Blick über die Schulter, Tag 14

Auch der heutige Tag ist vollgepackt mit Terminen. Mal im Vertrauen, eigentlich hatte ich mir so eine Pandemie etwas … geruhsamer vorgestellt. Aber gleich finden Arsch an Arsch zwei digitale Treffen statt, die ich nur ungern verpassen möchte. Also gibt es vorgekochtes Essen, die Katzen werden vom Mann versorgt und die Schreibzeit ist begrenzt.

In solchen Momenten bin ich sehr dankbar für meinen Plot. Ich weiß immer grob, was als nächstes kommt, und bei der angepeilten Länge der Geschichte ist alles auch noch einigermaßen übersichtlich. Heute konnte ich eine elementare Szene abschließen und werde mich gleich noch kurz auf den Übergang zum Finale stürzen, ehe ich sozial sein kann.

Die letzte Szene war recht dialoglastig, das fällt mir normalerweise schwer. Aber Niklas, mein Protagonist, ist ein kluger Junge und lässt sich nicht so leicht aus der Fassung bringen. Dialoge zeigen oft sehr gut, wie jemand tatsächlich ist – Wortwahl, Kommuikationsstrategie, Konfliktbewältigungsverhalten sind wichtige Indikatoren für die Persönlichkeit. Wenn ich eine in sich funktionierende Figur geschaffen habe, ergeben Dialoge sich oft von selbst. Ist meistens leider nicht der Fall, aber heute schon. Beim Überarbeiten kann ich testen, ob die Dialoge und das Innenleben von Niklas auch zueinander passen. Sonst muss ich eines von beidem anpassen. In diesem Fall, denke ich, werden meistens die Dialoge gewinnen.

Letzter Satz: „Niklas schnappte sich die Giraffe und rannte los.“

Endstand: 12.470

Los, gebt es mir!

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