Über den Tellerrand hinauslesen

Es ist schon sehr, sehr lange her, da hatte ich mit meinem heißgeliebten Partner eine lebhafte Diskussion. Zusammengefasst meinte er, dass es nur wenige Länder gebe, die nennenswerte Literatur geschaffen hätten. Ich als Übersetzerin kann darüber natürlich nur die Nase rümpfen. Und da mit gerade danach ist, habe ich eine kleine Unterseite ins Leben gerufen, auf der ich versuche, für jedes Land der Erde ein Buch zu nennen, das ich gelesen habe. Die ist noch sehr nackt. Aber seht selbst: Literarische Weltreise.

Natürlich freue ich mich, wenn ihr mitmacht oder mir Tipps gebt, was ich noch alles aufregendes lesen muss.

Absurde kleine Challenges

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Vor kurzem hatte mein Vater eine absurde kleine Challenge für mich. Ich sollte Fotos für ihn machen gehen. Von alten Motorrädern. Bei einer Ausstellung hier in Bad Godesberg. Er selbst konnte nämlich nicht herkommen, aber sehen wollte er die Ausstellung schon ganz gerne.

Als ich noch jünger war, fand ich alte Fahrzeuge extrem faszinierend. Heute tue ich das immer noch, aber ich habe leider viel zu wenig Zeit und darum fast alles vergessen, was ich jemals über Oldtimer wusste. Trotzdem bin ich letzten Freitag mit einer Freundin nach der Arbeit noch kurz an der Ausstellung vorbeigegangen, um jedes einzelne Motorrad zu fotografieren. (Keine Sorge, die Bilderflut erspare ich euch.) Extra für die Gelegenheit hatte Richard mir sogar seine gute „Immer-dabei-Kamera“ geliehen, denn Handybilder sind oft einfach nicht das Wahre. Vor allem, wenn die Linse wieder mal total zugeschmiert ist. Ahem.

Für meine private Recherche sind mir Handybilder allerdings meistens gut genug. Wenn ich einen potenziellen Ort für eine Szene besuche – möglichst noch zur passenden Jahreszeit – knipse ich, was das Zeug hält. Das hilft mir, später alles richtig zu beschreiben: Was blüht? Wo steht was? Wie fällt das Licht? Kann man die Kapelle von der Straße aus tatsächlich sehen?

Das ist auch der Grund, weswegen ich im Moment so häufig um das eine Bonner Internat herumschleiche. Die glauben bestimmt schon, ich hätte einen Knall. Aber so lange sie nicht die Polizei rufen, ist mir das egal.

Die Geschichte, für die ich diese Bilder brauche, ist übrigens beinahe fertig! Endlich!