Alles hat ein Ende

Zwei Paar Füße am sandigen Rheinufer im Wasser
Urlaubsfeeling

Das war ein kurzer Kurzurlaub. Nach einem Abstecher in die Cocktailbar gestern Abend gab es heute noch zwei Pflichtveranstaltungen: Den Haribo-Werkverkauf und das Rheinufer. Wie immer haben wir beim Abschied mehr Pläne, als wir beim Wiedersehen hatten. Keine Zeit für Langeweile.

Glücklicherweise leben wir in einem vielfältigen Land mit tollen Urlaubszielen, sogar vor der eigenen Haustür, und mit spannenden Details, die man entdecken kann – sogar ohne Reiseführer. (Ja, das Internet macht alles leichter.)

Ein wenig kreativ ausgetobt haben wir uns auch noch. Jetzt liege ich in erster Linie in der Ecke und erhole mich von soviel Sonne, Spaß und Bewegung. Ich muss mich wirklich mehr um meine Fitness kümmern, sonst werde ich irgendwann zu alt für diesen Schabernack. ^^

PS: Natürlich wird das eine oder andere in meinen Geschichten auftauchen. Für Autor*innen ist alles Recherche.

Reisen wir halt auf dem Papier

Wir wissen alle, Reisen ist im Moment nicht so empfehlenswert. Vielleicht in ein paar Wochen, oder ein paar Monaten, oder sicher nächstes Jahr? Doch auch wenn die Vernunft mitspielt – das Herz will weg.

Vorhin habe ich Bilder aus den letzten Jahren durchgeblättert. Die hat man heute ja immer in der Hosentasche. Prag, Brugge, Dublin, Catania, Den Haag – tja, und jetzt? Wir bleiben zuhause. Ganz kurz haben wir noch überlegt, ob wir den Freundinnenurlaub nicht in eine grüne Einöde verlegen und dem Gesang der Schafe lauschen wollen, aber auch das war uns letzten Endes zu riskant – wir haben schließlich Risikopatienten in der Familie, und aktuell weiß man nie, wie die Situation sich in den nächsten zwei Wochen verändert. Also machen wir auch aus dem Freundinnenurlaub eine Staycation und schauen uns stattdessen ein wenig Natur in der näheren Umgebung an. (Auch daran werde ich euch mit Fotos teilhaben lassen, keine Bange!)

Wenigstens habe ich einen Eimer Reiseführer, die mich daran erinnern, was noch alles auf dem Plan steht. Oder was man gerne noch einmal machen könnte. Wir wollten mal nach Skandinavien, und London war fest geplant. Prag wäre schon fast für einen Revival-Besuch dran (dahingehend bearbeite ich den Mann ja schon seit längerem) und auch einen zweiten Trip nach Island würde ich durchaus unternehmen. Hach, all diese Möglichkeiten … nächstes Jahr dann, gell?

Hand aufs Herz – wieviel Zeit verbringt ihr in der Buchhandlung damit, in Reiseführern zu schmökern?

Urlaub – träumt ihr noch oder plant ihr schon?

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Das war letzten Sommer in Scheveningen.

Meine Kolleginnen sind bereits wieder im Urlaubsfieber. Die erste treibt sich in Wien herum. Die zweite muss demnächst dringend mal wieder nach Amsterdam, und ich selbst habe mich auch schon verplant: Für London. Städtetrips sind gerade in Mode. (Prag muss dieses Frühjahr wieder ausfallen, weil wir lieber neue Bremsen für unser Auto hätten – ja, wir haben ganz falsche Prioritäten, haben unsere Freunde auch schon gesagt. Es bleibt also spannend. Ich gebe nicht auf.)

Und während ich so plane und träume und verschiebe und es draußen ganz usselig kalt ist, überlege ich – was war eigentlich mein bester Urlaubsmoment?

Im Ernst, ich kann das so gar nich sagen. Als wir als Erwachsene das erste Mal in einen richtigen, selbstverdienten Urlaub geflogen sind, das war schon ziemlich cool. Oder als wir auf Island vor der Gletscherlagune standen. Ich mag Sonnenuntergänge am Meer und außergewöhnliches Essen. Das Hotel in Agadir war hübsch und wir haben das Atlasgebirge gesehen. Brugge war ein Schatz und Dublin sowieso. Von Den Haag habe ich euch erst letzten Sommer vorgeschwärmt, das spare ich mir mal.

Also, alle unsere Urlaube waren Highlights. Vielleicht bin ich besonders leicht glücklich zu machen. Wo wir kommenden Herbst herumliegen wollen, weiß ich noch gar nicht – der Mann hat ein Bedürfnis nach Meer geäußert, aber da ist ja noch das ewige Ringen um die Goldene Stadt, oder wir könnten ein Ferienhäuschen in der Toskana, und Berge sind ja auch hübsch … hach, ihr seht das Problem.

Habt ihr schon Urlaubspläne für das kommende Jahr? Oder Abenteuer, an die ihr besonders gerne zurückdenkt?

Mein perfekter Urlaub?

Über dieser Frage habe ich länger gebrütet – wie sähe mein perfekter Urlaub aus? Eins wäre sicher: Ich will nicht zu viele Menschen um mich haben. Aber schon so viele, dass ich ein wenig „local flair“ abbekomme. Es darf ruhig sonnig sein, so dass man im Meer schwimmen könnte, aber bitte nicht zu warm. Ich will Natur und Sehenswürdigkeiten. Gutes Essen muss auch dabei sein – ruhig exotisch. Meine Unterkunft müsste ein wenig abgelegen stehen, aber gut erreichbar sein. Historische Orte ziehen mich an, doch eigentlich will ich die meiste Zeit über draußen sein. Und Nickerchen sind natürlich total wichtig. Ich kann nie lange stillsitzen und brauche einen ordentlichen Vorrat an Büchern, wobei ich dann soviel herumstromere, dass zum Lesen am Ende des Tages sowieso keine Energie mehr ist. Und während die anderen Leute sich bitte möglichst fernzuhalten haben, möchte ich schon die Option, mich mal Abends in die Bar zu setzen.

Ich glaube, demnächst buche ich nur noch bei „Eierlegende Wollmilchsau Tours“. :D

(Mein Urlaub dieses Jahr ist bislang ganz unspektakulär – erst geht es zur Leipziger Buchmesse, dann für ein langes Wochenende nach London. Und ich habe die Hoffnung ja noch nicht aufgegeben, dass wir uns in der zweiten Jahreshälfte Prag ansehen. Aber wer weiß … )

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Kleine Abenteuer für zwischendurch

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Das war letztes Wochenende unsere Aussicht vom Hotelbalkon. Eine langjährige Freundin des Mannes hat nämlich geheiratet, und er war in seiner Eigenschaft als leidenschaftlicher Fotograf natürlich ein gerngesehener Gast. Ihr wisst ja, mit Kuchen kann man mich immer locken. Also fuhren wir am Freitag nach der Arbeit und sobald alles gepackt war gut vierhundert Kilometer südwärts – in den Schwarzwald.

Es ist ja immer ein wenig blöd, wenn man als „plus eins“ bei einer Feier sitzt, auf der man so gut wie niemanden kennt. Wie soll man sich die Zeit vertreiben? Was sind angemessene Smalltalk-Themen? Ich bin auf Nummer sicher gegangen und habe mich als Motivsucherin und Objektivhalterin unentbehrlich gemacht. Das kann ich. Außerdem wurde es so nicht langweilig.

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Am Sonntag, nachdem gepackt und ausgescheckt und der Datenträger mit gut tausend(!!!) Fotos überreicht und alles im Auto verstaut war, haben wir es uns dann noch ein wenig gemütlich gemacht, indem wir eine Runde über den See gefahren sind. Und dann ging es auch schon wieder heimwärts.

Viel aufregender wird es diesen Urlaub für uns aber auch nicht – hier muss viel geräumt werden, ich will mit dem Schreiben weiterkommen und habe noch ein paar Seitenprojekte, und dann ist da noch ein zweiter Kurztrip für Familienkram … muss dringend gucken, wie ich da noch den einen oder anderen Abenteuerbericht draus mache.

PS: Weil ihr euch das sicher fragt … Unterstützung von drei Freundinnen hat mir zu diesem halbwegs akzeptablem Outfit verholfen. „Feierliche Abendgarderobe“ – passt, oder?

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Wir haben es MAL WIEDER getan – ein Beste-Freundinnen-Kurzurlaub!

Bilder sagen mehr als tausend Worte, deswegen habe ich heute (nicht ganz) tausend Bilder für euch. Denn wir waren in Scheveningen. Eigentlich war ja Stockholm geplant, aber dann war weniger Zeit als gedacht, und dann haben wir das nächstbeste gemacht und uns eben amüsiert. Doch seht selbst

Nachdem wir unsere Wohnung in Besitz genommen hatten, haben wir uns erst einmal zu Fuß ein wenig die Gegend angeschaut – sind zum Strand hoch, bis zum Hafen und dann wieder ins Land spaziert.

Am nächsten Morgen ging es zum angeblich größten Straßenmarkt Europas, dem Haagse Markt. Unterwegs sahen wir viele hübsche Häuser und tatsächlich sogar Schafe. Und habt ihr schon einmal frische heiße Stroopwaffels gegessen? Yum!

Da es hieß, das Wetter solle fies bleiben, hatten wir danach einige Museumsbesuche geplant. Auf jedem Trip haben wir uns bislang gegruselt, also ging es einmal in das (dem Katalog zufolge) älteste Gefängnisgebäude der Niederlande. Es gab eine Rabattkarte, mit der man vergünstigten Eintritt für fünf Museen bekommen konnte, da haben wir natürlich zugeschlagen. Direkt neben dem Gefängnismuseum war die Prinz-Wilhelm-Galerie mit etlichen interessanten Bildern.

Auch das historische Museum war in diesem Pass enthalten – die Puppenhauskollektion unter dem Dach ist unbedingt sehenswert!

Der restliche Samstag verging mit Essen, Sightseeing und später Cocktails in der Nähe unserer Wohnung. Merke: Bloody Mary mit Mezcal schmeckt ziemlich hammer.

Sonntag wollten wir eigentlich nur an den Strand, aber auch da sind wir unterwegs beim Sightseeing (inklusive Street Food Festival und Antiquitätenmarkt) hängengeblieben – und im …

… Escher-Museum! Aber danach war es endlich soweit, mit Hilfe der Öffis ging es an den Strand. Seht selbst:

Es war nicht gerade warm, aber schön sonnig, also sind wir von einer Futterstelle zur nächsten gewandert, haben die Füße ins Wasser gehängt, dann den Hintern in den Sand gepflanzt, ein wenig Sonne genossen, die Leute beobachtet.

Und zum Abschluss gab es ein besonderes Schmankerl:

… einen zweistündigen geführten Ausritt durch die Dünen und über den Strand. Das hatten wir vorab reserviert, und ich bin ja ein wenig neurotisch, was die Planung angeht. Hat aber alles hervorragend funktioniert, und wir sind – zur allgemeinen Überraschung – nicht einmal vom Pony geplumpst. Gute Ponys.

Montag war der Heimweg angesagt, aber wir superspontanen Menschen sind einen kleinen Umweg über Delft gefahren – ein hinreißender Ort mit vielen kleinen Sehenswürdigkeiten und einem tollen Schokoladencafé. Leider war unsere Zeit durch die noch zurückzulegenden Kilometer ein wenig begrenzt, aber wir haben es trotzdem genossen.

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Tja, und so sehe ich am Morgen danach aus. Ein wenig müde, aber sehr zufrieden. Ohrringe und Kleid sind kleine Andenken aus Delft – ich bin quasi das *räusper* Mädchen *räusper* mit den „Mädchen mit dem Perlenohrring“-Ohrringen. Es ist verwirrend.

So etwas machen wir bald wieder.

 

 

Der letzte Urlaubstag

Es wird noch einmal ganz gemütlich. Die Katzen dösen auf Bett und Schreibtisch, aus der Küche duftet es nach frischen Apfelbrot, und nach dem Mittagessen widme ich mich noch ein wenig dem nächsten Manuskript. Heute morgen habe ich einige Fotos gemacht, von denen eines es hoffentlich auf das Cover von „Grimmwald“ schafft. Wenn das Wetter mitspielt, gehe ich später laufen, und heute Abend koche ich uns ein karibisches Kürbisrisotto.

Eigentlich schade, dass das nur ein Urlaubs- und kein Arbeitstag ist.

Urlaub daheim

Eigentlich hatten wir dieses Jahr einen besonderen Urlaub geplant: Ich hatte Richard überredet, mit mir nach Prag zu fahren. Gut, nicht direkt „überredet“ – wir haben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie ein Urlaub aussehen soll, also entscheiden wir abwechselnd, und der jeweils andere hat ein Veto-Recht, falls ihm ein Ziel gar nicht passt.

Richard hat sich in den letzten Jahren ausgesucht: Mallorca, Sizilien, Amsterdam.

Ich habe ausgesucht: Island, Berlin, Luxemburg. Und halt Prag.

Leider ist dieser Urlaub nicht zustande gekommen. Es gab einfach zu viele Dinge, die nicht gepasst haben, und am Schluss haben wir entschieden, dass wir lieber einfach zu Hause bleiben, anstatt auf den letzten Drücker noch schlecht vorbereitet zu verreisen, nur um weggefahren zu sein.

So hatte ich viel Zeit, um Feengestöber fertigzumachen.

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Außerdem haben wir natürlich nicht nur auf dem Sofa gesessen und uns leidgetan. Wir waren im Wald, haben viele schlechte Filme gesehen – wir sind beide Fans von SchleFaZ – und sind auch einmal an einen nahegelegenen Eifelsee gefahren.

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Außerdem waren wir auf Pützchens Markt.

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Das Wetter hat meistens mitgespielt. Und zu guter Letzt waren wir, wie fast jedes Jahr, einen Tag in De Efteling. Das ist ein Vergnügnungspark, gut zweihundert Kilometer von Bonn entfernt. Natürlich gibt es auch das Phantasialand direkt vor unserer Haustür, aber dort konzentriert man sich in erster Linie auf Achterbahnen … und das ist explizit nicht das, woran wir den meisten Spaß haben. De Efteling ist eher für Familien ausgelegt, sehr weitläufig, mit viel Grün und allen möglichen Sorten von Fahrgeschäften auch für „langweilige“ Leute wie uns. IMG_0443

Zum Ausruhen haben wir uns zwischendurch die „Raveleijn“-Show angeschaut – Raben, Pferde, Stunts und ein riesiger feuerspeiender Drache. Sieht ziemlich cool aus, oder?IMG_0448

Tja, heute regnet es. Morgen habe ich noch einmal frei, muss mir allerdings jede Menge Papierkram vornehmen, und dann ist es erst einmal wieder vorbei mit Urlaub bis nächstes Jahr.

Drückt mir die Daumen, dass uns Prag bis dahin nicht davonläuft!

Rieseneichhörnchen greifen Dublin an!!!

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Beweis!!!

Habe ich eure Aufmerksamkeit? Sehr gut. Dann kommt hier der obligatorische „Ätsch, ich war im Urlaub und ihr nicht!“-Post mit gefühlt einer Million Fotos, von denen die meisten eigentlich nur für die Teilnehmer interessant sind. Ich verspreche, ich mache es so kurz und schmerzlos wie möglich. Mit anderen Worten: Keine detaillierte Auflistung der Dinge, die wir getan/gesehen/gegessen/getrunken haben.

Natürlich das Kleingedruckte vorab: Meine beste Freundin Stephanie und ich wollten nach Irland, seit wir einander kennen. Und nach 21 Jahren war es dann endlich so weit. Eigentlich hätten wir den Trip lieber im Jubiläumsjahr unternommen, aber da hatten wir kein gemeinsames langes Wochenende zur freien Verfügung. Wir sind insgesamt etwa 75 Kilometer zu Fuß gegangen, haben geschätzt ALLES gesehen und uns sehr amüsiert. Im Folgenden eine thematische Sortierung.

Die Unterkunft.

Die Kunst.

Die Gebäude.

Die Natur.

 

Die Kirchen.

Die Sehenswürdigkeiten.

Die Details.

Last but not least: Die Ente.

Tja, und falls ihr es doch genauer wissen wollt: Wir waren von Donnerstag Abend bis Sonntag Morgen vor Ort und haben uns aus Zeitgründen im Wesentlichen auf die Stadt beschränkt. Es gibt an Wirklich. Jeder. Verdammten. Ecke. Eine. Kirche. Kein Wunder, dass einige von ihnen friedlich zerfallen. Würde ich auch tun. Außerdem wird überall der irischen Schriftsteller und der Freiheitskämpfer gedacht. Und es gibt viele verschiedene Sorten verdammt gutes Bier.

Mein persönliches Highlight war die Chester-Beatty-Sammlung beim Dublin Castle und den Dublin Gardens (da habe ich die hübschen Blüten fotografiert), mit etlichen alten, liebevoll restaurierten Büchern und Handschriften. Die war tatsächlich noch besser als das Book of Kells und die „Old Library“ am Trinity College. Außerdem haben wir uns bei der Ghostbus-Tour unglaublich amüsiert. Und die grandiosen Landschaftsaufnahmen stammen von der Halbinsel Howth – mir war gar nicht bewusst, dass das Grün auf solchen Aufnahmen überwiegend Farne sind. Wieder was gelernt. Eine Menge Dinge (’nen Abend im Pub, die Besichtigung der Guiness-Brauerei, … ) haben wir gar nicht geschafft, obwohl wir wirklich von Morgens bis Abends auf den Beinen waren.

Jetzt überlegen wir natürlich, was unser nächstes Abenteuer werden soll. Hoffen wir, dass es nicht wieder 21 Jahre dauert. Aber wir kriegen ja allmählich Übung. ^^

 

Wir unterbrechen unser Programm … für Urlaub

Richard und ich haben eine Abmachung: In einem Jahr darf er das große Urlaubsziel aussuchen, im nächsten bin ich dran. 2017 war mal wieder sein Jahr – er wollte etwas Entspanntes, Sonniges. Also sind wir letzte Woche für ein paar Tage mit der Hilfe von AirBerlin und AirBnB Richtung Süden gedüst. Nach Catania in Sizilien, um genau zu sein. Und heute Abend, dachte ich mir, teile ich ein paar Eindrücke mit euch.

Beispielsweise die Eindrücke von unserer Wohnung, die nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt am Hang lag, in der Nähe einiger berühmter Sehenswürdigkeiten.

Oder die Eindrücke von den Dingen, die wir gegessen haben. Ein Vorteil einer Ferienwohnung ist, dass man sich relativ günstig und völlig entspannt selbst verpflegen kann. Wenn man in seinen Nahrungsmöglichkeiten ein wenig eingeschränkt ist, so wie ich, ist das ein großer Vorteil. Und man kann jederzeit im Pyjama frühstücken – im Hotel sehen die das nicht so gerne, habe ich gehört. ^^

Wir haben natürlich viel Zeit damit verbracht, einfach die Gegend auf uns wirken zu lassen.

Und da waren auch einige wirklich sehenswürdige Sehenswürdigkeiten, die wir uns angeschaut haben. Hier sind einige davon:

Eine alte Therme, die später als Kirche verwendet wurde. Es gab einige wirklich coole Kunst-Installationen:

Außerdem haben wir uns Kirchen angesehen, die in meinem Kopf alle zu einer einzigen Kirche geworden sind – verzeiht meine Unwissenheit.

Natürlich habe ich auch geschrieben, meistens morgens, wenn Richard noch geschlafen hat. Ja, mein Notebook ist eigentlich nur eine glorifizierte Schreibmaschine. Aber dafür bin ich mit Knochenblues ein gutes Stück weitergekommen.

Einen Nachmittag haben wir mit einer touristischen Bustour Richtung Norden verbracht und uns die Küste in der Nähe Catanias angeschaut.

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Den Ätna haben wir leider nur aus der Ferne gesehen – irgendwann möchte ich dort noch einen richtigen Aktivurlaub machen, mit Asche in den Schuhen und schmutzigen Füßen. Aber diesmal haben wir lieber ausgeruht.

Catania hat nicht ein, sondern gleich zwei antike Amphitheater. Eines ist relativ gut konserviert und kann besichtigt werden, das andere findet man mitten in der Stadt zum Von-außen-Anschauen. Ich finde ja, zwei sind ein bisschen dekadent.

In Catania gibt es übrigens jede Menge Statuen, und zu jeder von ihnen mindestens eine Geschichte.

Mein persönlicher Höhepunkt war übrigens eine geführte Tour durch das ehemalige Benediktinerkloster, in dem heute ein Teil der Universität untergebracht ist. Unser Tourguide war einfach hinreißend und hat alles mit Cliffhangern an den richtigen Stellen erzählt. Außerdem durfte ich eine Unbibliothek in historischen Gewölben betreten. Ich bin merkwürdig, so etwas macht mir Spaß – sogar wenn ich wahrscheinlich keines der Bücher lesen könnte. Mein Italienisch ist schon erschöpft, ehe wir zu Schimpfwörtern kommen.

Insgesamt war es auf jeden Fall ein sehr interessanter Urlaub, und wir hatten eine Menge Glück mit dem Wetter. Aber nächstes Jahr bin ich wieder dran mit aussuchen. Ich schwanke noch – Prag oder lieber Norwegen? ^^