Diandra WER? Die Biographie

Die Kurzform

Geb. 1982, Abitur, Studium, nur Flausen im Kopf. Lebt und schreibt aktuell meistens in Bonn. Besteht fast nur aus Kaffee. Möglicherweise bissig. Mag Bücher, Katzen, Laufschuhe. Schreibt Phantastik. Abwaschbar bis 40 Grad.

Selfie auf dem Parkplatz, vor dem geöffneten Kofferraum. Autorin mit kurzen roten Haaren und Brille, gekleidet in eine dunkelblaue Jeansjacke und eine gigantische rotschwarze Stoffspinne. Es könnte schlimmer sein.
Höchste Zeit, mal wieder ordentliche Autorinnen-Fotos machen zu lassen!

Die Langform

Es fällt mir schwer, bei einem albernen Thema wie meiner Biographie ernst zu bleiben. Schließlich habe ich noch gar nicht viel erlebt! Meistens sitze ich rum und denke mir etwas aus. Das wollte ich schon immer machen, so weit ich mich zurückerinnern kann. Bücher waren einfach meine Welt. Ich war schüchtern, ein wenig verdreht und hatte nicht viele Freunde, weil wir oft umgezogen sind.

In der Abizeitschrift verkündete ich, nach Zukunftsplänen gefragt, ich wolle entweder Autorin werden – oder Übersetzerin – oder Psychologie studieren. Zwei von diesen drei Dingen habe ich bereits erreicht, zum Psychologiestudium fehlt mir leider die Zeit. Meine Liebe zu Sprachen speist sich vielleicht auch daher, dass ich zweisprachig (mit Deutsch und Niederländisch) aufgewachsen bin. Niederländisch ist nicht direkt für seine Poesie berühmt, aber man kann eine Menge lustiger Dinge damit machen.

Rein rückentechnisch ist es übrigens nicht ganz so clever, sich direkt zwei Jobs zu suchen, bei denen man den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt. Aber was soll ich machen? Aktuell ist es leider nicht drin, Leute zu engagieren, denen ich meine grandiosen Ergüsse diktieren kann. Zum Ausgleich gehe ich gern spazieren (oder laufen, was auch nur ein Spaziergang in keuchend und etwas schneller ist), manchmal sogar wandern. Außerdem weiß ich theoretisch, dass ich meine Rückenübungen und eventuell sogar Yoga machen sollte, aber das Leben ist wirklich vergleichsweise kurz. Manchmal raffe ich mich auf, aber nicht so richtig mit Schwung.

Der Teil des Büro-Alltags, der Kaffee etc. finanziert, besteht überwiegend daraus, medizinische Fachtexte zu übersetzen. Gerade in diesem Fachgebiet ergänzt sich das hervorragend mit dem Schreiben fantastischer Bücher, weil ich sowohl sprachlich als auch inhaltlich sehr exakt vorgehen muss. Wenn ich dann in meinen Geschichten der Phantasie die Zügel schießen lassen kann, sind diese beiden Werkzeuge schon trainiert. Schließlich will ich meine Leser*innen ja das Unglaubliche glauben machen, da muss man sich schon was einfallen lassen.

Spätestens jetzt habt ihr es gemerkt: Ich bin Feministin und meistens aus „Gutmensch“. Das soll euch nicht davon abhalten, meine Bücher zu lesen, aber ich wollte das fix in den Raum stellen. Mein langjähriger Partner hat meine komplizierte, gefühlsduselige Maxime etwas schroffer ausgedrückt: „Einfach nicht scheiße sein!“ Er ist sehr klug. <3

Puh, dafür, dass ich noch gar nicht soviel erlebt habe, sind das jetzt doch schon ein paar Wörter. Was fehlt? Die Kater. Im Moment leben zwei davon bei uns und freunden sich nur widerwillig an. Außerdem gibt es ein halbes Dutzend afrikanischer Riesenschnecken in meinem Büro daheim, und die Zahl der Pflanzen, die trotz intensiver Pflege einfach nicht stirbt, überrascht mich immer wieder. Ich bin KEINE Aufräum-Fee, auch dafür ist das Leben zu kurz, aber noch ist bei uns zuhause niemand gestorben.