All work and no play …

… lässt den Schriftsteller letztendlich zur Axt greifen, das war schon in „The Shining“ so.

Darum gab es gerade auch ein faules Wochenende. Und mit „faul“ meine ich, wir haben nur das Notwendigste getan. Also eingekauft, Balkon aufgeräumt und ausgiebig die Liegestühle getestet.

Letzte Woche habe ich übrigens die zweite, überarbeitete Auflage von Der Hirschkönig in die Läden gebracht. Alles nur für euch.

Außerdem könnt ihr alle meine eBooks jetzt auch auf dem Tolino lesen, käuflich zu erwerben über einen Laden eurer Wahl, soweit sie von Tolino Media beliefert werden. Sagt es allen weiter!

Faul war ich also nicht, auch wenn es ansonsten wenig zu lesen gab. Heute Abend, wenn der Tageswahnsinn geschafft ist, mache ich mich dann auch brav an die erste Korrekturrunde von „Waldgeflüster“, damit ihr bald euren nächsten Schatz in Händen haltet!

Schlafen können wir, wenn wir tot sind!

Zur Not sogar in Brüssel. Dazu später mehr.

Natürlich war ich fleißig, während hier alles Staub angesetzt hat.

Der Rohentwurf von „Waldgeflüster“ ist fertig, nächste Woche geh ich in die Überarbeitung. Parallel habe ich gerade überarbeitete Versionen des „Hirschkönig“ bei CreateSpace, Kindle Direct Publishing und Tolino Media hochgeladen. Und ich sage euch, das ist ein Abenteuer für sich. Die Hälfte des Prozesses funktioniert nur in Firefox, die andere nur in Opera. Viele Buttons muss man aus Prinzip zweimal drücken, ehe sich etwas tut. Und jeder Anbieter hat natürlich seine eigenen Vorstellungen und Wünsche, wie die Datei, die man hochlädt, auszusehen hat. Als am kundenfreundlichsten empfinde ich persönlich KDP, aber das liegt wahrscheinlich an der Kombination aus DAU-freundlicher Programmierung und DAU-Diandra. Wichtig ist nur: Ich habe es geschafft, und der aktualisierte „Hirschkönig“ ist in wenigen Tagen wieder überall erhältlich. Minus diverse Tippfehler. (Danke, Stephie!)

Am Wochenende waren wir (siehe oben) übrigens in Brüssel. Ein Freund von Richard hat geheiratet. Zeitgleich fand natürlich auch das Mittelalter-Phantastik-Spectaculum in Köln am Fühlinger See statt, das wir eigentlich jedes Jahr heimsuchen. Also haben wir uns leichtfertig für das Monsterprogramm entschieden: Samstag nach Brüssel, Samstag Abend feiern, Sonntag Morgen direkt wieder nach Köln und weiterfeiern. Dank unseres Autos und meiner hervorragenden Planung hat auch alles geklappt – obwohl ich in Köln nur noch unter einem Baum am Seeufer liegen und schlafen wollte. Aber solange das in Gewandung stattfindet, verkauf ich euch das auch noch als Aktionskunst. Bilder gibt es vielleicht die Tage … wird wirklich Zeit, dass ich mir eine ordentliche Taschenkamera zulege.

Und als nächstes stürze ich mich in Bastel-Orgien. Darüber schreibe ich dann, sobald meine Finger nicht mehr aneinander kleben.

Premiere!

Gestern gab es eine kleine Premiere – ich hatte meine erste Lesung vor willigem Publikum! Also, damit meine ich, nicht vor den Katzen, die verstört in Kartons hocken und den Kopf schief legen: Warum tut sie das?

Die „Odd Fellows“ aus Koblenz hatten mich gebeten, bei ihnen in Neuwied erst eine Kurzgeschichte von mir vorzulesen, die in ihrer Anthologie veröffentlicht wurde, und dann aus meinen Büchern. Ich hab natürlich zugesagt, komplett ahnungslos, wie ich war, und hab mich dann auch nicht weiter vorbereitet, weil Arbeit und so.

Gestern nachmittag bin ich dann direkt nach der Arbeit überstürzt los, mit Kleingeld und Bücherkarton und Wasserflasche. Das einzige, was ich vergessen habe, ist natürlich die Kamera (tut mir leid!). Zum Glück war der Tag so hektisch, dass ich vorher gar keine Zeit hatte, nervös zu sein. Das kam dann auf der Autofahrt. Falls ihr gestern auf dem Weg zwischen Bonn und Neuwied also ein schmutziges Auto mit einer lauthals singenden Rothaarigen gesehen habt – das war ich.

Das Publikum war dann sehr nett, nicht zu groß, und glücklicherweise sehr interessiert. Auf Bitten las ich erst die Kurzgeschichte, über die wir dann kurz sprachen, und danach – auch angesichts der Zusammensetzung des Publikums – aus dem „Hirschkönig“. Bei der Gelegenheit stellte sich dann raus, dass ein Herr im Publikum sich brennend für Geschichte interessierte, und auch gerade für die Germanen hier am Rhein.

Fuck, dachte ich, der erzählt dir jetzt im Detail, was du alles falsch dargestellt hast.

Glücklicherweise scheine ich aber keine größeren Fehler gemacht zu haben – oder er war viel zu höflich, sie mir vorzuhalten.

Richtig gebauchpinselt fühlte ich mich dann, als eine Dame bat, ob ich nicht auch noch aus „Allerseelenkinder“ lesen wolle. Sie interessiere sich sonst nicht so sehr für Fantasy, aber eine fantastische Geschichte, die in der realen Welt spiele, das mache sie neugierig. Den Gefallen habe ich ihr dann also auch getan, und die Reaktionen waren durchweg positiv. Anschließend konnte ich einige Bücher signieren und mich noch angeregt unterhalten – über Schreiben, eReader, das Übersetzerhandwerk und südamerikanische Schriftsteller, für welche die Frau des Veranstalters eine Schwäche hat.

Leider musste ich gegen neun schon fort, um noch rechtzeitig Richard nach der Arbeitswoche am Bahnhof abzuholen, ich wäre gern noch länger geblieben. Als Dankeschön gab es dann noch zwei Flaschen Rheinwein, den ich zufällig vorher in meinem Buch schon gelobt hatte. Als erste richtige Lesung war es jedenfalls für mich eine großartige Erfahrung, und ich hoffe, dem Publikum hat es auch gefallen!

Dinge, die ich gestern gelernt habe:

  • Irgendwas vergisst man immer.
  • Wenn Leute dich zu einer Lesung einladen, sind sie tatsächlich interessiert. Hatte ich vorher so gar nicht überlegt. Ja, ich bin nicht immer die hellste.
  • Beim Laut-Lesen merkt man tatsächlich, wo es im Text noch hakt. Sollte ich nächstes Mal beim Schreiben ausprobieren und nicht erst, wenn die Exemplare fertig vor mir liegen. (Ich weiß, den Ratschlag hört man andauernd, aber manche Fehler muss man offenbar wirklich selbst machen.)

Huch?

Heute ist also Welttag des Buches? Das ist ja ganz an mir vorbeigegangen!

Sowas darf einfach nicht passieren.

Deswegen noch schnell eine Nacht-und-Nebel-Aktion: Unter allen, die diesen Post kommentieren, verlose ich nicht nur eins, sondern gleich zwei Bücher. Meine, natürlich. Als Taschenbuch. Mit Widmung. Die Verlosung läuft bis zum 01. Mai, 23:59h. Alle Kommentare, die bis dahin eingehen, landen im Lostopf.

Was ihr tun müsst? Beantwortet einfach die folgende Frage: In welcher Buchwelt würdet ihr gerne euren nächsten Urlaub verbringen – und warum?

Extrapunkte gibt es jeweils, wenn ihr bei Facebook, Twitter oder in eurem eigenen Blog auf diese Verlosung verweist. Bitte hinterlasst für jede Aktion einen eigenen Kommentar, sonst krieg ich ja nix mit! Und hinterlasst bitte einen Weg, wie ich euch kontaktieren kann, eMail oder Twitter-Account oder so.

Den glücklichen Gewinner gebe ich dann in der ersten Maiwoche bekannt. Also, an die Tasten!

Und hier noch einmal zur Erinnerung: Um diese beiden Schätzchen geht es:

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Endlich

So, nachdem ich mal wieder sporadisch vom Angesicht der Erde gerutscht bin – ist schon blöd, wenn man zuhause kein Internet hat. Wie in einem vorindustriellen Land… und die Ausreden erst, die man uns bislang aufgetischt hat! Zuerst war die Bundesnetzagentur schuld, dann waren die Leitungen marode, dann war unser Anschluss blockiert vom Anbieter der Vormieter, und der jüngste Klops: Die Telekom würde unserem Wunsch-Anbieter einfach keinen Übergabepunkt freiräumen. Außerdem habe die T* ein Recht darauf, mindestens einen Anschluss pro Haus mit einem eigenen Vertrag zu beliefern. Die Leute an den Kunden-Hotlines sollten lieber Bücher schreiben, bei soviel Kreativität!

Wie dem auch sei, ich war trotzdem nicht untätig… ab sofort könnt ihr meine beiden Bücher Der Hirschkönig und Allerseelenkinder auch als Taschenbuch erwerben. Alles mit viel Liebe und wenig Sachverstand selbst gestaltet, aber ich denke, ich bin zufrieden. Jetzt konzentriere ich mich völlig darauf, die nächsten beiden Episoden aus Helenas Leben auf den Weg zu bringen. Und alle, die sich lieber an Papier als am Bildschirm festhalten – kauft! KAUFT!

*hypnotischerkatzenblick*

Der Hirschkönig

Eine der ersten Geschichten, die ich jemals schreiben wollte, war die von Arminius, dem Cherusker, und seiner großen Liebe Thusnelda. Als ich zum ersten Mal von der Varusschlacht hörte, war ich etwa zehn Jahre alt. Und die historischen Hintergründe faszinierten mich so sehr, dass meine Fantasie seitdem damit beschäftigt war, eine Geschichte um die bekannten Daten und Fakten zu spinnen.

Vor zwei Jahren hatte ich dann endlich ein fertiges Manuskript, nach viel Forschung und Suche und Träumen. Mit der ganzen Naivität des jungen Autors schickte ich Leseproben etc. an diverse Verlage. Natürlich kam in den meisten Fällen nicht einmal eine Antwort. Vielleicht stellte ich mich einfach besonders dumm an?

Ein paar Absagen gab es auch. Fast hätte ich das Manuskript schließlich einfach gelöscht, aber es gab einen Lichtschimmer: Eine Absage erklärte, es gebe gerade einfach keinen Markt für diese Art historischen Roman, aber gut geschrieben sei er auf jeden Fall.

Vielleicht war das auch nur ein besonders freundlicher Standard-Absagetext, aber der „Hirschkönig“ blieb auf meiner Festplatte. Und nachdem ich letzte Woche schon einmal mit KDP-Self-Publishing spielen konnte, habe ich am Wochenende spontan beschlossen, dass ich euch auch diese Geschichte nicht vorenthalten will. Wer sich selbst ein Bild machen will, kann das jetzt also hier tun.

PS: Für alle, die kein Kindle ihr eigen nennen – ihr könnt die entsprechende Anwendung für Mobilgeräte oder den PC kostenlos herunterladen und dann trotzdem lesen, wovon ich hier gerade spreche. Und wer weiß, vielleicht versuche ich mich beizeiten auch noch an Print-on-demand, es geht schließlich nichts über ein echtes Buch…