Manchmal muss man eben tun, was man tun muss – aber ich will nicht!!!

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(c) Jonathan Francisca via Unsplash

Ist bestimmt noch nicht aufgefallen – Hausarbeit gehört zu den Dingen, die ich höchstens zur Selbstverteidigung erledige. Und auch dann nicht besonders gut. Heute morgen habe ich zum Beispiel etwas Lebendiges, Proteinhaltiges in meinem Instant-Hirsebrei gefunden. (Sorry für das Bild.)

Für mich reicht es tatsächlich, wenn alles so sauber ist, dass niemand stirbt. Keine Ahnung, wann ich zuletzt Fenster geputzt habe! Andererseits, wer will auch schon rausgucken? Draußen sind nur Leute, vor allem Nachbarn! Ich spüle und mache die Wäsche, wiel ich regelmäßig Kaffeetassen und saubere Socken brauche. Den Müll bringt – wenigstens in der Theorie – der Mann raus. Die Katzen werden versorgt. Alles, was danach kommt: Optional!

Gut, natürlich fühle ich mich in einer blitzsauberen Wohnung wohler als in einem chaotischen Saustall, aber der Tag hat nur etwa 24 Stunden, und schreiben will ich schließlich auch noch.

Und das Schlimmste?

BÜGELN.

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Es wird immer einfacher – und das ist nicht gut

Was immer einfacher wird?

Das Nicht-Schreiben.

Ich weiß aus Erfahrung, dass ich viel leichter zu ertragen bin, wenn ich regelmäßig schreibe – und es macht mir Spaß. Leider passiert es immer mal wieder, dass ich meinen Tages- und Wochenplan so voll packe, dass Kompromisse notwendig werden.

Bürojob, Haushalt und Schreiben? Das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal!

Um allen Anforderungen gerecht zu werden, spiele ich immer mal wieder mit meinem Tagesablauf herum. Und nach einem Monat Experimentieren kann ich eindeutig sagen: Abends Schreiben funktioniert für mich nicht. Vor allem deswegen, weil die (Haus-)Arbeit nie fertig ist, und wenn ich dann irgendwann doch aufgebe und auf dem Sofa kollabiere, habe ich alles andere im Kopf … nur um die absurden Abenteuer will ich mich dann nicht mehr kümmern. Und je länger ich das Schreiben ausfallen lasse, desto leichter fällt es mir, nicht zu schreiben. Dann bin ich nicht mehr die Autorin, sondern die Übersetzerin/Hausfrau, die einige Bücher geschrieben hat.

So soll das natürlich nicht sein. Schließlich wollen wir alle Falks Familie kennenlernen und wissen, was als nächstes passiert. Also habe ich mal wieder einige Pläne über den Haufen geworfen und mir meine morgendliche (halbe) Stunde zum Schreiben erobert. Dann bleibt das Geschirr eben stehen, und Staubsaugen vor der Arbeit ist auch nicht unbedingt notwendig. Und die Katzen lieben den Wäscheberg sowieso.

Daher kommt also der Begriff „kreatives Chaos“.

Auf rosa Wolken?

Wer hätte gedacht, dass einem das mit dreißig noch passiert: Im Halbschlaf packt man einen Arm voll Wäsche in die Maschine, wankt dann in die Küche weiter und macht sich für die Arbeit fertig. Die Wäsche kann man noch schnell aufhängen, ehe man zum Bus rennen muss. Aber was ist das? Pink allenthalben. Da habe ich wohl aus Versehen das LEUCHTENDROTE LEINENKLEID mit den Handtüchern zusammen in die Maschine gepackt.

Na gut, ich wollte immer schon rosa Handtücher haben. Nur gut, dass ich dafür das weiße Hemd unter dem Waschbecken übersehen habe, denn ich weiß nicht, ob Richard Rosa tragen würde. ^^