WALDGEFLÜSTER Schauplätze

 

Es ist schon eine Weile her, dass „Waldgeflüster“ veröffentlicht wurde, aber hier sind einige Bilder von Schauplätzen. Damit ihr gucken könnt, wo die alle waren.

Ich kann übrigens nur stark empfehlen, einmal auf einem der Herbergsschiffe in Amsterdam zu nächtigen.

Es ist da!!!

Waldgeflüster Cover Front

Es ist da! Es ist da! Okay, eigentlich seit gestern schon, aber da ich den ganzen Tag auf Achse war, kann ich euch erst heute auf den Wecker fallen mit der frohen Botschaft.

Für die Tolino-taugliche Version müsst ihr euch noch ein paar Wochen gedulden, aber wem das zu schwer fällt (verstehe ich total), für den habe ich einen kleinen Tipp: Da meine Bücher kein DRM haben (wie neulich wortreich erklärt), könnt ihr „Waldgeflüster“ auch einfach bei Amazon kaufen, auf euren Computer herunterladen und dann beispielsweise mit der kostenlosen Software Calibre in jedes gewünschte Format konvertieren. Ich bin euch dann auch nicht böse, versprochen.

Eigentlich sollte jetzt die aufregend-nervöse Phase beginnen, in der ich auf die ersten Rückmeldungen und Rezensionen warte. Allerdings habe ich den Tisch voll mit aufregenden neuen Projekten, so dass mir eigentlich gar keine Zeit bleibt, mich zu fragen, wie ihr „Waldgeflüster“ wohl findet. Sagt es mir trotzdem, okay? ^^

Über die neuen Projekte erzähle ich euch beizeiten mehr in meinem Newsletter, und ich überlege auch noch, ob ich zu allem Übel die Zeit habe, ein kleines Schmankerl extra für die Abonnenten zu schreiben. Und falls ihr euch darum sorgt: Der Newsletter wird keine recycleten Blog-Posts etc. enthalten. Also: Ganz frische, großartige Neuigkeiten und Wahnsinn, wann immer ich etwas Zeit übrig habe.

Ein bisschen von allem

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So sieht eine Autorin aus, die vor dem zweiten Kaffee als seriöse Erwachsene posiert.

WG Fragment 3 Werbung

Und das ist ein winziges Fragment aus „Waldgeflüster“. Mit ein wenig Glück kann ich die Dateien am Wochenende hochladen, dann habt ihr nächste Woche etwas neues zu lesen. Natürlich informiere ich euch rechtzeitig und spamme wieder auf allen Kanälen mit Werbung. Freut ihr euch schon?

Gestern waren wir übrigens im Kino und haben „Pan“ geguckt. Bunt, abwechslungsreich, aber nicht episch. Vor allem fehlten mir am Ende ein paar Kleinigkeiten. Allerdings bin ich da Gerüchten zufolge selbst auch ganz gut drin, Fragen offen zu lassen. Da ist es fast wie im echten Leben. Wobei, ich bin ganz froh, dass mein Alltag nicht „story-shaped“ ist.

A propos „story-shaped“ … es kann sein, dass ihr völlig überraschend vor den Winter-Feiertagen noch eine kleine, geschichtenartige Überraschung von mir in Händen haltet. Das ist jetzt abhängig davon, wie viel Zeit ich mir zusätzlich freischaufeln kann. Zum Glück hat der neue Chef im Büro beschlossen, dass keine Überstunden mehr geleistet werden sollen – schickt dem lieben Mann mal eine Karte und bedankt euch, denn das heißt, ich komme öfter zum schreiben! ^^

Und so passiert es…

„Schau mal, da ist ein Weg! Wollen wir uns das ansehen?“ Meine Freundin wies auf einen schmalen Pfad, der sich zwischen Baumstämmen und Erdhügeln verlor.

„Sicher, so beginnen Horrorfilme!“

Enthusiastisch suchten wir uns unseren Weg über Baumwurzeln, die sich unter dem Laub des letzten Winters versteckten, und vulkanisches Gestein. Wir hatten uns fest vorgenommen, mindestens drei Hügel zu besuchen auf unserer Wandertour. Den ersten hatten wir bereits hinter uns, komplett mit Siebengebirgsdiplom. Der Tag war freundlich, nicht zu sonnig – perfekt für eine kleine Wanderung.

Der Weg war nicht besonders lang. Nach einer kleinen Kehre wäre ich beinahe über eine morsche Europalette gestolpert, die mitten auf dem Weg lag. Als ich den Blick wieder hob, blieb ich unvermittelt stehen.

Über unseren Köpfen rauschten die Wipfel der Buchen im Juni-Wind. Wir hatten einen kleinen Kessel gefunden mit einem Durchmesser von zehn, vielleicht fünfzehn Metern. Der Boden war überwuchert von kniehohem Unkraut, das zwischen schlanken Baumstämmen um jeden Sonnenstrahl kämpfte. Frühere abenteuerlustige Wanderer hatten schmale Pfade ins Grün getreten, denen wir folgten. Unsere Blicke huschten von einer Seite zur anderen. Soviel zu sehen!

Basaltnadel stachen aus dem Erdreich, das sich rings um uns her auftürmte. Auf einigen hatte sich eine grünliche Schicht gebildet. Ich musste den Kopf in den Nacken legen, um die oberen Kanten zu sehen. Verwachsene Bäumchen gruben ihre Wurzeln verzweifelt in jede noch so kleine Spalte im Fels.

„Wow“, murmelte meine Freundin und drehte sich einmal um die eigene Achse.

In meinem Kopf überschlugen sich die Gedanken. Das hier wäre der perfekte Ort für… das Szenario explodierte vor meinem inneren Auge.

Stimmen auf dem Wanderweg ließen uns erstarren. Kinder, viele Kinder, und ein kleines Rudel Erwachsener. Zwischen den Ästen hindurch konnten wir sie beobachten. Die Kinder tobten ausgelassen links und rechts des Weges, während die Erwachsenen die Köpfe zusammensteckten. Noch hatte niemand uns entdeckt. Trotzdem, besser nichts dummes machen. Schließlich wollten wir keinesfalls als schlechtes Beispiel gelten. Aber die Wanderer zogen an unserem Versteck vorbei, ohne uns zu bemerken. Seltsam, wie selten die meisten Menschen ihren Blick vom Weg vor ihren Füßen heben.

„Komm, wir schauen uns das ganze von oben an!“ rief ich. In leichtsinnigem Tempo lief ich über die Schulter des Kessels am Eingang, den wir genommen hatten, hinauf – und wäre beinahe ungebremst abgestürzt. Verflixt tief runter ging das! Vorsichtig balancierte ich an der Kante entlang, über Wurzeln und durch Brombeergestöber, bis zur anderen Seite. Meine Freundin war mir nicht gefolgt. Sie wartete am Eingang des Kessels. Höhen lagen ihr nicht. Stattdessen wartete sie geduldig darauf, gegebenenfalls den Rettungswagen zu rufen. Es dauerte nur wenige Minuten, bis ich unbeschadet und vor Aufregung strahlend wieder vor ihr stand. „Es ist perfekt!“

Wir setzten unseren Weg fort und schmiedeten finstere Pläne…

… und so entstand der erste Funken einer Idee für Helenas viertes Abenteuer! Einen Titel hab ich auch schon. Allerdings, ein bisschen gedulden müsst ihr euch noch, denn den dritten Streich kann ich ja nicht einfach auslassen.

(PS: „Spiegelsee“, das jüngste Abenteuer unserer Bonner Hexe, hat dieses Wochenende bei Amazon seine erste Rezension bekommen – und direkt fünf Sterne! Balsam auf die Künstlerseele… )