Zaubersprüche? Teufelswerk!!!

Auf einem hellen Stoff-Untergrund liegt ein in geprägtem LEder gebundenes Notizbuch. Im Vordergrund sieht man drei Halbedelsteine.
Foto von Emily Underworld, gefunden auf Unsplash.

Wenn man Phantastik schreibt, kommt man mitunter nicht darum herum: Man muss sich eigene Zaubersprüche ausdenken. Und das ist gar nicht so leicht, wie man denkt – kommt es doch dabei hart darauf an, mit was für einem magischen System man arbeitet.

Müssen Zaubersprüche eine bestimmte Form haben?

Ist die Silbenzahl wichtig?

Sollte man sie reimen?

Auf welche Gottheiten bezieht man sich?

Müssen bestimmte Symbole berücksichtigt werden?

Jaaaa, die Frau zerbricht sich wieder den Kopf über merkwürdiges Zeug. Aber denkt doch nur daran, wie merkwürdig uns schon mitunter Sagen aus anderen Kulturkreisen vorkommen und was wir da ggf. nicht verstehen, weil uns das Hintergrundwissen fehlt. Solche und schlimmere Probleme kriegst du als Autor*in, wenn du ein magisches System schaffst und den Zaubersprüchen und Ritualen nicht genügend Aufmerksamkeit schenkst. Denn den Leser*innen fällt auf, wenn da etwas holpert … sogar wenn sie bewusst möglicherweise nicht darauf kommen.

Das letzte Mal, dass ich Zauber schreiben musste, war für „Magie hinter den sieben Bergen“ – das war westliche moderne Hexerei, also vergleichsweise einfach. Mit den Ritualen für das Kinderbuch (Arbeitstitel „Verzandt“) habe ich es schon schwerer, denn die Gesellschaft ist ursprünglich seefahrt-basiert – mit allem, was da eben (oder auch nicht) zugehört.

Magie ist ein wichtiger Teil des Weltenbaus, vergesst das nicht!

Gruselt es euch schon?

Falls nicht, habe ich zwei kleine Überraschungen für euch.

Zum einen gibt es „Allerseelenkinder“ als eBook für Kindle von heute an für ein paar Tage gratis. Das ist quasi umsonst. Nutzt die Gelegenheit!

Und zum anderen habe ich eine kleine, märchenhaft-magische Kurzgeschichte für euch. Dazu sei gesagt, dass ich oft und regemäßig über Märchenadaptationen schimpfe. Aber meine Muse lässt sich davon nicht stören. Die hört sowieso nicht auf mich. Ebenfalls als eBook für Kindle gibt es also ab sofort Hexerella, oder Der Gläserne Besen. Auf fröhliches Gruseln!

Allein es fehlt der (Aber-)Glaube … oder?

Über Tarotkarten hatten wir es ja schon. Und generelle Hexerei sowieso. Ihr könnt euch also vielleicht denken, dass ich Aberglauben nicht so richtig abgeneigt bin. Einige Dinge passen für mich einfach immer.

Ein schönes Beispiel, weil es in einigen Wochen auch wieder soweit sein wird: Achtet mal darauf, wann ihr das erste Mal einen Kuckuck hört. Und achtet mal darauf, wieviel Geld ihr in dem Moment in der Tasche habt. Das zeigt euch nämlich, wie gut das Jahr finanziell laufen wird. Ich schwöre, hat bei mir bis jetzt jedes Mal gestimmt. (Meistens habe ich nicht einmal Taschen.)

Andere Dinge glaube ich eher nicht – dass man sein Leben „jinxen“ kann, indem man mit geflochtenen Haaren schlafen geht oder Salz über die falsche Schulter wirft. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die ich gerne mache. Bei denen stelle ich mir einfach vor, dass sie Glück bringen: Das Futter für die Wildvögel, die brennende Kerze beim Kochen oder das Löffelchen Honig für den „Hauskobold“. Immerhin hat der mir noch nichts kaputtgeschlagen, das scheint also zu funktionieren.

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