Nehmen ist allerdings auch ganz schön

Eine schwierigere Frage. Das beste Geschenk, das ich je bekommen habe? Als ich noch klein war – und nach einem Jahr Jammern und Betteln – haben meine Eltern mir zwei Wasserschildkröten geschenkt. Ich nannte sie Harald und Schildi (ich war nicht so kreativ, verzeiht!) und liebte sie hingebungsvoll für die nächsten fünfzehn Jahre, bis auch Schildi an Altersschwäche (nehme ich an) starb. Das Schildkrötenaquarium begleitete mich zum Studium nach Bonn, erst ins Wohnheim, dann in meine erste eigene Wohnung.

Einige Jahre später kam ich in den Semesterferien nach Hause, und meine Eltern hatten Max adoptiert – einen sechsjährigen Boxer-Dalmatiner-Mischling. Das war nicht „mein“ Geschenk, aber eine tolle Überraschung. Trotz einiger gesundheitlicher Startschwierigkeiten lebte er die nächsten zehn Jahre bei meiner Familie und wurde bis ins hohe Alter sehr verwöhnt.

Und jetzt eben Kurt. Ein selbstgemachtes Geschenk, und genau das Richtige für uns. Der Mann hat sämtliche Vorbehalte gegenüber „Second-Hand-Tieren“ aufgegeben und verbringt Stunden damit, den Neukater zu verwöhnen. Tja, ich lebe jetzt eben in einem Drei-Männer-Haushalt. Fröhliche Feiertage!

 

** Jaa, ich weiß … Tiere sind kein Geschenk. Die Dame vom Katzenschutz sagte auch, sie würden eigentlich so kurz vor Weihnachten nicht mehr vermitteln, wegen der Hektik über die Feiertage und weil genau diese Katzen oft nur wenige Wochen später wieder bei ihnen landeten. Meine Familie hat allerdings eine lange Tierhaltertradition, da weiß man vorher, welche Verantwortung so ein neues Familienmitglied mit sich bringt. Egal, ob das jetzt Hamster waren oder Meerschweinchen, Spinnen, Schlangen, Ratten, Hunde, Katzen, Kanarienvögel, Hühner, Gänse, Ziegen, … alle wurden geliebt und versorgt, so gut es eben ging.

(Und wusstet ihr eigentlich, dass man Schnecken „kauen“ hören kann? <3 )

 

Überraschung aus dem Nikolausstiefel

Nachdem die Miezi schon einige Wochen von uns gegangen war, begannen wir, nach einem neuen Kumpel für Greebo zu suchen. Die Idee, dass er ganze Tage hier alleine ist, wenn wir arbeiten, wollte uns einfach nicht gefallen.

Also habe ich angefangen, bei den lokalen Tierschutzorganisationen herumzufragen. Einige waren direkt raus, weil sie keine Katzen in reine Wohnungshaltung vermitteln. Andere hatten keine geeigneten Katzen, die in unsere Situation gepasst hätten. Aber schließlich hatten wir Glück – ein Katzenschutzverein hatte einen älteren Kater, der andere Katzen gewohnt war und aus Wohnungshaltung stammte. Wir schrieben ein paar eMails hin und her, um die Details zu klären, es gab die ersten Fotos. Dann vereinbarten wir einen Besichtigungstermin.

Der Mann war zunächst skeptisch – und das kann ich gut verstehen. Bei einer älteren Katze weiß man nie so recht, was sie vorher erlebt hat, welche Macken sie mitbringt, was es für gesundheitliche Probleme geben mag. Aber da er mich liebt und wir wussten, dass wir bald Gesellschaft für Greebo brauchten, kam er mit.

Und war sofort hin und weg, denn der Kater, der uns vorgestellt wurde, war direkt sehr zutraulich und verschmust und ließ sich von den anderen anwesenden Katzen keineswegs aus der Ruhe bringen. Trotzdem erbaten wir uns ein paar Tage Bedenkzeit, um alles zu besprechen.

Eigentlich war es ein No-Brainer. Und so zog letzten Freitag der flauschige und noch ein wenig schüchterne Kurt bei uns ein. Sagt hallo!

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Greebo ist noch nicht so richtig überzeugt, aber es hat keine Balgereien gegeben, und Kurt gibt sich redlich Mühe, sich anzufreunden. Außerdem genießt er es ganz offensichtlich, nach beinahe einem Jahr in der Pflegestelle endlich zwei Menschen ganz für sich zu haben und auf einem weichen Bett schlafen zu können und so richtig verwöhnt zu werden. Wir müssen noch ein paar kleine Benimmregeln festlegen – nein, er darf keine Chips aus der Tüte klauen, und das Futter kommt auch zu ihm, wenn er nicht versucht, es von der Anrichte zu angeln – aber im Großen und Ganzen sind wir überrascht und dankbar, wie gut die Vergesellschaftung geklappt hat.

Eine kleine Überraschung zu den Feiertagen

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Hatte ich euch eigentlich schon von Lilja erzählt? Nein? Dachte ich mir doch. Ich bin manchmal etwas vergesslich. Lilja ist siebzehn und lässt sich nicht viel gefallen. Als sie allerdings von einem geheimnisvollen Fremden in eine andere Welt entführt wird, steckt sie schnell Hals über Kopf in Schwierigkeiten. Vor allem, als sie ihre Zwillingsschwester trifft, von der sie noch gar nichts wusste.

Für die Details müsst ihr euch noch ein paar Tage gedulden, denn das Manuskript liegt gerade in den letzten Zügen, und das Cover habe ich auch noch nicht fertig. Manchmal geht das hier alles so holterdipolter, dass ich fast vergesse, euch die Nase lang zu machen.

Und was treibt ihr so in der besinnlichen Vorweihnachtszeit?