Für Autor*innen ist alles Recherche.

Was man nicht alles so gesehen haben muss …

Ich bin im Rheinland ja quasi ein Neuling, ich lebe hier erst seit etwa 18 Jahren. Wenn ich also mit einer Freundin vor Ort eine Touristentour machen will, brauchen wir touristische Informationen.

Diesmal wollten wir es etwas anders angehen. Vorab hatte ich ein Buch bestellt: „111 Orte im Siebengebirge“, die man gesehen haben muss“ – und ich muss ja mal sagen, „muss“ ist in diesem Zusammenhang schon ein hartes Wort.

Wir haben vorab einige Dinge ausgesucht, dann anhand der Karten im Buch kleine Teiltouren geplant und sind losgefahren.

Die „Reste einer alten Festung“ waren ein mit Ziegelsteinen und Graffiti verstärktes Gemäuerchen von der Größe zweier Bierkisten mitten im Wald.

Das ehemalige Fürstenbad? Ein leerstehender Kasten mit vielleicht vier Metern Kantenlänge und lieblos restaurierten „Buntglas“-Fenstern.

Man leidet jetzt nicht außerordentlich, wenn man sich so etwas anguckt – außer bei 35 Grad in der prallen Sonne – aber erhabenes Seelenheil wollte sich bei uns partout auch nicht einstellen.

Dafür haben wir ein kleines Café gefunden, das exzellenten Kaffee hatte (Karlottas Kaffee und Lieblingskram) und konnten gegen Ende des Tages auf einem ungeplanten Abstecher sogar noch ein Stück leckeren Kuchen ergattern.

Unsere Abenteuer werden eben nie langweilig. ^^

Diese Kirche war, glaube ich, das einzige Highlight des Buches – wenigstens von den Dingen, die wir ausprobiert haben. An allen 111 Stellen waren wir heute nicht.

Von frechen Früchten und ambitioniertem Gemüse

Weißer Hintergrund, darauf ein Pappschnipsel mit der Aufschrift CHEF-TOMATE.

Fragt ihr euch auch manchmal, was in den Köpfen von Werbemenschen und Verpackungsdesignern vorgeht? Fühlen die sich auch wohl manchmal missverstanden so wie Büromenschen, die eine völlig überflüssige E-Mail schreiben, bei der sie schon wissen, dass der Inhalt für dem Empfänger nicht hilfreich ist?

„Wir müssen diese Tomaten, die rot und völlig durchschnittlich sind, irgendwie von allen anderen roten und völlig durchschnittlichen Tomaten absetzen!“

Und dann hat man sie … die CHEF-TOMATE.

Wobei, wenn ich leichtfertig einen halben Tag in der Sonne verbringe, könnte ich mir das auch ans Revers heften. ^^

Arbeitsteilung

Der Mann und ich sind inzwischen seit dreizehn Jahren zusammen. Wie jedes gute Paar haben wir im Lauf der Zeit eine Art Arbeitsteilung entwickelt:

Ich kümmere mich um die Mahlzeiten, er bringt den Müll raus.

Ich füttere morgens die Katzen, er schickt mir tagsüber aus dem Home Office lustige Katzenbilder.

Ich plane andauernd neue absurde abwegige Dinge, er bremst mit allen vier Extremitäten fest in die Erde gestemmt und würde am liebsten gar nichts verändern.

Stellt euch das so vor, als würde ein enthusiastischer großer sabbernder Hund mit aller Macht vorwärts zerren, während am anderen Ende der Leine ein kleiner sturer Esel hängt.

Wir kommen vorwärts, aber langsam. Was nicht unbedingt blöd ist, denn so fallen wir auch nicht über unerwartete Klippen. Ich glaube, ab und zu hat des Mannes Vorsicht mich schon vor spannenden, aber unglücklichen unfreiwilligen Abenteuern bewahrt. Er wiederum ist, mir sei Dank, immer mal wieder gezwungen, etwas Absurdes Neues auszuprobieren. Das ist mein komplett selbstloser Beitrag zur Alltagsverbesserung. Denn wie heißt es so schön in „Findet Nemo“? „Du kannst ihm doch nicht versprechen, dass ihm nie etwas passiert. Dann passiert ihm ja nie etwas!“

Zwei Tage Vollgas

Die Staycation naht. Das Büro macht Donnerstag und Freitag wegen Opferfest dicht, die Beste hat noch Urlaub. Und wenn wir schon nicht wegfahren können, machen wir eben hier die Gegend unsicher.

(Notiz: Mir ist klar, dass wir wegfahren DÜRFTEN. Wir haben auch lange überlegt, ob wir irgendwas in die Richtung machen wollen – Hausboot im Naturschutzgebiet oder kleine Insel, auf der nur Schafe wohnen. Da wir aber beide mit Risikopatienten zu tun haben und auch so ganz gerne atmen, lassen wir die Kurzreise dieses Jahr trotzdem ausfallen. Nur weil man etwas tun darf, heißt das nicht, dass man es tun MUSS.)

Auf jeden Fall werden wir uns von Mittwoch Abend bis Samstag Morgen eher nicht altersgemäß verhalten und dabei hoffentlich viel Spaß haben. Drückt mal die Daumen, dass das Wetter mitspielt.

Bis dahin ist allerdings noch zwei Tage richtig Gasgeben angesagt. Zum einen hat sich das Büro/Gästezimmer/Schneckenrefugium mal wieder in eine Gerümpelkammer verwandelt, und wenigstens das Bett sollte ich freiräumen. Ein Großeinkauf ist auch noch angesagt, damit ich mich bis zum Wochenende nicht mehr kümmern muss. Außerdem findet die jährliche Zahnreinigung statt, damit ich auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann, und IRGENDWER hat mal wieder die Steuererklärung bis zur letzten Minute aufgeschoben. Ist ja nicht so, als ob die jedes Jahr gemacht werden müsste. Oder als ob ich nicht fast schon sieben Monate dafür Zeit gehabt hätte. Tja.

Also heute und morgen Vollgas, damit wir danach ohne schlechtes Gewissen ein paar schöne Abenteuer erleben können. Ich halte euch auf dem Laufenden! ^^

Lazy Sundays

Es gab so viele Dinge, die ich heute hätte tun können. Stattdessen habe ich auf dem Sofa gelegen, Podcasts gehört und „Frankenstein“ ausgelesen. Ein sehr wortlastiges Buch – gut, das klingt lächerlich. Man merkt bei der Lektüre, dass es damals weniger Konkurrenz um die Aufmerksamkeitsspanne von Leuten gab. Im Vergleich zum Rest des Buches wirkt das Ende dann fast schon gehetzt – die letzten zwanzig Prozent hätten ruhig detaillierter und doppelt so lang sein können, auch wenn ich dann heute mit dem Lesen nicht fertiggeworden wäre.

Sogar ums Laufen habe ich mich heute gedrückt, denn ich finde: Faul sein muss auch mal. Außerdem hat meine bequeme Hose sich jetzt schon so an mich gewöhnt, und man soll ja auch nicht zu spät zu Abend essen. Ab morgen bin ich dann wieder vollkommen erwachsen und vernünftig. Vorher gibt es heute Abend allerdings noch Würstchengulasch.

Wie sieht euer perfekter fauler Sonntag aus?

Achtbeinige Freaks!!!

Es ist reiner Zufall, dass wir gerade diese Woche den Film „Arac Attack“ (Original: Eight Legged Freaks) gesehen haben, ich schwör! Auf jeden Fall drang aus dem Badezimmer vor wenigen Minuten ein nicht ganz damenhafter Schrei. Und das, obwohl er von mir kam! In dem Korb, in dem wir unsere 30-Grad-Wäsche sammeln, hatte ich nämlich etwas mit Beinen entdeckt, das definitiv keine Stumpfhose war. Das Krabbeltierchen hatte wahrscheinlich Glück, dass es nicht mit den Klamotten in der Waschmaschine gelandet war. Andererseits – und nu?

Wer mich kennt, weiß: Ich habe Angst vor Spinnen. Da Spinnen da allerdings nichts für können, haue ich sie in den meisten Fällen nicht platt, sondern entlasse sie in die Freiheit außerhalb unserer Wohnung, die ihnen eh nicht gefallen würde – allein diese Wandfarbe! Wer würde sich schon weiß aussuchen??? Da sieht man doch sämtliche Fußspuren drauf!

Der Mann reagierte auf meinen Schrei auf die vertraute Art – er brachte Glas und Pappe und leuchtete mir die Ecken aus, damit ich besser sehen könne, wer mir da ins Gesicht springt. Kurz darauf hatte ich unsere kurzfristige Mitbewohnerin unter (Glas-)Dach und Fach, sorgfältig mit Pappe versiegelt, und mehrfach fotografiert. Dann brachten wir sie hinunter vors Haus.

(Normalerweise entlassen wir Viecher auf den Balkon, aber dafür war diese uns zu lebhaft und so.)

Und jetzt muss ich sagen: Das Biest hatte Glück. Nämlich insofern, als dass ich sie erst gegooglet habe, NACHDEM wir sie rausgesetzt hatten. Das Internet verriet uns nämlich, dass es sich bei der Nicht-so-Kleinen vermutlich um eine sogenannte Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) handelt. Die sind in Deutschland noch gar nicht so lange heimisch, erst seit etwa 2005. Und sie neigen dazu, Menschen zu beißen. Das finde ich gar nicht cool, muss ich sagen. Was soll ich mit Spinnensuperkräften? Ich habe Höhenangst und würde mich ständig vor mir selbst erschrecken. Und die Ernährung ist auch etwas einseitig …

Sei dem wie auch immer, einige Leute vermuten, dass die Wanderung der Nosferatu-Spinne gen Norden mit dem Klimawandel zu tun haben könne, denn eigentlich ist sie in wärmeren Mittelmeergefilden und in Nordafrika heimisch.

Ob diese Info Leute überzeugt, sich endlich stärker für den Klimaschutz einzusetzen?

Zehn Dinge, die ich an mir mag

Natürlich muss es auch die andere Liste geben. Zehn Dinge, die ich an mir mag. Spontan behaupte ich mal, diese Liste dürfte mir leichter fallen. Im Gegensatz zu vielen Leuten, die ich kenne, bin ich mit mir selbst überwiegend im Reinen. Schauen wir mal.

  1. Ich bin lustig.
  2. Mir fallen oft absurde Geschichten ein. (Und am Ende sind sie immer alle tot.)
  3. Meine Sommersprossen sind toll.
  4. Außerdem bin ich sehr hilfsbereit.
  5. Ich glaube an das Gute im Menschen. (Um genau zu sein, glaube ich, dass Menschen nicht per se böse sind, sondern meistens höchstens dumm.)
  6. Ich kann gut mit Sprache und Sprachen umgehen. Natürlich ist noch Luft nach oben, aber wenn ich ein ausdrückliches Talent habe, dann dieses hier.
  7. Meine Selbstdisziplin ist auch nicht ohne – nicht nur im Schreiben, sondern auch wenn es um Sport geht, zum Beispiel. Ich bin vielleicht nicht die Beste, aber ich tauche immer wieder auf.
  8. Oh, und ich kann ziemlich gut kochen und backen. Eigentlich sollte ich mir dafür mehr Zeit nehmen, aber es gibt so viele spannende Dinge zu tun!
  9. Ich mag meine Augen – die Farbe, die Form und die Tatsache, dass sie mich nur gaaaaaaaaaaaanz langsam im Stich lassen. (Dafür sehe ich mit Brille unglaublich clever aus.)
  10. Und zu guter Letzt bin ich Optimistin. Sogar an schwierigen Tagen. Sogar wenn alles ätzend aussieht. Und meistens gibt die Entwicklung mir Recht.

Zehn Dinge, die ich an mir hasse

Puh, das ist schwierig. Eigentlich hasse ich gar nichts an mir. Aber manche Dinge sind schon lästig. Ich denk mal drüber nach …

  1. Meine Haut ist eine kleine Diva. Coronamaskenpickel? Ja bitte! Also, danke nein, aber ja bitte! Dabei dachte ich, ich hätte meine Hautpflege zur Abwechslung endlich mal im Griff.
  2. Ich bin oft unentschlossen und verpasse dadurch Gelegenheiten.
  3. Ich bin extrem schüchtern. Fast schon verklemmt. (Höre ich da wen lachen?)
  4. Manchmal bin ich unfair zu Leuten, einfach weil ich einen schlechten Tag habe.
  5. Und diesen Altpapierhaufen werde ich nie besiegen. Ja, ich bin eine schlechte Hausfrau.
  6. Es fällt mir schwer, emotionale Nähe auszudrücken.
  7. Außerdem bin ich ziemlich vergesslich.
  8. Meine Knie sind irgendwie lappig und ein wenig unförmig. Ich fürchte, im Alter gewinnt die Schwerkraft an ungewöhnlichen Orten.
  9. Und ich habe einen etwas ungleichmäßg wachsenden, dafür tiefschwarzen Vollbart. Darauf hat mich auch niemand vorbereitet.
  10. Ich bringe viele Dinge nicht zuende. (Im Gegensatz zu dieser Liste.) Mein Schreibtisch und sämtliche Schubladen sind voll mit angefangenen Projekten.

 

Ach, also, eigentlich ist das alles gar nicht so schlimm. Was meint ihr? ^^

Self-Care, weil es sich gerade anbietet

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„Self-Care“ klingt wie so ein neumodischer Luxus-Kram für Millenials, oder? Bunte Kerzen, Kombucha und so Zeug. Niemand hat gegenwärtig Zeit dafür – geschweige denn Geld.

Aaaaber.

„Self-Care“ ist nicht nur so’n Schnickschnack.

„Self-Care“ bedeutet, dass man sich um sich selbst kümmert. Dass man also dafür sorgt, dass man hat, was man braucht, um möglichst gesund zu sein – körperlich und emotional.

Für mich gehört dazu, ausreichend zu trinken und meine Schilddrüsentabletten regelmäßig zu nehmen und Zähne zu putzen, obwohl ich keine Lust habe. Und darauf zu achten, dass ich mindestens sieben Stunden Schlaf kriege. Hautpflege, ausreichend Gemüse und Proteine essen, ein ordentliches Kopfkissen – dieser ganz normale Quatsch eben.

Gut, außerdem versuche ich, mich jeden Tag mindestens eine halbe Stunde zu bewegen (laufen, spazierengehen, eventuell Krafttraining, selten schwimmen). Ich manage meine Termine so, dass ausreichend freie Nachmittage und Wochenenden bleiben. Und ich sollte eigentlich mehr meditieren. Nicht, weil es mir soviel Spaß macht, sondern weil es mir besser geht, wenn ich es regelmäßig tue. Das fällt jetzt vielleicht schon unter „Schnickschnack“.

Gerade in der aktuellen Situation gehört auch dazu, darauf zu achten, was mich mehr stresst als in Nicht-Pandemie-Zeiten. Ich reduziere Einkaufstouren, plane Besorgungsfahrten mit freien Tagen dazwischen und erspare mir manchen Trip in die Stadt, indem ich (nein, keine Schande auf mein Haupt) einige Dinge bestelle und nach Hause liefern lasse, anstatt durch die Läden zu hopsen.

Für andere Leute könnte „Self-Care“ ganz anders aussehen: Öfter Freunde treffen, damit einem nicht die Decke auf den Kopf fällt. Die Tagesroutine so umstellen, dass man morgens nicht direkt Stress hat. Mehr Pflanzen in die Wohnung stellen. Den Kaffeekonsum reduzieren.

Nur ist es leider oft so, dass es so viele Anforderungen (und so begrenzte Ressourcen) gibt, dass man sich vielleicht schwer damit tut, das eigene Wohlergehen zu priorisieren. Passiert mir oft genug, und nach ein paar Tagen bin ich dann ein schlechtgelauntes und matschiges Wesen, dem man besser aus dem Weg geht. Umso ungünstiger, wenn ich mich bei vollem geistigen Bewusstsein in diese Sackgasse manövriert habe, weil ich Abends lieber auf dem Sofa versacke, anstatt schlafen zu gehen, und lange Fastfood-Strecken einlege.

Wie ich das vermeide? Nun, ich stelle mir vor, mein Körper sei ein Haustier, um das ich mich kümmere. Haustiere kriegen ja auch nicht immer, was sie wollen (nein, Kurt, erst recht keine Pizza!), sondern das, was für sie gut ist. (Eine andere Quelle hat vorgeschlagen, so zu tun, als sei man ein Dämon, der diesen menschlichen Körper bewohnt und versucht, sich um seine menschliche Hülle zu kümmern, damit sie möglichst lange hält. Ich verurteile da niemanden.) Klappt nicht immer, aber schon ziemlich oft.

Und wenn mir nach Luxus ist? Gönne ich mir eben eine Pediküre.

Was sind eure Self-Care-Must-Haves?

(PS: Keine Sorge, demnächst geht es auch wieder mit den leichten Nonsense-Posts weiter.)