Magischer Mittwoch: Nicolas von Szadkowski

Diese Woche stelle ich euch einen Kollegen aus dem Chaospony Verlag vor, dessen „Legende der Weber“ schon seit einiger Zeit auf meinem Lesestapel liegt. Ich finde, alleine das Cover macht schon Lust auf mehr. Wie seht ihr das?

 

DieLegendederWeber

VITA

Geboren 1981 in Heidelberg, aufgewachsen bei Mannheim, Abitur und Zivildienst in Speyer.   Danach Studium in Koblenz, Informatik, Englisch, Geschichte, Religion. Seit dem Abi   zwischenzeitlich Jobs beim Fernsehen in Mannheim, als LifeKinetik-Trainer, bei einem Umzugsunternehmen. Seit 2008 Arbeit als Realschullehrer.

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Und nachdem wir die Formalitäten aus dem Weg haben …

Nicolas von S.

DAS INTERVIEW

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

In meinem aktuellen Werk ist es keine herkömmliche Magie, sondern eine Gabe, die von der Kraft derer zehrt, die sie einsetzen.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Letzteres. Die Gabe wird vererbt. Allerdings nicht in jeder Generation oder an jeden Nachkommen.

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Schwierig zu sagen, da in meinen Büchern (bisher) selten Magie vorkommt, wie man sie aus vielen andren kennt. Ich glaube es macht mir am meisten Spaß, die Figuren zum Leben zu erwecken, die sie dann einsetzen.

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Eindeutig der Drache.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Die Saga der großen Schwerter von Tad Williams. Sind aber vier Bücher.  ;)

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Teleportation.  Spart unglaublich Zeit und Geld. ;)

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Das kommt wohl darauf an, was auf der Rechnung stehen würde. Auf keinen Fall Gesundheit, Lebenszeit oder meine fantastische Seele.

Bonusfrage – kannst du uns schon etwas über die nächste magische Geschichte verraten, an der du arbeitest?

Hrm… wenn ich jetzt wüsste, welche ich zuerst zu Ende schreibe… ^^ Ich glaube es wird die, in der es um sehr mächtige, dämonische Artefakte geht.

Vielen Dank!
Bitte sehr!

Der Magische Mittwoch: Gesa F. Roberts

Schon wieder eine Woche rum, und ich erfreue euch mit einem weiteren Magischen Mittwoch. Heute wird es besonders künstlerisch, denn Gesa ist nicht nur eine begabte Autorin, sondern schafft auch wunderschöne Kunstwerke.

Vita

Gesa F. Roberts ist Erschafferin mit Leidenschaft und hält ihre fantastische Welt nicht nur in ihrem eigenen pen-and-paper RPG System fest, sondern auch in Grafiken, die sie als Cupric auf Deviantart veröffentlicht. Mit kunstfertigen Textausschnitte führt sie die Leser mit wenigen Worten tiefer in die Welten, die sie zeichnet. Sie lebt mit ihrem Lebensgefährten, Hund und fünf Katzen an der Ostseeküste, wo sie sich von dem täglichen Chaos inspirieren lässt.

Kontakt & Weiteres

Homepage: https://cupric.deviantart.com/

Patreon-Page: https://patreon.com/cupric

Mail-Kontakt: cupric.art[at]gmail.com

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In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

In sowohl alltäglichem Gebrauch als auch Kampf- und offiziellen Situationen. Sie ist allgegenwärtig.

Jeder Person hat bei ihrer Geburt einen ‚Magischen Pfad‘, der Magie der dazugehörigen Art um ein Vielfältiges stärkt. Natürlich kann man auch entgegen des Pfades Zauber studieren, büßt dadurch aber die pfadgegebenen Vorteile ein.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Magie ist in meiner Welt alltäglich und von jedem nutzbar – lediglich die Macht und Vielfältigkeit ist abhängig von Glück und Training.

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Die Heldengruppe bahnte sich ihren Weg durch einen Tempel der Weisheit, in dessen verschiedenen Räumen Prüfungen warteten, bevor man weiter durfte. In einem azurblauen Raum saß in der Mitte ein respektabler Lehrmeister vor einem Spieltisch, Gnorran (Zwergenschach), die Tür zum nächsten Raume dahinter leicht ersichtlich.
Ein Charakter, der sich seines Intellektes bewusst war, versuchte ihn in dem Spiel zu schlagen. Es misslang.

Der Redegewandte versuchte dem Lehrmeister Honig um den Bart zu schmieren und wie der Intellektuelle griff auch er  selbstverständlich auf seine Magie zurück.

Die gemütliche Waldläuferin, welche von den beiden angeheuert war, sie zu führen, und von ihnen dafür verspottet wurde NICHT alles selbstverständlich mit Magie zu lösen, war es, die die Gruppe durch den Raum führte: Sie nickte dem Meister freundlich zu, spazierte an ihm vorbei und probierte mundan die Türklinke. Die sich problemlos betätigen ließ. Sich die fantastischen Zauber auszudenken – aber das Problem dann gänzlich ohne Magie zu lösen, hat mir unheimlich Freude bereitet.

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Da bin ich wohl leider ganz klischeehaft Drachen-Fan. °lach°

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Zur Zeit ‚Slouch Witch‘ von Helen Harper.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Heilmagie! Definitiv Heilmagie.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Meinen absoluten Lieblingstee nie wieder kosten zu können. (Ich liebe diesen Tee ;3)

Vielen Dank!

Zwischen Fantasie und Papier

Seit Montag befinde ich mich offiziell in der Überarbeitungsphase des siebten „Magie hinter den sieben Bergen“-Romans. Geschrieben habe ich ihn aufgrund meines idiotischen straffen Zeitplans im Januar und Februar. Zeit genug für eine verstreute Person wie mich, alle möglichen Details zu vergessen.

Folglich beginnt die Überarbeitungsphase damit, dass ich einmal alles durchlese und mir Notizen mache: Wo ist etwas nicht so herausgekommen, wie ich es geplant hatte? Was wird nicht deutlich? Was ergibt überhaupt keinen Sinn?

Leider stellt sich dabei immer wieder raus, dass einige hübsche Details auf dem Weg zwischen Fantasie und Papier (oder heute wohl eher zwischen Kopf und Tastatur) auf der Strecke geblieben sind.

Ich bin ein wenig frustriert. Die schöne Geschichte, die ich geplant hatte, ergibt im Moment noch gar keinen Sinn. Einzelne Stücke sind da, aber noch nicht so verbunden, dass der Leser Freude daran hätte.

Tja, darum gibt es die Überarbeitungsphasen. Auch wenn ich sie nicht besonders mag, sind sie für ein gelungenes Endprodukt genau so wichtig wie der erste Entwurf – vielleicht sogar wichtiger! Bei „Lilienschwester“ ist die Überarbeitung zu kurz gekommen, und das merkt man auch. Vielleicht hole ich das irgendwann nach und baue ein richtiges Buch draus, wenn ich Zeit habe. Aber jetzt ist erst einmal die Geistergeschichte dran. Ich möchte ja, dass ihr auch am Ende alle „begeistert“ seid.

(Einem schlechten Wortwitz konnte ich noch nie widerstehen.)

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Der „Writer’s Tears“ Whisky ist in solchen Zeiten übrigens mein steter Begleiter. ^^

Magischer Mittwoch: Brida Anderson

Oft gelobt, jetzt endlich persönlich im Interview – Faerie-Expertin und Feen-Beschwörerin Brida Anderson zeigt uns im Magischen Mittwoch ihre persönliche Magie.

VITA

Brida Anderson schreibt Urban Fantasy. Sie ist gerade nach vier Jahren Leben in Katar mit ihrem Mann, zwei Kindern und einer dattel-süchtigen Koboldin, die sich als Katze tarnt, an den Rand des Ruhrgebiets gezogen.

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Wenn Brida nicht ihre Kinder bändigt oder auf einer Matte im Dojo herumrollt, schreibt sie Urban Fantasy-Romane und Kurzgeschichten. In ihrer bekannten Reihe Astoria Files ist gerade Band 3 Greifenmorgen erschienen.

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Folge Brida auf Instagram @bridaswelt oder Facebook www.facebook.com/BridasWelt.

Homepage: http://www.brida-anderson.com

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Und jetzt lasst uns Tacheles reden …

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

Ich liebe Geschichten mit Zauberinnen, die Bannsprüche murmelnd die Hände heben und pure Energie zu ihren Zwecken formen. Beim Schreiben meiner Serie „Astoria Files“ hat mich deshalb überrascht, dass dort weit fortgeschrittene Technik nicht von Magie zu unterscheiden ist. Vielleicht hatte ich unbewusst den Science Fiction-Autor Charles Stross im Hinterkopf, der mal gesagt hat, dass Feenstaub und Nano-Partikel letztlich dasselbe sind. Wenn ich in einem Satz das Magiesystem der Astoria Files zusammenfassen soll, sage ich immer: Der Herr der Ringe trifft die Matrix.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Magie können in der Welt der Astoria Files nicht alle lernen; man muss eine genetische Disposition mitbringen. Wobei sich im Laufe der Buchserie herauskristallisiert, dass das eher daran lag, dass es auf der Erde viele Jahrhunderte lang kaum Magie gab. In Faerie, wo man Tag und Nacht Unmengen an Magie ausgesetzt ist, kann jeder zaubern. Wie es in der Menschenwelt weitergeht, wird sich zeigen. Sie hat sich gerade erst wieder für Magie geöffnet.

Bei welchem „magischen Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Oh, da fällt mir die Entscheidung schwer. Wer die Astoria Files kennt, weiß, dass ich lustige Szenen mit magischen Wesen liebe, von der frechen kleinen Fee bis zum überraschend schlauen Oger. Wenn ich mich auf eine Szene festnageln soll: Als Mattis Alanna zeigt, dass er jede menschliche Gestalt täuschend echt nachahmen kann. Er verwandelt sich in einen sexy Hollywoodschauspieler nach dem anderen – und Alanna kann sich überhaupt nicht mehr auf das Magietraining konzentrieren.

Am Aufregendsten zu schreiben war bisher der Auftritt eines Gestaltwandlers. Die Leser sollten beim ersten Lesen nicht merken, dass etwas nicht stimmt – aber beim zweiten Lesen sollten sie all die kleinen Hinweise finden, die ich im Text verstreut habe.

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Das kommt auf die Situation an. Beim Lesen: definitiv Hexen. Die meisten Geschichten mit Hexen sind bei aller Fantasie schön realitätsnah geschrieben und nicht so überkandidelt wie viele Elfen- oder Vampirgeschichten. Ansonsten bin ich ein großer Fan der irischen Göttin Brighid.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Dead Witch Walking von Kim Harrison. Ich liebe es, mit Rachel und Jenks in die Hollows einzutauchen. Wobei ihnen momentan Lockwood und Blackthorn Konkurrenz machen. ;-)

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Wie ein Vogel fliegen zu können.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Einen Eimer voller brillanter Einfälle und verrückter Ideen. Wenn man meinen Freunden glaubt, habe ich mehr als genug davon.

Vielen Dank!

Ich danke dir, Diandra. Es hat Spaß gemacht.

 

Ankündigung: BuchPassion

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Ich habe es schon einige Male erwähnt (und werde es noch öfter tun), aber am 03.11.2018 bin ich auf der BuchPassion in Köln – einem Signierevent mit Autoren, bei dem wir plauschen, Fotos machen, Dinge signieren können (ihr für mich und ich für euch) – und Bücher gibt es da auch, habe ich mir sagen lassen. Welche Genres dort vertreten sind, habe ich selbst noch nicht so ganz im Blick, aber ich schlage auf jeden Fall mit der kompletten „Magie hinter den sieben Bergen“-Reihe auf … und ich bringe natürlich Andrea und Bob mit. Gibt es sonst noch irgendwas, womit ich euch glücklich machen kann?

Der 03.11. ist übrigens so dicht an meinem Geburtstag, das zählt quasi als Feier. Ihr dürft mich gerne mit Konfetti und Kuchen überraschen. ^^

Tickets gibt es hier: www.buchpassion.de/tickets

Der Magische Mittwoch: Sabine Osman

Ein weiterer magischer Mittwoch, eine neue Welt voller Magie. Heute besuchen wir Sabine Osman in der Welt Gwindtera und im malerischen Dörfchen Tiefwald.

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Kurzbio

Aus sicherer Quelle ist bekannt, dass die Autorin es hasst, über sich selbst zu schreiben. Daher hier nur fix die Eckdaten: 1970 geboren, irgendwas mit Schule und Ausbildung, was mit 9-5 Job für zwanzig Jahre und seit 2013 endlich bei der wahren Berufung, dem Erzählen von Geschichten, angekommen.
Sie lebt mit ihrem Mann und drei Katzen in einem Haus mit unanständig verwildertem Garten, füttert alles, was dort so kreucht und fleucht und wenn sie nicht schreibt, liest sie, versucht sich gelegentlich an ihrem verkümmerten Zeichentalent und liebt gute Filme und Serien. Sofern sie nicht im Internet rumhängt.

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Das Eingemachte

Welche Art Magie kommt in deinen Geschichten vor?

Es gibt Gebrauchsmagie wie Wahrsagen, Amulette und Talismane oder Tränke, es gibt Beschwörungsmagie, für die z.B. auch magische Kreise und bestimmte Anrufungen nötig sind, es gibt ’natürliche’ Magie, die z.B. die Erdkraft nutzt, und es gibt eine spezielle Form von Geist-Magie. Also alles bunt gemischt vertreten.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Dispositon?

Das ist bisher ein bisschen unterschiedlich.

In Gwindtera gibt es Magie ohne ‘alles’, aber die wirkt nicht so richtig-richtig. Man braucht eine Begabung, eine Art ‘göttlicher’ Funke (das hat einen tieferen Sinn, der mit der Entstehung der Welt zu tun hat, aber ich will jetzt nicht zu weit ausholen.)

In der Welt, in der die Jahresradnovellen spielen, ist Magie eine sehr erdige, naturverbundene Angelegenheit, die aber auch der Begabung bedarf.

Das heißt nicht, dass es nicht vielleicht auch noch Magie-Formen geben wird, die ganz anders sein werden. Darüber gibt es bisher nur noch keine Geschichten.

Bei welchem magischen Einsatz hattest du den meisten Spaß?

 Ach, eine gute Frage. Ich mochte sowohl Kashs 1001 Nacht Djinn-Magie in ‘Der vierte Wunsch’ sehr gern, weil es eben so märchenhaft ist, als auch Adyras wilde Einweihung, in der sie mit allem um sich herum verbunden wird. Und die Magie in ‘Ein Horn macht noch kein Märchen’, die Wunschfee Omi und ihr Haus … ach, es macht eigentlich alles Spaß.

Welches ist dein liebstes mystisches/magisches Wesen?

Oh, ich weiß nicht? Ich habe keine Lieblinge. Aber die Anjuki in ‘Das Geheimnis von Niaraman’, die mochte ich schon sehr. Sowohl die kleinen, libellenartigen, als auch den Fuchs.

Was ist dein liebstes ‘magisches’ Buch?

 Das Necronomicon. *ernstguck*

Nein, ich liebe die Magie bei Tamora Pierce. Besonders die, in den Emelan Büchern und ganz, ganz besonders die Magie in der Dhana-Reihe. Die Protagonistin kann mit Tieren reden und sich in welche verwandeln.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Ich hätte gerne die von Dhana. Mit allen Tieren reden und sich in welche verwandeln können.

Und welchen Preis wärst du dafür zu zahlen bereit?

Ich schätze, das wäre der gleiche Preis, den man auch bezahlt, wenn man Haustiere hat –  es wird einem immer wieder das Herz brechen. Aber so ist das eben.

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Radio! Ein Erfahrungsbericht

Wäre hier fast untergegangen zwischen all den wilden, aufregenden Dingen, die ich so treibe … letzte Woche hat mich die liebe Sybille B. Lindt für Radio Köln porträtiert. Die Ausstrahlung war gestern Abend, und ich muss sagen – ich wusste gar nicht, dass ich so viel atme! Aber zum Anfang.

Nach diversen kurzfristigen Termindingsies ergab es sich, dass ich erst meinen Vater für eine Woche zu Besuch hatte, dann war ich beim Rieseneichhörnchen und direkt am nächsten Tag stand der Aufnahmetermin an. Ich hatte eine Adresse in Köln und die Gewissheit, dass Reisen mit dem Nahverkehr immer eine aufregende Sache sind. Also: Entsprechend Pufferzeit einplanen. Glücklicherweise hatte ich gerade neue Lektüre, in die ich so verliebt war, dass ich zweimal um ein Haar meine Haltestelle verpasst hätte. Auch für solche Dinge plane ich immer Puffer ein. Glücklicherweise hat mein Plan dann auch funktioniert, und ich war sogar etwas zu früh beim Freien Lokalrundfunk Köln, wo ich sehr freundlich empfangen und angemessen beruhigt und alle meine Fragen beantwortet wurden. Trotz einiger Schwierigkeiten mit der von mir mitgebrachten Musik ging die Aufnahme selbst dann auch schnell und ohne größere Holperer vonstatten, und jetzt bin ich eine Erfahrung reicher.

Auf dem Rückweg durfte ich im Zug dann noch diese bezaubernde Unterhaltung zwischen einer Mutter und ihrer Tochter belauschen:

Kind: „Mama, machst du noch einen Reim mit mir?“

Mutter: „Wir haben doch schon so viel gereimt! Ich bin ein bisschen müde.“

Kind: „Nur noch einen einzigen Reim, bitte! Einen einzigen!“

Mutter: „Und dann bist du ruhig, bis wir aussteigen?“

Kind: (Denkt gründlich nach.) „Nö.“

In den kommenden Tagen gibt es für die Interessierten übrigens auch noch einen Download-Link, den ich dann auf der Startseite ablade. Als ewiges Andenken. ^^

Rieseneichhörnchen greifen Dublin an!!!

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Beweis!!!

Habe ich eure Aufmerksamkeit? Sehr gut. Dann kommt hier der obligatorische „Ätsch, ich war im Urlaub und ihr nicht!“-Post mit gefühlt einer Million Fotos, von denen die meisten eigentlich nur für die Teilnehmer interessant sind. Ich verspreche, ich mache es so kurz und schmerzlos wie möglich. Mit anderen Worten: Keine detaillierte Auflistung der Dinge, die wir getan/gesehen/gegessen/getrunken haben.

Natürlich das Kleingedruckte vorab: Meine beste Freundin Stephanie und ich wollten nach Irland, seit wir einander kennen. Und nach 21 Jahren war es dann endlich so weit. Eigentlich hätten wir den Trip lieber im Jubiläumsjahr unternommen, aber da hatten wir kein gemeinsames langes Wochenende zur freien Verfügung. Wir sind insgesamt etwa 75 Kilometer zu Fuß gegangen, haben geschätzt ALLES gesehen und uns sehr amüsiert. Im Folgenden eine thematische Sortierung.

Die Unterkunft.

Die Kunst.

Die Gebäude.

Die Natur.

 

Die Kirchen.

Die Sehenswürdigkeiten.

Die Details.

Last but not least: Die Ente.

Tja, und falls ihr es doch genauer wissen wollt: Wir waren von Donnerstag Abend bis Sonntag Morgen vor Ort und haben uns aus Zeitgründen im Wesentlichen auf die Stadt beschränkt. Es gibt an Wirklich. Jeder. Verdammten. Ecke. Eine. Kirche. Kein Wunder, dass einige von ihnen friedlich zerfallen. Würde ich auch tun. Außerdem wird überall der irischen Schriftsteller und der Freiheitskämpfer gedacht. Und es gibt viele verschiedene Sorten verdammt gutes Bier.

Mein persönliches Highlight war die Chester-Beatty-Sammlung beim Dublin Castle und den Dublin Gardens (da habe ich die hübschen Blüten fotografiert), mit etlichen alten, liebevoll restaurierten Büchern und Handschriften. Die war tatsächlich noch besser als das Book of Kells und die „Old Library“ am Trinity College. Außerdem haben wir uns bei der Ghostbus-Tour unglaublich amüsiert. Und die grandiosen Landschaftsaufnahmen stammen von der Halbinsel Howth – mir war gar nicht bewusst, dass das Grün auf solchen Aufnahmen überwiegend Farne sind. Wieder was gelernt. Eine Menge Dinge (’nen Abend im Pub, die Besichtigung der Guiness-Brauerei, … ) haben wir gar nicht geschafft, obwohl wir wirklich von Morgens bis Abends auf den Beinen waren.

Jetzt überlegen wir natürlich, was unser nächstes Abenteuer werden soll. Hoffen wir, dass es nicht wieder 21 Jahre dauert. Aber wir kriegen ja allmählich Übung. ^^

 

Der Magische Mittwoch: Andreas Leibold

Einmal mehr stelle ich euch am Magischen Mittwoch einen Autor vor, der euch in fantastische – ach, was sage ich, MAGISCHE Welten entführen möchte: Andreas Leibold.

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Vita

Bereits im Schulalter war der Autor der verhasste Liebling seiner Lehrer. Es wäre schön, einen Schüler zu haben, der super Storys schreiben kann. Er müsste nur noch schönschreiben können. Später durch seine Behinderung zuhause gefangen, gab es auch nichts Besseres zu tun, als kleine Storys zu schreiben. Keine Chancen für durchgemachte Nächte im betrunkenem Zustand. Erst im Alter von 20 hat er angefangen, seine Grenzen zu erweitern, durch Sprachurlaub in England und Irland. Seither ist er immer dabei, gewisse Grenzen zu erweitern und die Welt zu erkunden. Unter anderem die Bücherwelt. Eine Welt, die grenzenlos scheint.

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Und jetzt geht es ans Eingemachte!

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

Die Hauptperson Zora Smeralda weiss weder von der Magie noch von ihren Fähigkeiten. Aber sie bringt eine Fähigkeit mit, die sie zur Königin über alle und alles machen könnte. Denn es gibt einen Ring mit zwei Schlangen aus Gold. Absolute Macht, die nur von Frauen getragen werden kann.

Außerdem gilt: Die Schlangen suchen sich den Träger und nicht umgekehrt. Und goldene Schlangen können mit ihrem Besitzer reden. Besser gesagt, der Besitzerin. Kein Mann hat sie je besessen.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Magie ist normalerweise enthalten in Schlangen aus Bronze oder Silber. Sie werden getragen, von Ringen, für die sie speziell geschaffen wurden. Wer den Ring nutzen will, braucht zum einen die durch Ethologie geerbten Fähigkeiten. Er braucht aber auch das Wissen, dass die Schlangen Magie in sich tragen. Wer die Fähigkeiten hat und nichts davon weiss, kann sie auch nicht nutzen.

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autor den größten Spaß?

Meine Hauptdarstellerin Zora ist mit zwei Begleiterinnen mit ähnlichen magischen Fähigkeiten unterwegs, um in einem Hochsicherheitsgefängnis einen Freund und Ratgeber zu besuchen und um Rat zu fragen. Während sie eine Anwältin mitnehmen möchte, wird sie von ihren Begleiterinnen überredet, sie einfach nur ins Gefängnis reinzubringen. Die Schlangen haben Transportmagie, also bringt Zora alle drei rein. Ihre Begleiterinnen beherrschen einen Nebelzauber zur Betäubung. So sind sofort alle ungestört drin.

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Unbestreitbar der Drache.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Skullduggery Pleasant, der Gentleman mit der Feuerhand. Eigentlich eine Buchreihe von Derek Landy. Inzwischen 10 Bände. Es wurde in Englisch verfasst und irgendwann konnte ich es nicht mehr abwarten, bis es übersetzt war, und habe einfach sofort nach dem Erscheinen das englische Buch gelesen.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Black Magic – die Fähigkeit, alles und jeden von meiner Meinung zu überzeugen.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

12.000 Euro pro Jahr. Die Fähigkeit macht auch Gehaltserhöhungen möglich.

Vielen Dank für deine Zeit!

Der Hase und der Igel – ein erwachsener Rückblick

Dies ist eine Station der Märchensommer Märchenrallye von PoiSonPaiNter, den Anfang dieser Runde findet ihr hier.

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Jedes deutsche Schulkind kennt das Märchen von Hase und Igel. Der Hase hat eine große Klappe und macht sich über die krummen Beine des Igels lustig. Der lässt das natürlich nicht auf sich sitzen und fordert den Hasen zu einem Rennen heraus.  Jetzt hat jeder schon einen Hasen und einen Igel laufen sehen, der Ausgang scheint klar. Allerdings ist der Igel nicht so blöd wie der Hase schnell. An der Ziellinie wartet seine Frau, die dem Igel zum Verwechseln ähnlich sieht, und begrüßt den Hasen. So geht das hin und her, angeblich ganze 74 Mal. Beim letzten Rennen bricht der Hase vor Erschöpfung zusammen und stirbt.

Eigentlich ziemlich gemein, wenn man so darüber nachdenkt. Welche Lektion soll man aus so einer Geschichte ziehen? Dass Ehepaare einander tatsächlich immer ähnlicher werden? Dass es okay ist, zu betrügen, solange der Betrogene ein Fiesling ist? Oder dass der Hase den Tod verdient hat, weil er vorher den Igel gepiesackt hat?

Klügere Menschen als ich hatten dazu schon Meinungen: Das Igelpaar sei erfolgreich gewesen, weil die beiden einander so ähneln. Man solle sich seinen Partner aus der gleichen Gesellschaftsschicht suchen, um Unterschiede gering zu halten. Der Hase wird als Beispiel für die grausame Oberschicht gesehen und gehe an seinem eigenen Hochmut zugrunde.

Eigentlich, so ganz genau betrachtet, schneidet keine der Figuren so richtig gut ab. Der Hase ist (mit Verlaub) ein Arsch. Natürlich macht man sich nicht über physische Attribute seiner Mitmenschen lustig. Aber der Igel übertreibt seine private Rache schon gehörig – er hätte ja durchaus auf weitere Rennen verzichten können, ehe der Hase stirbt.  Befreundet sein möchte ich heute eigentlich mit keinem von beiden. Als Kind allerdings war klar, wo meine Sympathien liegen – beim Igel. Der ist nämlich kleiner und benachteiligt und wird gepiesackt. Und deswegen ist der Hase für alles, was aus seiner Gemeinheit erwächst, selbst verantwortlich. Jeder, der mal gehänselt wurde, kann dieses Gefühl nachvollziehen – auch wenn man nicht so direkt stolz darauf ist. Schließlich sind wir alle, inklusive Igel, nur menschlich.

Hase und Igel: Um was wetten Hase und Igel bei ihrem Lauf?