„Tu deinem Leib des öfteren etwas Gutes, …

… damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ (Teresa von Avila, 16. Jahrhundert)

Etwas Gutes? Damit können doch eigentlich nur Leckereien gemeint sein, oder? Und ein wenig Entspannung auf dem Sofa? Habe ich dieses Wochenende ausgiebig ausprobiert – aber so ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis nicht.

Ich bin vollgefuttert. Und unausgeschlafen, weil mein Gehirn heute morgen schon um drei knallwach war. Und mein Rücken tut weh – wir brauchen ein neues Sofa, das ist mal sicher. Und von dem ganzen Fett und Zucker in der guten Torte ist meine Haut in die Pubertät zurückkatapultiert worden.

Tja, so hat die liebe Teresa das wohl nicht gemeint. Wenn ich meine Seele gerade fragen würde, ob sie gern in meinem Körper wohnt, käme als Antwort wohl: „Also, Malle wär geiler.“

Ich denke mir, mit dem „Guten“ war nicht unbedingt die gnadenlose Faulenzerei/Völlerei gemeint. Aber auch nicht das andere Extrem, in das viele Leute heutzutage fallen: Gesundheitsoptimierung/Fitnesswahn. Die „gute“ Wahrheit muss irgendwo in der Mitte liegen. Ich weiß beispielsweise: Wenn ich zu viele Kohlenhydrate esse, steigt mein Migränerisiko. Zu wenige Kohlenhydrate verursachen hingegen den berüchtigten „brain fog“, weil das Gehirn fast ausschließlich mit Kohlenhydraten funktioniert (das ist alles etwas komplizierter, aber für den Hausgebrauch soll es reichen). Sitze ich den ganzen Tag am Rechner, kriege ich Rückenprobleme. Treibe ich zuviel Sport, bleibt nicht genügend Zeit zum Schreiben und ich werde unausstehlich – allerdings bin ich dann Abends schön erschöpft und schlafe gut durch.

Diesen Monat bin ich schriftstellerisch noch einmal komplett eingespannt – ein Manuskript wartet noch auf die Überarbeitung, ehe ich Anfang November von Helena und Falk Abschied nehme und mich in einem weniger halsbrecherischen Tempo neuen Welten zuwende. Danach werde ich mir ein wenig Zeit nehmen, meinen Alltag umzustrukturieren. Es muss doch einen Weg geben, das „Gute“ mit dem, was man tun muss, in einer angenehmen Weise zu kombinieren.

Sobald ich den Stein der Weisen gefunden habe, lasse ich euch natürlich daran teilhaben. ^^

Urlaub daheim

Eigentlich hatten wir dieses Jahr einen besonderen Urlaub geplant: Ich hatte Richard überredet, mit mir nach Prag zu fahren. Gut, nicht direkt „überredet“ – wir haben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie ein Urlaub aussehen soll, also entscheiden wir abwechselnd, und der jeweils andere hat ein Veto-Recht, falls ihm ein Ziel gar nicht passt.

Richard hat sich in den letzten Jahren ausgesucht: Mallorca, Sizilien, Amsterdam.

Ich habe ausgesucht: Island, Berlin, Luxemburg. Und halt Prag.

Leider ist dieser Urlaub nicht zustande gekommen. Es gab einfach zu viele Dinge, die nicht gepasst haben, und am Schluss haben wir entschieden, dass wir lieber einfach zu Hause bleiben, anstatt auf den letzten Drücker noch schlecht vorbereitet zu verreisen, nur um weggefahren zu sein.

So hatte ich viel Zeit, um Feengestöber fertigzumachen.

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Außerdem haben wir natürlich nicht nur auf dem Sofa gesessen und uns leidgetan. Wir waren im Wald, haben viele schlechte Filme gesehen – wir sind beide Fans von SchleFaZ – und sind auch einmal an einen nahegelegenen Eifelsee gefahren.

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Außerdem waren wir auf Pützchens Markt.

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Das Wetter hat meistens mitgespielt. Und zu guter Letzt waren wir, wie fast jedes Jahr, einen Tag in De Efteling. Das ist ein Vergnügnungspark, gut zweihundert Kilometer von Bonn entfernt. Natürlich gibt es auch das Phantasialand direkt vor unserer Haustür, aber dort konzentriert man sich in erster Linie auf Achterbahnen … und das ist explizit nicht das, woran wir den meisten Spaß haben. De Efteling ist eher für Familien ausgelegt, sehr weitläufig, mit viel Grün und allen möglichen Sorten von Fahrgeschäften auch für „langweilige“ Leute wie uns. IMG_0443

Zum Ausruhen haben wir uns zwischendurch die „Raveleijn“-Show angeschaut – Raben, Pferde, Stunts und ein riesiger feuerspeiender Drache. Sieht ziemlich cool aus, oder?IMG_0448

Tja, heute regnet es. Morgen habe ich noch einmal frei, muss mir allerdings jede Menge Papierkram vornehmen, und dann ist es erst einmal wieder vorbei mit Urlaub bis nächstes Jahr.

Drückt mir die Daumen, dass uns Prag bis dahin nicht davonläuft!

Ich war beim Strongman Run in Köln – und ich habe überlebt!

(Dieser Post kommt für einige nicht ganz so überraschend, falls sie die Angeberei auf den anderen Kanälen – Facebook, Instagram, Twitter – schon gesehen haben. Gönnt es mir, so einen Blödsinn macht man ja nicht andauernd.)

Jedes Jahr suche ich mir mindestens eine Herausforderung aus – etwas, das ich so bislang noch nicht geschafft habe. Etwas, das mir Angst macht. Etwas Absurdes.

Für 2018 hatte ich mir vor allem zwei Ziele gesteckt:

  1. Die letzten drei Bände von „Magie hinter den sieben Bergen“ veröffentlichen.
  2. An einem Strongman-Run über zehn Kilometer teilnehmen.

Was den ersten Punkt angeht, bin ich noch dabei und halbwegs guter Dinge – am 21. September bekommt ihr hoffentlich die Möglichkeit, „Feengestöber“ zu kaufen, und danach wird es noch einmal so richtig fantastisch mit „Grimmwald“. Bis dahin muss ich natürlich noch fleißig überarbeiten.

Den zweiten Plan habe ich letztes Wochenende erfüllt. Die Tage davor war ich ein nervliches Wrack – vor der Distanz hatte ich keine Angst, aber einige der Hindernisse, die angekündigt waren, sahen ziemlich hoch aus, und ICH HABE HÖHENANGST. Einige Male war ich kurz davor, einfach abzusagen. Mich still und heimlich zu verdrücken. Oder mir spontan noch das Bein zu brechen, das wäre eine wirklich gute Ausrede gewesen. Aber ich habe mir selbst gut zugeredet, und Samstag Mittag waren wir nach einigen kleineren Planungs-Malheurs doch noch rechtzeitig am Gelände.

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Es war ziemlich voll – kein Wunder, bei etwas mehr als fünftausend Läufern und den mitgebrachten Zuschauern. Für die gab es ein Rahmenprogramm mit Musik und ausreichend Futterstände, um die Wartezeit zu überbrücken. Schließlich ist man ja schon eine Weile unterwegs auf der Strecke.

Vor dem Rennen. Ich war noch trocken, aber schon ziemlich nervös. Außerdem hatte ich bestimmt fünf Paar Kontaktlinsen verbraucht, ehe mal welche in meinen Augen bleiben wollten. Danke, aber für den Alltag bleibe ich lieber bei meiner Brille.

Und ich muss schon sagen, ich hatte die beste Supporttruppe. Die Schilder hatten unter den anderen Läufern auch jede Menge Fans.

Das waren die beiden Hindernisse, vor denen ich Muffensausen hatte. Ganz im Ernst, da war doch massig Platz zum Drumrumlaufen? Die anderen Sachen – halbhohe Hindernisse, Schwimmen, Über-Hürden-Klettern, mehr Schwimmen, Unter-Dingen-Hindurchducken, Hangläufe und dieses Strohdingens, auf dem man schweren schwingenden Säcken ausweichen musste – fand ich nicht soo wild. Anstrengend, aber machbar.

Doch ich habe es geschafft. Mit viel gutem Zureden von den anderen Läufern – die waren wirklich toll! – und meinem Support-Team, das natürlich immer dort auftauchte, wo es brenzlig wurde.

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Das ist Richards Lieblingsfoto.

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Und das ist meins, da hatte ich es nämlich überstanden.

Zu Hause habe ich dann erst einmal vierzehn Stunden geschlafen, und heute tun mir die Beine weh. Aber das war es wert!

Die besten Pläne

Dienstag war wieder so ein Tag.

Ich hatte ungefähr drölfzig Dinge vor, die alle ganz dringend stattfinden mussten, und ich wusste auch direkt die Reihenfolge, in der alles passieren musste, damit ich garantiert siegreich aus der Schlacht gegen Zeit und Arbeit hervorgehe: Büro, Lauftraining, Abendessen kochen (und essen!), zwei Kapitel überarbeiten, Bett. Vor allem das Laufen war wichtig, denn die langen Läufe lässt mein innerer Schweinehund gerne mal ausfallen. Zehn Kilometer sollten es werden.

Dann kam alles ganz anders.

Zuerst erhielt ich, noch im Büro, eine Nachricht des Mannes: Er war unterwegs zum Friseur, hatte aber seinen Schlüssel zu Hause vergessen. Kurze Rücksprache – zu dem Zeitpunkt, an dem ich mit seiner Rückkehr rechnete, wäre ich eigentlich noch schwitzend irgendwo im Wald.

Kein Problem. Dann eben erst Kapitel überarbeiten, bis er nach Hause kommt, laufen, Abendessen. Ich kam nach Hause, und weil es so schön friedlich war, machte ich erst einmal ein kleines Nickerchen mit den Katzen.

Als ich etwas später am Schreibtisch saß, der nächste Anruf: Der Mann hatte nach dem Friseur noch eingekauft – vor allem Eis, was bei diesem Wetter ja sozusagen überlebenswichtig ist. Leider hatte er vor dem Einkauf auch ein Päckchen bei der Post abgeholt, dieses dann aber leider in der Bankfilliale vergessen. In der Zwischenzeit hatte ich schon das Abendessen vorbereitet, das man quasi nur noch den Herd einschalten und ein paar Dinge rühren musste, und das erwies sich langfristig als Glücksfall.

Damit das Eis nicht schmilzt – hey, wir haben unsere Prioritäten eindeutig im Griff! – kam er also schnell nach Hause. Ich saß in Sportsachen am Rechner. Weil es in der Nähe der Bank aber keine Parkplätze gibt und er auch einen dichten Terminplan für den Abend hatte, habe ich ihn noch einmal schnell in die Stadt gefahren und in Banknähe ausgesetzt. Dann einmal um den Block kurven, während er zur Bank hetzt.

Das Päckchen war noch da, welch Glück!

Fünfzehn Minuten später waren wir wieder an der Wohnung. Jetzt war es aber höchste Zeit, wenn ich noch laufen wollte! Das Schreibtischpensum hatte ich mehr als erledigt. Nur noch schnell die Schlammschuhe anziehen, „Zombies, run!“ auf die Ohren – und los.

Zum Glück ist es im Moment Abends noch lange hell, so kam ich in den Genuss eines halbwegs kühlen Waldlaufs. Außerdem konnte ich eine neue Strecke probieren, bei der sich gleich mehrere Steigungen auf meine Geschwindigkeit auswirken. Hangläufe sind ja gut für die Ausdauer und so. Letztendlich war ich um 21:00 h wieder zu Hause und bekam auch gleich eine SMS, dass der Mann ebenfalls wieder auf dem Heimweg sei. Schnell Herd anstellen, unter die Dusche – und dann gerade irgendwie noch rechtzeitig mit Bier und Futter auf das Sofa fallen, ehe der Tag komplett rum war.

Zum Glück bin ich nicht nur sehr verplant, sondern auch sehr spontan. Aber ich schwöre, wenn der ganze Terminstress um ist, mache ich mal zwei Wochen nichts. Das dürfte, wenn ich richtig geplant habe, irgendwann im November sein. ^^

Genres – Regeln und Spagat

Bestimmt wisst ihr es schon – für unterschiedliche Genres gibt es unterschiedliche Regeln. Im Liebesroman wird ein Happy End erwartet hart empfohlen, Fantasygeschichten kommen üblicherweise ohne moderne Technik aus (nicht einmal Smartphones???) und Horrorgestalten kommen irgendwie immer aus der Unterwelt – dem Keller, einer Höhle, dem finsteren Abgrund.  Der geschiedene, trinkende Komissar und der Bösewicht mit einer göttlichen Mission sind schon fast Klischees geworden, genau wie die junge Hohepriesterin mit Startnachteil oder der Kämpfer, der sich seinem Schicksal nur zaudernd stellt.

Warum ist das eigentlich so?

In erster Linie geht es darum, die Erwartungen der Leser zu erfüllen. Wer zu einem Buch greift, möchte unterhalten werden und sich dabei wohlfühlen. Wohl fühlt man sich am ehesten in vertrauter Umgebung. Deswegen sind Bücher des gleichen Genres üblicherweise Variationen weniger, vertrauter Themen.

Wie hebt sich eine Geschichte trotzdem von allen anderen ab? Und was macht man, wenn man einen Genrespagat probiert? Schließlich möchte man seine Leser nicht unzufrieden zurücklassen, aber auch nicht langweilen. Als ich „Andrea die Lüsterne und die lustigen Tentakel des Todes“ halbwegs fertig hatte und meinen Testlesern vorsetzte, fragte eine ganze Reihe von ihnen nach einer Romanze zwischen Andrea und Sven. Offenbar war durch die grobe Vorgabe „Chiclit“ (Geschichten für jünge Frauen) die Erwartung geweckt worden, es müsse auch ein romantisches Happy End geben. (Disclaimer: Im ersten Entwurf war Sven nicht schwul.) Jetzt finde ich persönlich natürlich, dass Liebe zwar schön ist, aber nicht das Wichtigste auf der Welt. Andrea und Sven haben beide so viele Aufgaben zu erledigen, so viele Dinge, die sie tun können oder müssen, dass sie sich auch ohne Romantik auf ihrer Seite garantiert nicht langweilen. Immerhin gibt es für Andrea am Ende auch einen romantischen Silberstreif am Horizont – aber sind meine Leserinnen jetzt enttäuscht? Ich hoffe nicht.

Unterdessen plane ich insgeheim schon mein nächstes GAP („grandioses, aufregendes Projekt“) – und wieder möchte ich einen Genrespagat hinlegen. Zum einen kommen Fabelwesen und Magie vor, also ist es eine Fantasygeschichte. Zum anderen spielt sie in der Zukunft, und es gibt einige gesellschaftliche und technische Entwicklungen – damit bewege ich mich im Bereich der dystopischen Science-Fiction (wovon ich gar keine Ahnung habe, hurra!). Es wird eine lange Verfolgungsjagd und mehrere Twists geben, außerdem einen Bösewicht mit einer heiligen Mission, wie im Thriller. Und gaaaaaanz vielleicht kommt die Romantik auch nicht zu kurz. Zum Glück habe ich ein ganzes Jahr für die Planung, ehe ich mit dem eigentlichen Schreiben anfangen kann, denn bis dahin muss ich herausfinden, wer so eine Geschichte wohl lesen würde und wie ich diesen Leser gut unterhalte, ohne ihn zu enttäuschen.

Ein Kinderspiel, nicht wahr?

Zwischenstand

Das Jahr ist ja schon ein bisschen mehr als halb rum, also wollte ich mir mal anschauen, was ich so geschafft habe …

  • Ich habe bislang einundzwanzig Bücher gelesen. Das ist vielleicht nicht viel, aber für mich reicht es. Erstmal. Ach was, das ist gelogen – ich habe nie genügend gelesen.
  • Ich bin laut „Zombies, run!„-App etwa 320 Kilometer gelaufen. Also gejoggt. Davon das meiste (knapp 77 Kilometer) im März. Keine Ahnung, was da los war.
  • Letzten Sonntag hatten Richard und ich unser zehnjähriges Jubiläum. Wir sind immer noch ganz eklig zusammen, unsere Freunde können uns als Paar kaum ausstehen.
  • Ich habe ein Buch fertiggeschrieben, bei einem Verlag untergebracht und lektoriert (mit einer grandiosen Lektorin); die vier letzten „Magie hinter den sieben Bergen“-Bände sind geplant, eines davon schon angefangen; die Ideen für fünf weitere Bücher sind notiert und halbwegs sortiert; ein älteres Manuskript erfährt gerade ein fantastisches Makeover.

Und was soll noch alles stattfinden?

Ich werde …

  • … mit meiner besten Freundin das zwanzigjährige „Friendiversary“ feiern, das ist jetzt ein Ding. Unser Plan: Nach Brügge fahren – und NICHT sterben.
  • … am „Muddy Angel Run“ teilnehmen. Am 17.09. Also in fast genau zwei Monaten. Und ich bin in Form – in BIRNENFORM! Aber das wird schon, was meint ihr?
  • … mit Richard in Urlaub fahren. Wohin genau, das ist noch nicht klar, aber wahrscheinlich geht es Richtung Sonne und/oder Mittelmeer. Wir lassen uns überraschen.
  • … auf der Buchmesse Convent sein, wenigstens kurz und als Gast. Mit ein wenig Glück darf ich da auch vor Leuten lesen. Natürlich werdet ihr rechtzeitig informiert. In meinem Newsletter erfahrt ihr solche Sachen übrigens noch etwas eher als auf dem Blog. Sagt man. Alles nur ein Gerücht.
  • … meinen Geburtstag mit einer Buch/Lesungsparty im Voyager feiern. Wenigstens ist das im Moment in der Planung. Noch nix Konkretes. Aber klingt gut, oder? Sollte aus diesem ungelegten Huhn ein richtiges Ei werden, lasse ich es euch wissen.

Und das sind nur die Sachen, von denen ich weiß!

Neues Jahr, neues Glück

Beinahe ist es ja schon ein Klischee … am ersten Januar verkündet die Welt von allen Dächern und Podesten aus, was im neuen Jahr anders und besser wird und wie man selbst sich in einen hundert Prozent besseren, weiter entwickelten Menschen verwandeln wird.

Keine Bange, nichts davon wird passieren. Aber ich möchte an dieser Stelle schon ein paar Dinge nennen, für die ich in einer idealen Welt gerne mehr Zeit/Energie/Muße hätte:

  • Mehr bloggen. Oder generell mehr mit euch teilen. Bei Facebook geht das ganz fix zwischendurch, aber hier ist es schon oft verdächtig still.
  • Mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen. Egal, ob am Telefon, per Brief/E-Mail oder ganz altmodisch in Person.
  • Mehr aus Freude kochen und backen – und nicht, weil wir eben essen müssen oder ich irgendwas versprochen habe.
  • Mehr Zeit für spannende, aufregende, neue Geschichten aufbringen. (GANZ WICHTIG.) Mit „Magie hinter den sieben Bergen“ ist es noch lange nicht vorbei, aber nebenbei möchte ich mehr kleine, mittlere und große Geschichten vorbereiten und entwickeln – und natürlich mit euch teilen.
  • Zu guter Letzt hätte ich neben all diesen Plänen gerne mehr Zeit für mich – zum Meditieren, Lesen, Musizieren, Zeichnen und Malen, um einfach so spazieren zu gehen oder am Rhein zu sitzen.

Tja, jetzt ist es leider so, dass jeder nur ungefähr genau vierundzwanzig Stunden pro Tag hat, und die sind eigentlich immer gut gefüllt … bei euch ja wahrscheinlich auch. Also werde ich in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten viel experimentieren, um neben Verpflichtungen und Terminen die Tage nicht möglichst voll, sondern möglichst schön zu gestalten. Vielleicht lohnt es sich, statt der „Neujahrs-Vorsetze“ jeden Morgen einen oder zwei „Neuer-Tag-Vorsätze“ zu fassen? Wir werden sehen. Also, ich werde sehen. Und wenn das alles ein wenig klappt, werdet auch ihr das hoffentlich sehen.

Einige fassbare Pläne habe ich natürlich auch schon für das neue Jahr:

  1. „Magie hinter den sieben Bergen“ Band Sechs und Sieben veröffentlichen (und wenigstens Band Fünf ins Englische übersetzen). Ich weiß, wie die Reihe enden wird, und habe die Eckdaten für die kommenden Bücher, aber viele Kleinigkeiten müssen erst noch ausgeknobelt werden. Nach Band Neun ist auf jeden Fall Schluss. (Behaupte ich jetzt, das kann in einem Jahr ganz anders aussehen.)
  2. „Andrea, die Lüsterne, und die lustigen Tentakel des Todes“ entweder bei einem Verlag unterbringen oder selbst veröffentlichen – ich möchte unbedingt eine ordentliche Verlagsveröffentlichung ausprobieren, und ein allein stehendes Buch bietet sich dafür natürlich an. Allerdings werde ich es garantiert nicht in der Schublade versauern lassen, wenn ich keinen geeigneten Partner finde.
  3. „Lilienschwester“ überarbeiten und darüber nachdenken, was ich mit dem Rest der Geschichte mache. Es sind so viele lose Enden übrig geblieben, und einiges würde ich im zweiten Anlauf ausführlicher gestalten. Wie wäre es mit einer monatlichen Fortsetzung für 2018?
  4. Ausdauer und Kraft verbessern und mindestens fünfzehn Kilo abnehmen – in der Tat, ich habe ein Konkretes Ziel, das nichts mit Schreiben zu tun hat. Bis Ende des Jahres möchte ich in der Lage sein, zwanzig Kilometer am Stück zu laufen, ordentliche Liegestütze (und vielleicht sogar Klimmzüge?) zu meistern und ein Gewicht im unteren gesunden Bereich halten. Wenn das alles klappt, klappt es vielleicht auch mit dem Strongman-Run mit 35, wer weiß? (Für alle, die das nicht im Blick haben – den müsste ich spätestens 2018 laufen, ehe ich dann im Herbst 36 würde.)

Tja, langweilig wird es hier auf jeden Fall nicht. Und, was tut sich bei euch im neuen Jahr?

Echt jetzt?

Seit mehr als zwei Wochen wartet ihr sehnsüchtig auf ein Update? Das ist ja mal traurig … aaalso.

Lilienschwester“ ist draußen, und die ersten lieben Stimmen haben mich auch schon erreicht – inklusive einiger Anregungen zu Flüchtigkeitsfehlern, die in der zweiten Version auch schon ausgemerzt sind. Meine Zeitplanung ist leider immer ein wenig … freestyle. ^^ Also, geht und kauft und lest, oder kauft es direkt von mir mit Widmung (eMail genügt), oder bleibt einfach vor dem Rechner sitzen und bewundert dieses wahnsinnige Cover.

Seit kurzem kitzelt es mich mal wieder in den Zehen, dass ich doch eigentlich einen Thriller schreiben möchte. Wenigstens mal einen kurzen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das mit der Spannung auch so hinkriege. Und ob nicht doch plötzlich wieder überall blutrünstige Einhörner auftauchen oder so. Ich brauche dringend einen Projekte-Plan! Und dann einen Projektplan, damit das auch alles so läuft, wie es soll.

Mein Alltag ist ansonsten eher langweilig. Aufstehen, Futter, Schreiben, Büro, Sport, Haushalt, Futter, Schreiben, Bett. Ein bisschen wie bei den Mönchen im Mittelalter. Nur mit weniger Bier. Und ihr so?

Strohwitwen-Dasein

Ab Montag ist es soweit. Für ein paar Wochen ist Richard bei einem neuen Projekt eingeteilt und so weit von zuhause entfernt unabkömmlich, dass es sich nicht lohnt, jeden Abend nach Hause zu kommen.

Das erzeugt gequirlte Gefühle.

Auf der einen Seite freue ich mich darauf, all die Dinge zu kochen, die er wirklich nicht mag. Brokkoli-Buttermilch-Suppe mit Tomatenstückchen. Linsensuppe galore. Tomaten-Quiche. Griespudding zum Abendbrot. Morgens wird meine Lieblingsmusik laufen, wenn ich auf dem Sofa frühstücke – bei weit geöffneter Balkontür. Und abends kann ich mich ganz entspannt mit meinem Arbeitsgerät im Wohnzimmer ausbreiten, ohne dass der Fernseher läuft. Aufstehen und schlafen, wann immer ich will. Gemüse grillen.

Andererseits gibt es eine Menge Sachen, die mir fehlen werden. Etwa abends gemeinsam auf dem Sofa liegen und eine hirnlose Crime-Serie nach der anderen gucken, während er mir den Rücken krault. Die politischen, kulturellen und manchmal sinnfreien Diskussionen beim Frühstückstisch. Neben meinem Lieblings-Mann schlafen. Abendliche Spaziergänge zu zweit, bei denen ich mich mehr oder weniger erfolgreich in Geduld übe, während Richard das drölfzigste Foto von der Kuhweide macht. Nach dem Arbeitstag Dampf ablassen und dabei zuschauen, wie er mit den Katzen spielt.

Glücklicherweise sind es erst einmal nur ein paar Wochen. Aber natürlich wissen wir nicht, bei welchem Projekt er anschließend landet. Vielleicht Köln, vielleicht aber auch München. Und auch wenn wir natürlich täglich skypen und uns an den Wochenenden sehen werden, ist das wohl irgendwie nicht das gleiche.

Heute und morgen finden die letzten Notfall-Einkäufe, Wäsche-wasch-Aktionen und Vorbereitungen statt. Mit ein paar Freunden geht es Samstag Abend zu „Rhein in Flammen“ und eingentlich steht auch noch ein Familienbesuch auf dem Programm. Und danach kann ich dann testen, ob mir das Stroh-Witwen-Dasein gefällt. Mögliche Aktionen:

  • Strohpuppen basteln
  • Strohblumen trocknen
  • Strohrum trinken

Und ihr so?