Endspurt 2018!

Draußen nieselt es, drinnen düdelt die Musik im Hintergrund, Kaffee und Tee stehen links von mir. Offiziell hat das Büro heute geschlossen, aber für Notfälle und nervige Klienten gibt es eine Notbesetzung. Das bin heute ich. Gestern Abend haben wir noch auf den Geburtstag einer Freundin angestoßen, so richtig wach bin ich also nicht, doch das gilt für die anderen Abteilungen ganz ähnlich. Keine Ahnung, was die gestern alle getrieben haben. Mir kann’s recht sein, so kann ich in Ruhe arbeiten.

2018 war, wenn man alles betrachtet, gar kein schlechtes Jahr. Ich habe eine Menge Dinge geschafft, von denen ich vorher nicht wusste, ob sie möglich sind – beispielsweise habe ich drei Bücher veröffentlicht und den kleinen Strongman-Run überstanden. Außerdem war ich auf der LBM und in Dublin. Die Sammelbände (Winter, Sommer, Anderswelt) waren ein ungeplantes Extra, genau wie die Lesung auf dem BuCon.

Was ich für 2019 geplant habe? Oh, da sind einige Ideen. Ich möchte mehr Müll vermeiden, Torten backen und dekorieren, viel laufen, viel schreiben und mir das eine oder andere Naturwunder hier in der Nähe anschauen. Außerdem hoffe ich, ein wenig mehr in der Welt herumzukommen und vielleicht dem einen oder der anderen von euch zu begegnen, beispielsweise auf der LBM 2019.

Das Übliche

Macht ja jeder – den traditionellen Jahresrückblick. Meiner ist ziemlich kurz: Ich habe zwei Bücher und einige Kurzgeschichten veröffentlicht, an einem Hindernislauf teilgenommen und hatte meine erste öffentliche Lesung. Außerdem habe ich im Büro zwei Auszeichnungen erhalten (beide mehr oder weniger für „Anwesend, ohne Kollegen zu töten“). Die Katzen sind älter, aber immer noch flauschig, und auch nach mehr als zehn Jahren habe ich den Mann an meiner Seite nicht vergrault. So weit, so gut.

Wie sieht es denn mit den Plänen für das nächste Jahr aus? Zunächst zum Schreiben: Bis November habe ich, so die Winde günstig stehen (und ich nicht zu arg prokrastiniere – im Ofen backt gerade ein Süßkartoffelkuchen, weil ich mich nicht vorm Schreiben drücken darf, ohne etwas Sinnvolles zu tun), die letzten drei Teile der „Magie hinter den sieben Bergen“-Reihe fertig und veröffentlicht. Natürlich will ich lieber gut als pünktlich liefern, also ist dieser Zeitplan erstens absurd, und zweitens seeeeehr lose. Außerdem bin ich ja für den Strongman-Run in Köln im September für die 10-Kilometer-Distanz angemeldet, da wartet noch viel Trainieren und Zähneknirschen auf mich. Wenn ich das beides schaffen will, brauche ich exzellentes Zeitmanagement und genügend Ruhezeiten, also belasse ich es erst einmal dabei.

Und langfristig? Ein Häuschen im Grünen wäre schön, oder wenigstens eine Ferienhütte. Idealerweise wenigstens mit Hund. Und wenn vom Schreiben genug Einkommen entstünde, dass ich nur noch halbtags oder gar gar nicht mehr ins Büro müsste, wäre das ziemlich geil. Aber das kann noch dauern. Auf jeden Fall bin ich schon zufrieden damit, wie es im Moment läuft.