Autorenwahnsinn Tag 21: Pause! Womit prokrastinierst du?

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Womit ich prokrastiniere? Das ist ganz davon abhängig, wie schlimm es ist … oft hänge ich zwischendurch bei Facebook oder chatte, aber das eigentlich immer nur, wenn ich meine Gedanken für den nächsten Absatz oder das nächste Kapitel sortieren will. Wenn es ganz schlimm wird, putze ich allerdings. Ihr könnt also am Zustand unserer Wohnung immer direkt sehen, wie gut ich vorankomme. ^^

Autorenwahnsinn Tag 20: Deine neueste Autorenentdeckung

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Ich komme ja viel seltener zum Lesen, als ich gerne würde – das ist der Fluch, wenn man neben dem Schreiben noch einen Brotjob, den Haushalt und ein wenig gesundes Leben mit Sport unterbringen will. Aber ab und zu schnuppere ich doch in neue Bücher hinein, und in letzter Zeit waren tatsächlich diverse Goldstücke dabei, die ich euch nicht vorenthalten will:

  1. Auf der FeenCon habe ich mit einer Freundin zusammen Veronika Serwotka dabei zugehört, wie sie aus Wyvern vorgelesen hat – klang vielversprechend, möchte ich dringend beizeiten komplett lesen.
  2. Auf gut Glück habe ich außerdem gestern aus einer Grabbelkiste einen Thriller mitgenommen: Die Sünden meiner Väter von Liz Nugent. Der Einstieg in die Geschichte ist furios und die Stimmen der Erzähler hervorragend gemeistert.
  3. Zu guter Letzt hat Tarek Siddiqui mit Die dunklen Gründe eines der besten selbstveröffentlichten Bücher geschrieben, die ich bis jetzt in Händen hielt. Sehr empfehlenswert, und originell.

Autorenwahnsinn Tag 19: Hot! Hot! Hot! Ein heißes Zitat

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Nachdem ich etwa das erste Viertel meines aktuellen Manuskriptes damit verbracht habe, es den Leuten gut gehen zu lassen, habe ich natürlich auch genau das Richtige für euch.

Ich nahm die Schlüssel in Empfang, bedankte mich und betrachtete die Einrichtung des Zimmers, während der Concierge leise die Tür von außen ins Schloss zog. Luftige hellblaue Vorhänge bauschten sich vor einem schmalen Fenster. Ein Schrank aus honigfarbenem, sorgfältig lackiertem Holz stand in der Zimmerecke, und –
Falk legte die Hände um meine Taille und warf mich in hohem Bogen auf das schmale Bett.
Ich quietschte erschrocken.
Er warf sich neben mich und streckte sich, bis seine Hände das Kopfteil berührten. Seine Füße hingen von der Matratze. Es polterte dumpf, als seine Schuhe auf den Teppich plumpsten. Dann schlang er ein Bein um meine Taille und zog mich dichter an sich heran.
„So willst du deinen freien Tag verbringen?”, murmelte ich und presste mich dichter an ihn.
Seine Finger vergruben sich in meinem Haar. „Hast du etwa andere Pläne?” Er beugte sich vor und hauchte gegen die empfindliche Haut hinter meinem Ohr.
Ich kicherte, drehte mich in seinem Griff und ließ meine Hand über seinen Oberschenkel wandern. „Also, ein paar Minuten hätte ich schon über.”

 

Autorenwahnsinn Tag 18: Dein aktuelles Notizbuch

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Notizbücher … das ist so eine Sache. Ich habe Dutzende. Halbgefüllt, angebrochen, vollgekritzelt … es ist wie eine Sucht. Genau wie hübsches Briefpapier oder Postkarten. Aber diese beiden sind eigentlich immer in meiner Nähe: Ein altmodischer Papierkalender und mein Universallebensrettungsnotizbuch. Da kommt wirklich alles rein – Einkaufszettel, Adressen, Schreibideen, Plots, lustige Zeichnungen, mitgehörte Gespräche fremder Leute. Und so sieht das arme Ding auch aus.

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Autorenwahnsinn Tag 15: Lieblingssnacks im Sommer

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Lieblingssnacks im Sommer … beschränken wir uns mal auf die schreibtischtauglichen Snacks. Da wären natürlich Kaffee, Tee und selbstgemachte Limonade mit Minze vom Balkon. Ich esse während des Schreibens eigentlich selten, weil ich die Hände ja zum Tippen brauche. Falls mich dann aber doch die Naschsucht überkommt, gibt es diese grandiosen Schokobonbons, mit denen ich mich lange aufhalten kann.

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Autorenwahnsinn Tag 12: Abkühlung – ein erfrischendes Zitat

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Wenn ich so nach draußen gucke, wäre mir ein wärmendes Zitat ja lieber … aber Spielregeln sind Spielregeln. Was wäre also sinnvoller, als sich zwecks Abkühlung in den Winter zu begeben? Also ein Zitat aus „Spiegelsee“, das im tiefsten Dezember an einem kleinen, verwunschenen See spielt … die perfekte Gelegenheit für einen Spaziergang!

(…) Schließlich drehten wir um und machten uns auf den Weg zurück zur Hütte. Der Himmel hatte sich wieder zugezogen, die fahle Sonne war für heute verschwunden. Es wurde kälter. Im Dämmerlicht verschwanden kleine Äste und Wurzeln, der Weg wurde schwieriger. Erst direkt am Ufer waren die Unebenheiten wieder etwas besser zu erkennen.

Am Fuß einer steinernen Erhebung hielt ich inne und sah über den See zum Heim hinüber. Die Fenster waren warm erleuchtet. Von außen sah es fast schon heimelig aus. Aber ich hätte gewettet, die meisten Insassen wären lieber hier draußen.

Warte mal.

Irgendwas stimmte nicht.

Ich wollte mich umdrehen, um Falk nach seinem Eindruck zu fragen, da verschwand der Boden unter mir. Es war, als würden meine Füße in den See gesogen. Entsetzt riss ich die Arme nach oben und schnappte nach Luft. Ein Brausen und Fauchen erfüllte meinen Kopf. Dann verschluckte mich das Wasser.

Die Kälte schockte jeden Gedanken an Selbsterhalt aus meinem Körper. Meine Lederjacke wurde schwer wie Blei und zog mich nach unten. Ich zwang mich, die Augen zu öffnen, und sah um mich her Wirbel aus Waldboden und trübem Wasser. In meinen Ohren dröhnte es. Ein bleiches Gesicht sah mich aus hasserfüllten Augen an. Schwarze Haarsträhnen wanden sich um meine Arme und zogen mich in die Tiefe. ‚Schwimm!‘ flehte eine Stimme in meinem Kopf, aber da waren meine Arme und Beine bereits taub und meine Finger zu ungeschickt, um den Verschluss der Jacke zu öffnen. Meine Lunge brannte. Verzweifelt kickte ich und versuchte, mit den Armen Schwimmbewegungen zu machen. So tief sollte der See hier am Ufer doch gar nicht sein!

Eine Hand griff nach mir, erwischte meine Schulter und riss mich unsanft aus dem Wasser. Keuchend landete ich auf dem aufgewühlten Boden. Ich drehte den Kopf zur Seite und hustete. Dann übergab ich mich.

„Bist du okay?“ Falk kniete über mir, ebenfalls tropfnass. Schmale Rinnsale liefen über sein Gesicht.

„S-sicher“, zitterte ich. „Ich wollte n-nur sch-sch-schwimmen gehen.“

Vorsichtig setzte ich mich auf, den Geschmack von Erbrochenem auf der Zunge, und sah mich um.

Der Weg war verschwunden. Oder wenigstens das Stück, auf dem ich gerade noch am Ufer gestanden hatte.

Falk schüttelte den Kopf und hob mich auf, als wiege ich nichts. Erschöpft schloss ich die Augen und legte den Kopf an seine Brust. Mir war schwindelig und kalt. (…)

Na, erfrischt?