Kaffeeklatsch bei Autor*innen

Im Moment ist ja viel Zeit für Tagträumereien. Heute ganz groß im Geschäft: Welche Autor*innen würde ich gerne zum Kaffee einladen? (Alternativ auf einen richtig verwahrlosten Tequila-Cocktail, ihr kennt das. Frühstück geht auf mich.)

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Ich habe das große Glück, viele tolle Autor*innen schon persönlich getroffen zu haben – wenigstens konnte ich mich auf Messen an ihnen reiben, das ist doch auch mal was wert. Deswegen muss ich mal fix überlegen, was ich mir noch Lustiges vorstellen könnte …

  1. Neil Gaiman treffen und stotternd befangirlen. Mit quietschroten Wangen, ihr werdet mich von Weitem sehen.
  2. Frances Hardinge beim Recherchieren für ihre Geschichten stalken. Da sind immer so viele tolle Details drin, ich stelle mir das sehr aufregend vor.
  3. Anja Bagus habe ich schon getroffen, aber mit der muss ich irgendwann in Ruhe mal ein Stück Mandarinenkäsesahnetorte essen. (Richtiger Kuchen?)
  4. Nnedi Okorafor würde ich gerne im Detail über nigerianischen Aberglauben ausquetschen. Unter anderem.
  5. Gilt es als leichtfertig, wenn ich gerne mit Stephen King wandern gehen wollte?

Ihr seht, ich habe noch Pläne. Welche Autor*innen würdet ihr gerne treffen?

Die Geschichte eines Autogramms und einer Freundschaft

IMG_2246Es ist schon ein paar Jahre her. Neil Gaiman, einer meiner absoluten literarischen Helden, kam nach Deutschland. Nach Hamburg, um genau zu sein. Und ich konnte nicht hin. Keine Ahnung, warum das so war, aber ich jammerte auf jeden Fall lautstark. Zuhause, vor Freunden und natürlich auch online. Twitter war das Mittel meiner Wahl.

Und irgendwie war Twitter damals noch freundlicher, oder vielleicht war meine Filterblase gemütlicher? Auf jeden Fall tauchte ein mir völlig unbekannter Neil-Gaiman-Fan in meiner Timeline auf und bot mir an, mir ein Autogramm zu besorgen. Sie wolle sowieso hin. Ich machte ihr wilde Versprechungen – unter anderem war von meinem Erstgeborenen und von Kuchen die Rede – und wenige Tage später zog ich tatsächlich dieses wunderschöne Autogramm aus einem Umschlag.

Einmal mehr hatte es sich gelohnt, wildfremden Leuten im Internet meine Adresse zu geben.

Seitdem verbindet mich mit Marian eine Freundschaft, obwohl wir einander noch nie begegnet sind. Sie schreibt prämierte Liebesromane, die mich bestimmt aus den Socken hauen würden, wenn ich eine romantische Ader hätte, versteht viel von Musik und Kunst und wartet immer noch auf ihren Kuchen. Das ist nicht vergessen, ich schwöre! Nur kommen wir irgendwie nie Richtung Hamburg, obwohl der Mann dort auch noch Freunde besuchen muss. Vielleicht kann ich ihn irgendwann mal mit Musicaltickets überraschen?

Und das Autogramm hängt seitdem als heißgeliebter Schatz in unserem Wohnzimmer.