Zwei Tage Vollgas

Die Staycation naht. Das Büro macht Donnerstag und Freitag wegen Opferfest dicht, die Beste hat noch Urlaub. Und wenn wir schon nicht wegfahren können, machen wir eben hier die Gegend unsicher.

(Notiz: Mir ist klar, dass wir wegfahren DÜRFTEN. Wir haben auch lange überlegt, ob wir irgendwas in die Richtung machen wollen – Hausboot im Naturschutzgebiet oder kleine Insel, auf der nur Schafe wohnen. Da wir aber beide mit Risikopatienten zu tun haben und auch so ganz gerne atmen, lassen wir die Kurzreise dieses Jahr trotzdem ausfallen. Nur weil man etwas tun darf, heißt das nicht, dass man es tun MUSS.)

Auf jeden Fall werden wir uns von Mittwoch Abend bis Samstag Morgen eher nicht altersgemäß verhalten und dabei hoffentlich viel Spaß haben. Drückt mal die Daumen, dass das Wetter mitspielt.

Bis dahin ist allerdings noch zwei Tage richtig Gasgeben angesagt. Zum einen hat sich das Büro/Gästezimmer/Schneckenrefugium mal wieder in eine Gerümpelkammer verwandelt, und wenigstens das Bett sollte ich freiräumen. Ein Großeinkauf ist auch noch angesagt, damit ich mich bis zum Wochenende nicht mehr kümmern muss. Außerdem findet die jährliche Zahnreinigung statt, damit ich auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann, und IRGENDWER hat mal wieder die Steuererklärung bis zur letzten Minute aufgeschoben. Ist ja nicht so, als ob die jedes Jahr gemacht werden müsste. Oder als ob ich nicht fast schon sieben Monate dafür Zeit gehabt hätte. Tja.

Also heute und morgen Vollgas, damit wir danach ohne schlechtes Gewissen ein paar schöne Abenteuer erleben können. Ich halte euch auf dem Laufenden! ^^

Lazy Sundays

Es gab so viele Dinge, die ich heute hätte tun können. Stattdessen habe ich auf dem Sofa gelegen, Podcasts gehört und „Frankenstein“ ausgelesen. Ein sehr wortlastiges Buch – gut, das klingt lächerlich. Man merkt bei der Lektüre, dass es damals weniger Konkurrenz um die Aufmerksamkeitsspanne von Leuten gab. Im Vergleich zum Rest des Buches wirkt das Ende dann fast schon gehetzt – die letzten zwanzig Prozent hätten ruhig detaillierter und doppelt so lang sein können, auch wenn ich dann heute mit dem Lesen nicht fertiggeworden wäre.

Sogar ums Laufen habe ich mich heute gedrückt, denn ich finde: Faul sein muss auch mal. Außerdem hat meine bequeme Hose sich jetzt schon so an mich gewöhnt, und man soll ja auch nicht zu spät zu Abend essen. Ab morgen bin ich dann wieder vollkommen erwachsen und vernünftig. Vorher gibt es heute Abend allerdings noch Würstchengulasch.

Wie sieht euer perfekter fauler Sonntag aus?

Achtbeinige Freaks!!!

Es ist reiner Zufall, dass wir gerade diese Woche den Film „Arac Attack“ (Original: Eight Legged Freaks) gesehen haben, ich schwör! Auf jeden Fall drang aus dem Badezimmer vor wenigen Minuten ein nicht ganz damenhafter Schrei. Und das, obwohl er von mir kam! In dem Korb, in dem wir unsere 30-Grad-Wäsche sammeln, hatte ich nämlich etwas mit Beinen entdeckt, das definitiv keine Stumpfhose war. Das Krabbeltierchen hatte wahrscheinlich Glück, dass es nicht mit den Klamotten in der Waschmaschine gelandet war. Andererseits – und nu?

Wer mich kennt, weiß: Ich habe Angst vor Spinnen. Da Spinnen da allerdings nichts für können, haue ich sie in den meisten Fällen nicht platt, sondern entlasse sie in die Freiheit außerhalb unserer Wohnung, die ihnen eh nicht gefallen würde – allein diese Wandfarbe! Wer würde sich schon weiß aussuchen??? Da sieht man doch sämtliche Fußspuren drauf!

Der Mann reagierte auf meinen Schrei auf die vertraute Art – er brachte Glas und Pappe und leuchtete mir die Ecken aus, damit ich besser sehen könne, wer mir da ins Gesicht springt. Kurz darauf hatte ich unsere kurzfristige Mitbewohnerin unter (Glas-)Dach und Fach, sorgfältig mit Pappe versiegelt, und mehrfach fotografiert. Dann brachten wir sie hinunter vors Haus.

(Normalerweise entlassen wir Viecher auf den Balkon, aber dafür war diese uns zu lebhaft und so.)

Und jetzt muss ich sagen: Das Biest hatte Glück. Nämlich insofern, als dass ich sie erst gegooglet habe, NACHDEM wir sie rausgesetzt hatten. Das Internet verriet uns nämlich, dass es sich bei der Nicht-so-Kleinen vermutlich um eine sogenannte Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) handelt. Die sind in Deutschland noch gar nicht so lange heimisch, erst seit etwa 2005. Und sie neigen dazu, Menschen zu beißen. Das finde ich gar nicht cool, muss ich sagen. Was soll ich mit Spinnensuperkräften? Ich habe Höhenangst und würde mich ständig vor mir selbst erschrecken. Und die Ernährung ist auch etwas einseitig …

Sei dem wie auch immer, einige Leute vermuten, dass die Wanderung der Nosferatu-Spinne gen Norden mit dem Klimawandel zu tun haben könne, denn eigentlich ist sie in wärmeren Mittelmeergefilden und in Nordafrika heimisch.

Ob diese Info Leute überzeugt, sich endlich stärker für den Klimaschutz einzusetzen?

Zehn Dinge, die ich an mir mag

Natürlich muss es auch die andere Liste geben. Zehn Dinge, die ich an mir mag. Spontan behaupte ich mal, diese Liste dürfte mir leichter fallen. Im Gegensatz zu vielen Leuten, die ich kenne, bin ich mit mir selbst überwiegend im Reinen. Schauen wir mal.

  1. Ich bin lustig.
  2. Mir fallen oft absurde Geschichten ein. (Und am Ende sind sie immer alle tot.)
  3. Meine Sommersprossen sind toll.
  4. Außerdem bin ich sehr hilfsbereit.
  5. Ich glaube an das Gute im Menschen. (Um genau zu sein, glaube ich, dass Menschen nicht per se böse sind, sondern meistens höchstens dumm.)
  6. Ich kann gut mit Sprache und Sprachen umgehen. Natürlich ist noch Luft nach oben, aber wenn ich ein ausdrückliches Talent habe, dann dieses hier.
  7. Meine Selbstdisziplin ist auch nicht ohne – nicht nur im Schreiben, sondern auch wenn es um Sport geht, zum Beispiel. Ich bin vielleicht nicht die Beste, aber ich tauche immer wieder auf.
  8. Oh, und ich kann ziemlich gut kochen und backen. Eigentlich sollte ich mir dafür mehr Zeit nehmen, aber es gibt so viele spannende Dinge zu tun!
  9. Ich mag meine Augen – die Farbe, die Form und die Tatsache, dass sie mich nur gaaaaaaaaaaaanz langsam im Stich lassen. (Dafür sehe ich mit Brille unglaublich clever aus.)
  10. Und zu guter Letzt bin ich Optimistin. Sogar an schwierigen Tagen. Sogar wenn alles ätzend aussieht. Und meistens gibt die Entwicklung mir Recht.

Zehn Dinge, die ich an mir hasse

Puh, das ist schwierig. Eigentlich hasse ich gar nichts an mir. Aber manche Dinge sind schon lästig. Ich denk mal drüber nach …

  1. Meine Haut ist eine kleine Diva. Coronamaskenpickel? Ja bitte! Also, danke nein, aber ja bitte! Dabei dachte ich, ich hätte meine Hautpflege zur Abwechslung endlich mal im Griff.
  2. Ich bin oft unentschlossen und verpasse dadurch Gelegenheiten.
  3. Ich bin extrem schüchtern. Fast schon verklemmt. (Höre ich da wen lachen?)
  4. Manchmal bin ich unfair zu Leuten, einfach weil ich einen schlechten Tag habe.
  5. Und diesen Altpapierhaufen werde ich nie besiegen. Ja, ich bin eine schlechte Hausfrau.
  6. Es fällt mir schwer, emotionale Nähe auszudrücken.
  7. Außerdem bin ich ziemlich vergesslich.
  8. Meine Knie sind irgendwie lappig und ein wenig unförmig. Ich fürchte, im Alter gewinnt die Schwerkraft an ungewöhnlichen Orten.
  9. Und ich habe einen etwas ungleichmäßg wachsenden, dafür tiefschwarzen Vollbart. Darauf hat mich auch niemand vorbereitet.
  10. Ich bringe viele Dinge nicht zuende. (Im Gegensatz zu dieser Liste.) Mein Schreibtisch und sämtliche Schubladen sind voll mit angefangenen Projekten.

 

Ach, also, eigentlich ist das alles gar nicht so schlimm. Was meint ihr? ^^

Self-Care, weil es sich gerade anbietet

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Photo by Daria Shevtsova on Pexels.com

„Self-Care“ klingt wie so ein neumodischer Luxus-Kram für Millenials, oder? Bunte Kerzen, Kombucha und so Zeug. Niemand hat gegenwärtig Zeit dafür – geschweige denn Geld.

Aaaaber.

„Self-Care“ ist nicht nur so’n Schnickschnack.

„Self-Care“ bedeutet, dass man sich um sich selbst kümmert. Dass man also dafür sorgt, dass man hat, was man braucht, um möglichst gesund zu sein – körperlich und emotional.

Für mich gehört dazu, ausreichend zu trinken und meine Schilddrüsentabletten regelmäßig zu nehmen und Zähne zu putzen, obwohl ich keine Lust habe. Und darauf zu achten, dass ich mindestens sieben Stunden Schlaf kriege. Hautpflege, ausreichend Gemüse und Proteine essen, ein ordentliches Kopfkissen – dieser ganz normale Quatsch eben.

Gut, außerdem versuche ich, mich jeden Tag mindestens eine halbe Stunde zu bewegen (laufen, spazierengehen, eventuell Krafttraining, selten schwimmen). Ich manage meine Termine so, dass ausreichend freie Nachmittage und Wochenenden bleiben. Und ich sollte eigentlich mehr meditieren. Nicht, weil es mir soviel Spaß macht, sondern weil es mir besser geht, wenn ich es regelmäßig tue. Das fällt jetzt vielleicht schon unter „Schnickschnack“.

Gerade in der aktuellen Situation gehört auch dazu, darauf zu achten, was mich mehr stresst als in Nicht-Pandemie-Zeiten. Ich reduziere Einkaufstouren, plane Besorgungsfahrten mit freien Tagen dazwischen und erspare mir manchen Trip in die Stadt, indem ich (nein, keine Schande auf mein Haupt) einige Dinge bestelle und nach Hause liefern lasse, anstatt durch die Läden zu hopsen.

Für andere Leute könnte „Self-Care“ ganz anders aussehen: Öfter Freunde treffen, damit einem nicht die Decke auf den Kopf fällt. Die Tagesroutine so umstellen, dass man morgens nicht direkt Stress hat. Mehr Pflanzen in die Wohnung stellen. Den Kaffeekonsum reduzieren.

Nur ist es leider oft so, dass es so viele Anforderungen (und so begrenzte Ressourcen) gibt, dass man sich vielleicht schwer damit tut, das eigene Wohlergehen zu priorisieren. Passiert mir oft genug, und nach ein paar Tagen bin ich dann ein schlechtgelauntes und matschiges Wesen, dem man besser aus dem Weg geht. Umso ungünstiger, wenn ich mich bei vollem geistigen Bewusstsein in diese Sackgasse manövriert habe, weil ich Abends lieber auf dem Sofa versacke, anstatt schlafen zu gehen, und lange Fastfood-Strecken einlege.

Wie ich das vermeide? Nun, ich stelle mir vor, mein Körper sei ein Haustier, um das ich mich kümmere. Haustiere kriegen ja auch nicht immer, was sie wollen (nein, Kurt, erst recht keine Pizza!), sondern das, was für sie gut ist. (Eine andere Quelle hat vorgeschlagen, so zu tun, als sei man ein Dämon, der diesen menschlichen Körper bewohnt und versucht, sich um seine menschliche Hülle zu kümmern, damit sie möglichst lange hält. Ich verurteile da niemanden.) Klappt nicht immer, aber schon ziemlich oft.

Und wenn mir nach Luxus ist? Gönne ich mir eben eine Pediküre.

Was sind eure Self-Care-Must-Haves?

(PS: Keine Sorge, demnächst geht es auch wieder mit den leichten Nonsense-Posts weiter.)

Fassungs-los

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Photo by Thorn Yang on Pexels.com

Es gibt da diesen humorvollen und nur minimal sexistischen Spruch: „Frauen sind wie Diamanten – man muss sie mit Fassung tragen.“ Und wie bei Diamanten fangen auch bei Frauen die Probleme angeblich an, wenn sie fassungs-los werden. Ob das so ist, weil sie dann schwieriger festzuhalten sind?

Nun, unabhängig der Juwelenvergleiche gibt es natürlich auch bei mir Ansatzpunkte, wenn man mich denn gerne aus der Fassung bringen will. Und obwohl ich so eine zynische, garstige, abgebrühte Person bin, ist blanke Gemeinheit wohl der einfachste Hebel. Funktioniert umso besser, wenn sie von jemandem kommt, den ich mag und/oder dem ich vertraue. Stolz zur Schau gestellte Ignoranz kann mich auch fassungslos machen, wenigstens für den Moment. Mein Hirn braucht dann erst einen Moment, um abzugleichen, was die betreffende Person weiß und wie die Welt tatsächlich ist. Verschwörungstheorien sind für so etwas unglaublich gut geeignet (und zugegeben, ich konsumiere sie für den Unterhaltungswert unglaublich gerne). Und eine dritte Methode, mich aus der Fassung zu bringen, ist den Leuten vorbehalten, die ich mag: Die müssen dafür nur etwas Dummes machen, womit sie sich potenziell in Gefahr bringen.

Natürlich muss man dazu sagen, dass meine Fassung weniger ein eleganter Goldring ist und mehr so eine Art Schiffstau mit viel Spielraum. Was man da eigentlich drunter versteht – immer die passende Miene und die richtigen Gesten für die jeweilige Situation – liegt mir nicht. Ich habe keine Kontrolle über meinen Gesichtsausdruck und kann mich auch nur selten davon abhalten, etwas Unangemessenes zu sagen, wenn es mir eine Pointe bringt. Man kriegt eben die frische Landluft nicht aus dem Landei. (Was mich jetzt mehr oder weniger zu einem Windei macht, aber damit kann ich gut leben.)

Fassen wir also zusammen: Ein Diamant bin ich definitiv nicht. Vielleicht ein Kiesel, oder eine Kartoffel. Da passen Erbsen und Spiegelei auch viel besser zu als eine Goldfassung. Und findet ihr nicht, dass die Farben mir viel besser stehen? ^^

Durch das Fenster der PPNV betrachtet

PPNV ist natürlich der Private Personen-Nah-Verkehr – mit den Öffis zu fahren wird im Moment ja eher nicht empfohlen, wenn man es verhindern kann.

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Und da der Mann gegenwärtig von daheim arbeiten kann, schnappe ich mir für die knapp sieben Kilometer zur Arbeit im Moment morgens das Auto. Ja, eigentlich könnte man die Distanz auch mit dem Fahrrad zurücklegen, aber erstens habe ich keins und zweitens ist da ein fieser Berg mit einer Zwei-Kilometer-Steigung von knapp zehn Prozent, dafür müsste ich erst trainieren – wenn ich denn ein Fahrrad hätte.

Und obwohl ich gerne Auto fahre, vermisse ich die Öffis. Vor allem wegen der jetzt fehlenden Lesezeit. Das geht so schlecht, wenn man selbst am Steuer sitzt. Und Podcasts o.ä. fallen mir beim Autofahren schwer, weil ich mich doch ein wenig auf den Restverkehr konzentriere.

Im Moment bin ich übrigens doppelt so schnell am Büro wie sonst. Die Staus fallen nämlich weg. Schon erstaunlich, wer alles eigentlich nicht auf der Straße sein müsste. Zugegeben, wir auch nicht unbedingt, aber erklär das mal einer dem Chef. Wahrscheinlich sind viele der Leute, die sonst die Hauptverkehrsadern verstopfen, im Home Office. (Das stelle ich mir so vor, weil die Alternative wäre, dass all diese Leute ihre Stelle verloren hätten, das wäre nicht so schön.) Ich bin jedenfalls gespannt, ob diese modifizierte Arbeitsweise – inklusive freier Straßen – nach der Krise beibehalten bleibt. Und ja, dann fahre ich auch wieder mit Bus und Bahn. Irgendwann muss ich die ganzen Bücher ja auflesen, die sich bei mir stapeln.

Die Macht der Gewohnheit

Gerade im Moment, wo sich so viele Dinge ändern, sind Gewohnheiten etwas Merkwürdiges. Ich meine, in meinem Alltag ändert sich gar nicht soviel – noch müssen wir ins Büro, in den Wald darf man auch noch und ich schreibe sowieso allein zuhause. Für mich fallen die Fitnessstudiotermine und ein bis zwei Treffen mit Freunden aus, aber es gibt so viele Dinge zu erledigen, dass mir das bis jetzt noch gar nicht auffällt. Vielleicht braucht mein Gehirn auch nur länger, um zu begreifen, wie ätzend gerade alles ist.

Andere Gewohnheiten vermisse ich schon – Leute zur Begrüßung zu umarmen, nach dem Sport fix noch eine Kleinigkeit essen gehen. Und manche Dinge mache ich noch, obwohl man sie wahrscheinlich im Moment unterlassen sollte, wie etwas Tee oder Kaffee für die Kolleginnen mitzukochen oder die Handcremetube zu teilen. Es fällt mir auch schwer, mir nichts ins Gesicht zu fassen – das ist da halt! Ich habe sogar leichtfertig Bananenbrot für die Kolleginnen gebacken. Sind Backwaren sicher? Wer weiß. Soweit ich weiß, sind wir alle gegenwärtig gesund (schnell auf Holz klopfen!) und das Bananenbrot war ja im Ofen.

Zum Glück gehen diese Zeiten auch vorbei. Und bis dahin denke ich mir auch ein paar andere Dinge aus, um euch ein wenig aufzumuntern und abzulenken. Katzenfotos gehen immer, habe ich gehört.

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„Keine Paparazzi!“

Irrationale Ängste

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Irrationale Ängste? Kann ich. Erst einmal: Spinnen. Die Biester sind eigentlich total freundlich, nützlich und faszinierend – trotzdem habe ich riesigen Schiss vor ihnen. Natürlich tue ich ihnen nichts. Stattdessen setze ich sie artig auf den Balkon, wenn ich sie in unserer Wohnung finde. Sogar die riesigen Exemplare, die kaum noch unter das Wasserglas passen. Einmal hat eine Kreuzspinne auf unserem Balkon überwintert und den kompletten Wandschrank eingewebt, das war faszinierend. Und gruselig. Aber vor allem faszinierend.

Das Blöde an irrationalen Ängsten ist ja, dass sie nicht weggehen, nur weil einem klar ist, dass sie irrational sind. Oder wie ist das bei euch? Mein Hirn funktioniert so nicht. Wenn das einmal beschlossen hat, sich zu fürchten, hält es mit der familieneigenen Sturheit daran fest.

Wenn ich Treppen gehe beispielsweise. Ich meine, ich gehe ja schon ziemlich lange, und überwiegend erfolgreich. Und da ich Stufen zähle, als würde ich dafür bezahlt, weiß ich auch genau, wie viele Stufen es im Büro oder in unserem Wohnhaus gibt. Aber sobald das Licht aus ist – huch, da könnte sich ja ein bodenloser Schlund auftun, in den ich stürze und stürze und stürze und … – nicht? Lieber auf Nummer sicher gehen! Und schon klammert sie sich ans Geländer. Kann man nichts machen.

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